Feuerball am Himmel zu sehen

Behörde bestätigt: Meteorit in Bayern eingeschlagen - Achtung! Nicht mit bloßen Händen anfassen

+
Vollmondhell und 67.000 km/h schnell: der Meteorit, der über Franken niederging.

Sensation in Bayern: Zahlreiche Zeugen haben kürzlich eine deutliche Lichtspur am Himmel entdeckt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bestätigt: Es war ein Meteorit. Jetzt beginnt die Spurensuche.

Bamberg - Der Einschlag war in der Nacht von 29. auf 30. Juni in Oberfranken, genauer im Landkreis Bamberg, irgendwo zwischen Heiligenstadt und Volkmannsreuth und Veilbronn. Das berichtet nordbayern.de unter Berufung auf das DLR-Feuerkugelnetz.

Demnach ist der Meteorit mit einer Geschwindigkeit von ca. 150 km/h auf der Erde eingeschlagen. Sein Gewicht: 50 Gramm. Der Stein war aber nicht immer so ein Leichtgewicht. Als er in die Erdatmosphäre eintrat, wog er noch 16 Kilogramm.

Lesen Sie auchGigantischer Meteorit traf Grönland - 31 Kilometer breiter Krater entdeckt

Dieser Eintritt war in besagter Nacht Ende Juni am Himmel deutlich zu erkennen. Mehrere Spezialkameras, die in Prag (Tschechien) stationiert sind, nahmen das Phänomen um 3.34 Uhr auf. Sechs Sekunden lang flog der Feuerball vollmondhell am Horizont entlang und war dabei 67.000 km/h schnell.

So könnte er aussehen: ein Steinmeteorit.

"Dieser Meteorit verlor auf seiner 90 Kilometer langen Leuchtbahn einen Großteil seiner Masse. Aber ein etwa golfballgroßes Hauptstück und eventuell einige kleinere Fragmente könnten den Erdboden erreicht haben", sagt Dieter Heinlein, der technische Leiter des DLR-Feuerkugelnetzes, gegenüber nordbayern.de.

Video zeigt Meteorit aus Franken

Auch interessant: Spektakuläres Video - So stürzt ein Meteorit Richtung Erde

Die große Hoffnung der Forscher: Das Meteoriten-Überbleibsel oder kleinere Bruchteile davon zu finden. An der Suche kann sich die Bevölkerung gern beteiligen. Wer den Meteoriten oder Teile davon tatsächlich findet, soll das Gefundene nicht mit bloßen Händen anfassen, um die Oberfläche nicht zu kontaminieren. Auch der Kontakt zu starken Magneten ist zu vermeiden. Spezialisten des DLR-Feuerkugelnetzes werden den Gesteinsbrocken dann kostenlos untersuchen. Die Besitzrechte des Finders werden aber respektiert, so Heinlein gegenüber nordbayern.de.

Aber woran erkennt man einen Meteoriten? Laut nordbayern.de sind sie von hoher Dichte (schwerer als irdische Steine) und haben eine mattschwarze dünne Schmelzkruste. Innen sind die Steine hellgrau.

Etwas gefunden? Dann melden Sie sich bitte bei dieter.heinlein@meteoros.de.

sta 

In diesem Video: Mysteriöser Sturm

Lesen Sie außerdem: Höhlenrettung in Thailand - Alle Infos im News-Ticker.

Auch interessant: Zeugen beobachten mysteriösen Lichtschein im Oberland: Alle rätseln - aber ein Experte kennt den Grund

Kuba: Ein Knall! Ein Blitz! Metorit schlägt auf Erde ein und verschreckt viele: Videos

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT