Polizei warnt vor  illegaler Pyrotechnik

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Ein besonders gefährlicher Silvesterböller: La Bomba.

München - Das Bayerische Landeskriminalamt warnt kurz vor Silvester vor illegaler Pyrotechnik. Darauf sollten Sie beim Kauf achten:

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In diesem Jahr ist der Verkauf pyrotechnischer Artikel für das Silvesterfeuerwerk ab Freitag, 28. Dezember, erlaubt. Die Feuerwerksartikel dürfen jedoch nur am 31. Dezember und am 1. Januar 2013 abgebrannt werden.

Doch Vorsicht!

Zunehmend stellen die Sicherheitsbehörden in Bayern die Einfuhr, den Handel und die Verwendung illegaler Pyrotechnik fest. Da diese Artikel, vor allem aus dem östlichen Ausland, in aller Regel keine Zulassung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) oder einer anderen nationalen Zertifizierungsstelle haben, machen sich sowohl der Importeur als auch der Besitzer strafbar.

Achten Sie auf die BAM- oder CE-Nummer

In und für Deutschland zugelassene pyrotechnische Artikel erkennt man an einer aufgedruckten BAM-Nummer bzw. einer CE-Zertifizierungsnummer. Da kann die vermeintlich kostengünstige Einfuhr von pyrotechnischen Artikeln aus dem Ausland im Nachhinein sehr teuer werden. Der Umgang mit nicht von der BAM oder anderen nationalen Zertifizierungsstellen zugelassenen pyrotechnischen Gegenständen, stellt nämlich in Deutschland ein Vergehen nach dem Sprengstoffgesetz dar.

Pyrotechnische Gegenstände werden je nach Verwendungszweck und Gefährlichkeit in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die in Deutschland handelsüblichen pyrotechnischen Gegenstände für Silvester sind in die Kategorie 2, frei ab 18 Jahren, eingestuft. Nur das so genannte Kleinstfeuerwerk der Kategorie 1, zum Beispiel Knallerbsen oder Wunderkerzen, darf von Personen ab 12 Jahren erworben werden. Strafbar macht sich übrigens auch, wer Feuerwerk der Kategorie 2 an Personen unter 18 Jahren weitergibt.

Pyrotechnik der Kategorie 3 und 4 (Mittel- und Großfeuerwerk) ist ausschließlich Inhabern entsprechender sprengstoffrechtlicher Erlaubnisse vorbehalten, auch wenn diese Pyrotechnik auf den freien Märkten im benachbarten Ausland zu günstigen Konditionen frei erhältlich ist. Selbst eine vorhandene CE-Zertifizierung für Kategorie 3 Feuerwerk auf ausländischen pyrotechnischen Gegenständen schützt nicht vor Strafe. Mittelfeuerwerk, Kategorie 3, ist in vielen europäischen Ländern für Personen über 18 Jahren frei verkäuflich, nicht jedoch in Deutschland.

Ein Silvesterkracher mit BAM-Prüfsiegel.

Die Gefährlichkeit von in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik liegt vor allem in dem verwendeten Explosivstoffinhalt. So stellten die Sprengstoffexperten des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) bei sichergestellten pyrotechnischen Gegenständen ohne CE-Zertifizierung oder BAM-Zulassung fest, dass als Explosivstoff Blitzknallsätze auf Chloratbasis mit Metallpulverbeimengung verwendet werden. Eine Verwendung von sogenannten Blitz-Knallsätzen ist bei Pyrotechnik der Kategorie 1 und 2 jedoch verboten. Die Gefährlichkeit dieser pyrotechnischen Gegenstände begründet sich jedoch nicht nur in der verwendeten Explosivstoffmischung, sondern auch in der Art ihres Aufbaus, wie dies eben auch bei einem besonders gefährlichen Kracher der Fall ist, dem „La Bomba“.

Das Bayerische Landeskriminalamt weist vor allem auf die gesundheitlichen Schäden hin, die immer wieder beim Umgang vor allem mit illegalen Böllern und Krachern auftreten. Doch der leichtsinnige und oft auch unsachgemäße Umgang mit Feuerwerksartikeln ganz allgemein führt leider immer wieder zu erheblichen Sach- und vor allem Personenschäden. Personen werden meistens im Gesicht und dort vor allem an den Augen, aber auch an Händen und Unterarmen verletzt. In vielen Fällen führen diese oft schweren Verletzungen zu lebenslangen gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Verhaltensregeln für Feuerwerkskörper

Im Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen gibt es einige wichtige Verhaltensregeln, die man beherzigen sollte:

  • Feuerwerkskörper nur nach Gebrauchsanwendung abbrennen!
  • Feuerwerkskörper nie in den Taschen der Kleidung aufbewahren!
  • Wenn Feuerwerkskörper versagen, liegen lassen und nicht nochmals zünden!
  • Nie versuchen, Feuerwerk selbst zu basteln!

Pressemitteilung Bayerisches Landeskriminalamt

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