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Nach Schätzungen des Bayerischen Landesamts für Statistik

Das zweite Jahr in Folge: Bayerns Landwirte erwartet auch 2022 unterdurchschnittliche Getreideernte

Wie schon letztes Jahr fällt auch dieses Jahr die Getreideernte in Bayern schlecht aus. Das Landesamt für Statistik schätzt die zu erwartende Menge auf 6,1 Millionen Tonnen. Im Vergleich zu den Jahren 2016 bis 2021 liegt der Wert deutlich unter dem Durchschnitt.

Die Meldung im Wortlaut:

Fürth - Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamtes für Statistik mitteilt, wird in Bayern im Jahr 2022 eine Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von 6,1 Millionen Tonnen erwartet. Damit wird in etwa das Niveau des Vorjahres erreicht. Gegenüber dem Durchschnittswert der Jahre 2016 bis 2021 (6,6 Millionen Tonnen) ergibt sich jedoch ein Verlust von 6,7 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr fiel die Ernte vergleichsweise gering aus.

Die Aussaat des Wintergetreides im Herbst 2021 konnte rechtzeitig erfolgen. Auf den milden Winter ohne nennenswerte Auswinterungsschäden folgte ein sonniger und trockener Frühling. Der Mai war überdurchschnittlich warm. Es folgten zahlreiche Hitzetage in Verbindung mit extremer Trockenheit. In mehreren Gebieten Bayerns blieb oft der Regen aus.

Etwas mehr Anbaufläche dieses Jahr genutzt – Hektarertrag geht zurück

Nach den bisher ausgewerteten Ertragsmessungen im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ und in Verbindung mit den Ertragsschätzungen der amtlichen Ernteberichterstatter (Stand: Berichtsmonat Juli), wird beim Getreide insgesamt (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) mit einem Durchschnittsertrag von 64,7 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) gerechnet. Das sind 1,8 Prozent weniger als im Vor- jahr (65,9 dt/ha) und 4,9 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021 (68,0 dt/ha).

Die von den bayerischen Landwirten bewirtschaftete Getreidefläche (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) vergrößerte sich nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent von 929 427 Hektar (ha) auf 945 489 ha. Gegenüber dem mehrjährigen Mittel der Jahre 2016 bis 2021 (964 471 ha) reduzierte sich die Anbaufläche jedoch um 2,0 Prozent.

Sommergerste und Winterraps zeigen sich in diesem Jahr robust: Zunahme bei Ertrag und Anbaufläche

Der Durchschnittsertrag bei der flächenstärksten Getreideart Winterweizen sinkt auf 70,0 dt/ha. Das sind 1,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Bei einer gleichzeitigen Flächenzunahme in Höhe von 1,5 Prozent auf 501 144 ha errechnet sich beim Winter- weizen eine Erntemenge von 3,5 Millionen Tonnen. Das ist in etwa mit dem Vorjahr vergleichbar. Gegenüber dem mehrjährigen Mittel ergibt sich jedoch ein Verlust von 5,8 Prozent.

Bei der Wintergerste liegt der Hektarertrag nach derzeitigen Berechnungen bei 68,0 dt/ha, 0,9 Prozent weniger als 2021. Bei einer gleichzeitigen Flächenabnahme von 1,0 Prozent auf 208 794 ha errechnet sich eine Erntemenge von rund 1,4 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Minus von 2,0 Prozent gegenüber 2021 und einer deutlichen Einbuße gegenüber dem mehrjährigen Mittel in Höhe von 9,1 Prozent.

Auf Basis der Ertragsmessungen beläuft sich der durchschnittliche Hektarertrag bei Sommergerste auf 51,0 dt/ha. Das ist – entgegen der insgesamt rückläufigen Entwicklung – eine Zunahme um 2,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Mit 98 953 ha, das sind 21,3 Prozent mehr als in 2021, nimmt gleichzeitig die Anbaufläche für Sommer- gerste deutlich zu. Unter dem Strich wird somit voraussichtlich eine Erntemenge von gut 0,5 Millionen Tonnen eingefahren. Das sind 24,5 Prozent mehr als 2021 und 3,9 Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2021.

Bei Winterraps wird ein durchschnittlicher Hektarertrag von 39,7 dt/ha erwartet, also 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei einer Anbaufläche von 104 785 ha, 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr, wird somit eine Erntemenge von gut 0,4 Millionen Tonnen prognostiziert. Das entspricht einer Mehrung von 20,2 Prozent gegenüber 2021 und einer Zunahme gegenüber dem langjährigen Mittel um 13,1 Prozent.

Bayerische Ernteerhebung

Die vorgestellten Ergebnisse des Bayerischen Landesamts für Statistik beruhen auf den bisher ausgewerteten Ertragsmessungen im Rahmen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ in Verbindung mit den Ertragsschätzungen aus der „Ernte- und Betriebsberichterstattung“ (Berichtmonat Juli) und den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2022. Die Angaben können als Näherungswerte herangezogen werden. Im Februar 2023 werden die endgültigen Ergebnisse vorliegen.

Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik

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