Reaktionen und Kommentare

Mahnfeuer gegen B15neu – das sagen die Initiatoren

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Nach vielen Kommentaren meldet sich nun die Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg-Rosenheim e. V. zu Wort.

Bayern – Nach dem Bericht zur Mahnfeuer-Aktion gegen die B15neu vom Wochenende haben viele User-Kommentare für Diskussionen gesorgt. Jetzt haben sich die Organisatoren zu Wort gemeldet.

„Samstagnacht gab’s Mahnfeuer – Feuer und Flamme gegen die B15neu“. Die Kommentare vieler Leser sind für die Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg - Rosenheim e.V. teils unverständlich. Franz Schott als Mitorganisator der Mahnfeuer-Aktion möchte deshalb Bezug nehmen und eventuelle Unklarheiten ausräumen.

Bei der Mahnfeuer-Aktion haben insgesamt mehr als 5000 Bürger auf 130 Kilometern landkreisübergreifende Dorffeste veranstaltet und ein Zeichen mit den Leuchtfeuern gesetzt. 

  • Die Feuer waren ordnungsgemäß in den Gemeindeverwaltungen gemeldet, mit Ortsangabe, Name, Tel. Erreichbarkeit.
  • Es waren die zuständigen Integrierten Leitstellen (ILS) rechtzeitig und ausführlich informiert. Ebenso waren die Polizeipräsidien Oberbayern Süd und Niederbayern informiert, sowie die Polizeiinspektionen im Einzugsbereich.
  • Nach Rücksprache mit den ILS erhielt F. G. Schott die Auskunft, dass keine besonderen Vorkommnisse waren, keine unkontrollierten Brände.
  • Die ausführliche Information im Vorfeld und die kartografische Darstellung der Feuerstellen wurden ausdrücklich gelobt.
  • Die Versammlung über 4 Landkreise und 2 Regierungsbezirke (gem. Art. 13 BayVersG) war mit Bescheiden der LRÄ LA, MÜ, EBE, RO genehmigt.
  • Wo gibt es das sonst, dass bei einer Protestdemonstration an über 200 Orten über einen Bereich von etwa 130 km die etwa 250 Verantwortlichen für die Feuerstellen namentlich gemeldet sind? Und, wie die Bilder dokumentieren, zeigen die Teilnehmer Gesicht!
  • Die Mahnfeuer-Aktion ist diszipliniert und friedlich, ohne Zwischenfälle, verlaufen. Kein Feuer ist außer Kontrolle geraten, es wurde niemand gefährdet.
    • Es war ein Fest von Bürgern für Bürger. So eine Art von „landkreisübergreifenden“ gleichzeitigen Dorffesten.
      • Die Leute hatten Spaß beim Grillen und Ratschen, Essen und Trinken.
      • Die Protestaktion mit über 5.000 Teilnehmern zeigt Wirkung. Und sie wird so manchen Entscheidungsträger beeindrucken.

Zu den Leser-Reaktionen möchte sich die Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg - Rosenheim e.V. folgendermaßen äußern:

"Umweltzerstörung durch Verbrennen, CO2 Ausstoß" 

  • Es haben sich mehr als 5.000 Menschen über eine Strecke von 130 km in der Nähe ihrer Wohnorte beteiligt – und vor ihrer Haustür ein Feuer gemacht, gegrillt, und stillen aber sichtbaren Protest gezeigt.
  • Kurze Wege, oft zu Fuß oder mit Fahrrad; Die Vorbereitungen liefen überwiegend via Internet und Telefon – auch wieder Sprit gespart.

"Sperrmüll verbrannt!

  • War durch strenge Auflagen verboten, die von Allen beachtet wurden.
  • Die Bilder zeigen sehr deutlich, was verbrannt worden ist.

 „schade um das ganze Holz“

 

  • Das war eine sinnvolle Opfergabe, wenn so viele Bürger dadurch gezeigt haben, dass sie dieses Projekt ablehnen. Und wenn dadurch die Landschaft erhalten und eine Autobahn verhindert werden kann, eine gute Investition in die Zukunft. Es wurden deshalb keine Bäume gefällt. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff.
  • Beim Projekt B15 neu würden mehrere hundert Hektar Wald gerodet werden.

Schott sieht in der Aktion ein gelungenes Beispiel, wie Bürgerinitiativen funktionieren können.

Einige Aktive geben Anstöße, viele machen mit und werden selber aktiv, es werden immer mehr, so Schott. Aufgaben und Arbeiten auf viele Schultern verteilt.

Die Leute waren eifrig dabei und haben mit viel Phantasie und Kreativität ihren Widerstand gezeigt.

Pressemitteilung Gemeinschaft der Betroffenen und Gegner der Autobahntrasse Regensburg - Rosenheim e.V. verfasst von F. G. Schott

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