Unterschiedliche Regeln in der Region

Einkaufen in Corona-Krise: Einlasskontrollen, Pärchen-Verbot, Korbpflicht

links: Die Kassiererin sitzt bei Aldi zum eigenen Schutz vor einer Plexiglasscheibe. rechts: Hinweise vor einem dm zu Verhaltensregeln.
+
links: Die Kassiererin sitzt bei Aldi zum eigenen Schutz hinter einer Plexiglasscheibe. rechts: Hinweise vor einem dm zu Verhaltensregeln.

Landkreise – In vielen Geschäften in der Region gelten derzeit Sonderregelungen, die Kunden beim Einkaufen beachten müssen. Wir haben die wichtigsten Informationen.

Egal ob bei REWE, Aldi Süd oder dm. Überall werden derzeit Maßnahmen in den Filialen ergriffen, um den von der Bundesregierung geforderten Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Laut übereinstimmenden Aussagen der Firmen dienen die Maßnahmen dem Schutz der Mitarbeiter und der Kunden. Überraschenderweise sind sie teilweise sehr unterschiedlich und können auch beim selben Unternehmen sehr variabel sein.

Nützliche Links zu Corona:

Ein Beispiel: Als Pärchen darf man derzeit beim Edeka Prechtl in Raubling, Edeka Rosenheim Aicherpark oder beim Real Rosenheim nicht gemeinsam einkaufen. Beim Kaufland in Rosenheim dagegen war es gestattet. 

Auch beim REWE in Rott am Inn gibt es derzeit keine Einlassbeschränkungen, während ein paar Kilometer weiter in der Filiale in Wasserburg Sicherheitspersonal kontrolliert, ob der Kunde einen Einkaufswagen hat. Dieser dient zum einen als Abstandshilfe, zum anderen verschafft er einen Überblick, wie viele Kunden sich derzeit im Geschäft aufhalten.

„Wo der Kundenzulauf dies notwendig macht, beschränken wir den Zugang zu den Märkten. Dies kann sowohl durch Einlasskontrollen als auch durch die Beschränkung der Anzahl der Einkaufswagen bzw. -körbe geschehen. Über die jeweilige Regelung informieren wir unsere Kunden über Aushänge oder Plakate“, berichtet Kristina Schütz, Pressesprecherin REWE Group, gegenüber innsalzach24.de. Die Maßgaben zum Schutz vor Corona würden die zuständigen Behörden treffen. Daher sei nicht auszuschließen, dass es im Einzelfall zu anderen oder weitergehenden Regelungen kommt.

Hinweis auf wichtige Abstandsregeln

„Um unsere Kunden vor allem im Kassenbereich deutlich auf die wichtigen Abstandsregeln hinzuweisen, werden in unseren Filialen Klebestreifen auf dem Boden angebracht. Unter anderem ermuntern wir unsere Kunden verstärkt kontaktlos und mit Karte zu bezahlen“, so Annika Büschken, Specialist Communication Aldi Süd. Zudem seien in vielen Filialen von Aldi Süd Plexiglasscheiben zum Schutz der Mitarbeiter an den Kassen installiert worden.

Klebestreifen am Boden sollen die Abstände zwischen den Kunden markieren. 

Der Discounter arbeitet zudem an weitere Ideen, die ein Ansteckungsrisiko verringern sollen. „Unsere Pfandautomaten werden derzeit umprogrammiert. Dadurch ist es nicht mehr nötig, dass für die Ausgabe des Pfandbons der Knopf am Automaten gedrückt wird, sondern die Ausgabe nach wenigen Sekunden automatisch geschieht“, erklärt Büschken.

dm mit Formel 

Die Verhaltensregeln vor einer dm-Filiale in Burghausen.

Die Drogeriekette dm hat für den Kundeneinlass eine Formel definiert, da es keine klaren Regeln dafür gibt. Aktuell laute die Formel „Ladenfläche x 0,7 / 10“. Die Vorgabe soll gewährleisten, dass sich je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche nur ein Kunde im Markt aufhält und die Behörden nichts beanstanden können, so Christoph Werner, Vorsitzenden der Geschäftsführung dm, gegenüber dem Handelsblatt. In der Filiale in Burghausen ist der Laden daher auf 42 Personen begrenzt, ebenso viele Einkaufskörbe gibt es. 

Zusätzlich gibt es weitere Hinweise und Verhaltensregeln. „Kaufen Sie, wenn möglich, alleine ein“ oder „Führen Sie zügig Ihren notwendigen Einkauf durch“ steht auf einem Schild vor dem Laden. Zudem gibt es ein Angebot zur Desinfektion im Eingangsbereich. 

Mundschutzpflicht beim Einkaufen? 

Eine Mundschutzpflicht beim Einkaufen oder anderen Aktivitäten gibt es in Deutschland allerdings noch nicht. Zuletzt hatte jedoch der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder bereits davon gesprochen, dass es höchstwahrscheinlich in der näheren Zukunft "eine Form der Maskenverpflichtung in Bayern“ geben werde. Der Landkreis Altötting will unabhängig davon jedem seiner 106.000 Bürger bis Ende April mit einem Mundschutz ausstatten.

Angesprochen auf den Mundschutz bemerkte Aldi Süd an, dass entsprechende Masken zunächst in ausreichender Zahl verfügbar sein müssten, zumal der medizinische und der Pflege-Sektor Priorität bei der Versorgung mit entsprechenden Masken hätte. „Wir beobachten die Situation jedoch fortlaufend, stehen im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und behalten uns vor, auch kurzfristig entsprechend flexibel zu reagieren und die Schutzmaßnahmen in unseren Filialen zu erweitern“, so Büschken.

jz

Kommentare