Ausnahmen und Regelungen in der EQV

Familie in Österreich besuchen: Darauf ist bei der Quarantänepflicht zu achten

Die EQV schränkt den Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich ein. Doch es gibt auch für Familien Ausnahmen von der Quarantänepflicht.
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Die EQV schränkt den Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich ein. Doch es gibt auch für Familien Ausnahmen von der Quarantänepflicht.

Bayern - Für viele nahe der Grenze zu Österreich lebende Bayern ist die Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) im Dezember mehr als je zuvor ein zentrales Thema. Nach dem Besuch der österreichischen Verwandten gibt es Ausnahmen und Regelungen bei der Quarantänepflicht nach der Wiedereinreise.

Kontaktbeschränkungen und die allgemeinen Corona-Regeln sind im Moment für jeden in Bayern Alltag. Die Veränderungen in der EQV beschreiben strikte Regeln für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Jedoch gibt es einige Ausnahmen, um unbillige Härte zu verhindern.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat für den Besuch von engen Verwandten eine Ausnahme bei der EQV offen gelassen. Für diejenigen, die weniger als 72 Stunden in ein Risikogebiet gereist sind, um Verwandte ersten Grades oder Ehegatten beziehungsweise Lebensgefährten, welcher nicht zum gleichen Hausstand gehört, zu besuchen sind von der Quarantänepflicht bei der (Wieder-) Einreise nach Bayern ausgenommen.

Dabei ist auch die Wahrnehmung des geteilten Sorgerechts oder des Umgangsrechts mit inbegriffen. Zu Verwandten ersten Grades zählen nur die Eltern oder die Kinder der betroffenen Person.

Beim Aufenthalt bei Verwandten ersten Grades mit einer Dauer über 72 Stunden oder dem Besuch von Verwandten zweiten Grades, wie Großeltern, Enkel oder Geschwister, im Risikogebiet ist ein negativer Corona-Test nötig, um von der Quarantänepflicht befreit zu werden. Onkel, Tanten, Nichten sowie Neffen gehören im Übrigen nicht zu den Verwandten zweiten Grades.

Das bayerische Gesundheitsministerium legt fest, dass in den entsprechenden Fällen für die Befreiung von der Quarantänepflicht „ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus in deutscher, englischer oder französischer Sprache“ vorgelegt werden muss. Dieses darf „höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein oder muss bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden.“ Das Ergebnis muss mindestens 10 Tage nach der Einreise aufbewahrt werden, um gegebenenfalls vorgelegt werden zu können.

Abseits des Familienbesuchs ist es auch möglich von der Quarantänepflicht befreit zu werden, wenn der Grund der Einreise die Pflege einer beispielsweise hilfsbedürftigen Person ist. Das bayerische Gesundheitsamt schreibt hierzu auf ihrer FAQ-Seite: „Personen, die nach Bayern einreisen oder in ein Risikogebiet reisen, um schutz- oder hilfebedürftige Personen zu pflegen oder diesen beizustehen, müssen sich bei der (Wieder-) Einreise nach Bayern nicht in Quarantäne begeben.“ Auch hier wird aber vorausgesetzt, dass ein aktueller negativer Corona-Test vorgelegt werden kann.

Bei einer Reise, um Verwandte in einem Risikogebiet zu besuchen kann man von der Quarantänepflicht bei der Rückkehr nach Deutschland befreit werden, wenn:

  • ... Verwandte ersten Grades (Eltern, Kinder) oder Ehegatten beziehungsweise Lebensgefährten in einem Zeitraum von weniger als 72 Stunden vor der Rückkehr besucht werden.
  • ... Verwandte ersten Grades oder Ehegatten beziehungsweise Lebensgefährten in einem Zeitraum von mehr als 72 Stunden vor der Rückkehr besucht werden und ein aktueller negativer Corona-Test vorgelegt wird.
  • ... geteiltes Sorgerecht oder Umgangsrecht wahrgenommen wird und der Aufenthalt nicht über 72 Stunden dauert.
  • ... nach dem Besuch von Verwandten zweiten Grades bei der Rückkehr ein aktueller negativer Corona-Test vorgelegt wird.

mda

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