So denken unsere Leser darüber

Schnelltests vor dem Einkaufen: „Werde unter diesen Voraussetzungen definitiv kein Geschäft aufsuchen“

Bei einer Inzidenz zwischen 100 und 200 ist „Click & Meet“ nur mit einem negativen Corona-Test erlaubt. Unser Leser Tom Bartlhuber äußert seine Meinung zu den Schnelltests fürs Einkaufen.
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Bei einer Inzidenz zwischen 100 und 200 ist „Click & Meet“ nur mit einem negativen Corona-Test erlaubt. Auch unser Leser Tom Bartlhuber äußert seine Meinung zu den Schnelltests fürs Einkaufen.

Seit Montag, 12. April, gilt in allen Städten und Landkreisen in Bayern neben „Click & Meet“ eine Testpflicht für den Einzelhandel, wenn die Inzidenz zwischen 100 und 200 liegt. Ihr habt uns Eure Meinungen über die Schnelltests fürs Shoppen geschildert:

Bayern - Mittlerweile ist in Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz zwischen 100 und 200 der gesamte Einzelhandel geöffnet. Zum Nutzen des „Click & Meet“-Prinzips ist aber zwingend ein negativer Corona-Test vorzulegen. So kann man auch wieder jene Geschäfte betreten, die nun monatelang geschlossen hatten. Bei einer Inzidenz über 200 ist dagegen maximal nur noch „Click & Collect“ möglich.

Shoppen mit negativem Corona-Test möglich

Für die Kunden bedeutet das im Klartext: Termin mit dem Geschäft vereinbaren und mit negativem Schnelltest bummeln gehen. Testmöglichkeiten gibt es unter anderem in Apotheken, beim BRK und natürlich gelten auch die bereits bekannten PCR-Tests. Alternativ können Einzelhändler ihren Kunden auch vor Ort solche Tests anbieten. Bis die Selbsttests digital nachweisbar sind, müssen Kunden für jedes Geschäft, das sie betreten, einen eigenen Schnelltest machen.

Diese Regelung gilt auch für Baumärkte, Buchhandel, Gartencenter, Blumenläden oder Schuhgeschäfte, die bisher inzidenzunabhängig Kunden empfangen durften. Ausgenommen sind dagegen weiterhin Geschäfte des täglichen Bedarfs, also Lebensmittelgeschäfte, Drogeriemärkte oder Optiker. Die OVB24-Redaktion hat Euch gefragt, wie Ihr über die Schnelltests fürs Shopping denkt.

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Eure Leserbriefe zum Thema Schnelltests fürs Shopping

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Peter Schuster aus Söchtenau

Was soll diese sinnlose Testerei bringen? Natürlich weiß ich, dass in Innenräumen die Gefahr einer Ansteckung relativ hoch ist, vor allen Dingen, wenn vorher ein sogenannter Superspreader im Raum war. Mit einem Schnelltest, den selbst Karl Lauterbach als 60 Prozent fehlerhaft einschätzt, macht das meiner Ansicht nach nicht viel Sinn. Für den Einzelhandel wird es sich auch nicht vorteilhaft auswirken.

Ich brauch z.B. neue Laufschuhe. Die kaufe ich bei dem Sporthändler meines Vertrauens. Dort kaufe ich schon seit Jahren ein und die Angestellte weiß, welche Schuhe ich haben möchte und welche Größe ich habe. Also mache ich das über „Click and Collect“. Alles andere bestelle ich online. Testen lassen für das Einkaufen oder dass ich ein Restaurant besuchen kann, würde ich mich nicht.

Meine Kontakte wurden mir durch die Schließung der Gastronomie von der Regierung zwangsreduziert. Ich trage Maske beim Einkaufen und halte im freien Abstand. Das ist mein Beitrag dazu, meine Mitmenschen vor einer Infektion mit Covid19, durch mich zu schützen. Wir müssen einfach lernen, mit dem Virus zu leben. Aber durch ewige Panikmache durch die Regierung und die Medien wird das nicht einfacher.

Angelina Scarpa aus Bayern

Ich sehe das als eine große Katastrophe. Ich werde das Angebot der Schnelltests sowie das von „Click & Meet“ nicht nutzen. Ich gehe schon lange nicht mehr in Geschäfte, sondern bestelle alles ohne Einschränkungen im Internet.

Tom Bartlhuber aus Bayern

Unser Leser Tom Bartlhuber äußert seine Meinung zu den Schnelltests fürs Einkaufen.

Ich werde unter diesen Voraussetzungen definitiv kein Geschäft aufsuchen. Wenn ich shoppen gehe, dann passiert das einfach spontan. Und dann möchte ich auch die Zeit haben, mich umzusehen und Klamotten anprobieren, bevor ich sie kaufe. Ich kaufe nichts auf gut Glück, merke dann zu Hause, dass es nicht passt und mache dann einen neuen Termin, um das Teil umzutauschen.

Und dann jedes Mal mit einem Test? Nein danke! Ich will auch keinen Verkäufer im Nacken haben, der auf die Uhr sieht, dass ich schnell mit meinem Einkauf fertig werde. Mich wird der Einzelhandel erst wiedersehen, wenn es diese Voraussetzungen für einen Einkauf nicht mehr gibt, bzw. wenn der Einzelhandel diesen Irrsinn nicht mehr mitmacht.

Claudia Aigner aus Bayern

Dann wird halt weiterhin im Internet gekauft. Es tut mir leid für den Einzelhandel, gerade für die kleinen Geschäfte - aber beim Thema „negativer Test“ hört es sich dann doch auf!

Monika Huber aus Bayern

Ohne mich! Ich halte das für puren Schwachsinn. Das ergibt irgendwie alles keinen Sinn. Überall steckt man sich angeblich an, aber im Supermarkt nicht? Man kommt hier doch täglich mit hunderten Leuten zusammen. Aber da braucht man keinen Test.

Auch interessant: Handel, Schule, Testpflicht: Diese Corona-Regeln gelten in Bayern seit 12. April, 0 Uhr

Selbsttests zum Shoppen? Schickt uns Eure Meinung

Was haltet Ihr von der neuen Situation im Einzelhandel? Unterstützt Ihr die Geschäfte und nutzt die Chance, mal wieder ein bisschen shoppen zu können und macht den Test? Oder erscheint Euch das Ganze viel zu kompliziert und lästig und Ihr wartet lieber bis Einkaufen ohne Test wieder möglich ist?

Auch die Einzelhändler sind gefragt: Wie ist die Situation für Euch vor Ort? Können Tests wirklich helfen, Eure Lage ein wenig zu verbessern oder ist die neue Regelung für Euch vor allem mit Aufwand und Kosten verbunden? OVB24 ist auf Eure Meinungen gespannt. Schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Testpflicht im Einzelhandel“ im Betreff).

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

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