Pressemitteilung Michaela Kaniber (CSU), MdL

Kaniber gibt Vorsitz im Bayerischen Kuratorium für alpine Sicherheit ab

Die scheidende Vorsitzende Michaela Kaniber wurde vom Kuratorium für alpine Sicherheit zum Ehrenmitglied ernannt.
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Die scheidende Vorsitzende Michaela Kaniber wurde vom Kuratorium für alpine Sicherheit zum Ehrenmitglied ernannt. Rechts im Bild ihr Nachfolger als Erster Vorsitzender, der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner, links der zweite Vorsitzende Stefan Winter.

Bayern - Staatsministerin Michaela Kaniber hat ihr Amt als Vorsitzende des Bayerischen Kuratoriums für alpine Sicherheit e. V. (Kurasi) abgegeben, wie sie bekannt gab. Sie hat das Kuratorium drei Jahre lang gerne geleitet, musste das Amt aber infolge eines Kabinettsbeschlusses schweren Herzens niedergelegen.

In dem Beschluss werden alle Mitglieder der Staatsregierung gebeten, ihre landesweiten ehrenamtlichen Verpflichtungen niederzulegen, um sich - gerade während der Corona-Pandemie - mit ganzer Kraft auf die Arbeit in der Staatsregierung konzentrieren zu können. Neuer Erster Vorsitzender des Kuratoriums ist der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner. 

Dankbar und erfreut zeigte sich Michaela Kaniber darüber, dass das Kuratorium sie einstimmig zum Ehrenmitglied ernannte. In seiner Laudatio sagte Klaus Stöttner über seine Vorgängerin: „Ich schätzte an Dir sehr, wie Du Dich mit Leidenschaft und Herzblut für das Thema Rettung von Menschen und deren Bergung einsetzt. Mit Deiner zielorientierten Aufbauleistung wurde die Zusammenarbeit im Kuratorium zu einem harmonischen Miteinander. Besonders die SOS-EU-Alp App, die Leben rettet, ist maßgeblich von Dir vorangebracht und auf stabile finanzielle Beine gestellt worden. Die App ist ein Meilenstein beim Auffinden von Unfallopfern in den Alpen aber auch von Defibrillatorstandorten in jeder Gemeinde. Ich fühle mich geehrt, Deine Arbeit fortführen zu dürfen.“

Kaniber leitete das Kuratorium seit 2017. Sie konnte in ihrer Amtszeit wichtige Erfolge vorweisen. Die Sicherheit im alpinen Raum zu erhöhen ist wesentlich durch die jährlich stattfindenden internationalen Sicherheitsgespräche erreicht worden. Dort tauschen sich namhafte Experten aus dem Berg-, Ski- und Radsport, aus dem Rettungswesen sowie aus den Rechtswissenschaften fachlich aus.

Die von Stöttner erwähnte Notfall-App ist ein großer Fortschritt in der grenzüberschreitenden Kooperation. Der Notruf per App sorgt für eine möglichst schnelle Rettung über Landesgrenzen hinweg. Tirol, Südtirol und Bayern arbeiten bei diesen Notfall-Alarmierungen zusammen.

Ein „wahrer Meilenstein“, wie Kaniber es nannte, wurde durch die Arbeit des Kuratoriums in den Bereichen Unfallforschung und Unfallauswertung gesetzt. Auf wissenschaftlichen Grundlagen und aus Daten von Bergsport- und Skisportunfällen sowie Unfällen mit seil- und sicherungstechnischem Hintergrund konnten aussagekräftige Statistiken erstellt werden. Sie sind die Basis für weitere Verbesserungen in der alpinen Sicherheit.

Erleichtert zeigte sich Kaniber, dass es während Ihrer Amtszeit gelungen sei, den Zusammenschluss nicht nur finanziell gut auszustatten, sondern ihn auch langfristig im Staatshaushalt zu verankern. Sie dankte dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann und dem damaligen Finanzminister und heutigen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Ohne deren persönliche und nachdrückliche Unterstützung hätte das Kuratorium die Erfolge nicht erreichen können. Auch die Konsolidierung der Kuratoriums-Geschäftsführung hat die Zusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen verbessert.

Kaniber bilanzierte rückblickend, dass der Start des Kuratoriums alle andere als einfach war. Aber es habe sich gelohnt, nicht aufzugeben. „Die Gesellschaft lebt von denen, die jeden Tag ein bisschen mehr leisten, als sie leisten müssten“, zitierte sie mit Blick auf die Mitgliedsorganisationen und den dort im Sinne der Förderung der alpinen Sicherheit Tätigen. „Der Satz ist wahr und trifft vermutlich kaum auf jemanden besser zu als auf Sie alle. Sie setzten sich aktiv für das Gemeinwohl unserer Bergsport- und Skisporttreibenden Gesellschaft ein.“

Über ihren Nachfolger sagte die scheidende Vorsitzende: „Klaus Stöttner ist einer der wenigen Stimmkreisabgeordneten, der nicht nur in den Alpen daheim ist, sondern die Ziele des Kuratoriums seit Jahrzehnten lebt und bereits mit der Alpenstrategie aufgreift.“ Sie sei überzeugt, dass Stöttner „mit seiner offen, verbindlichen, aber auch integrierenden Art“ das Kuratorium in eine gute Zukunft führen könne. Kaniber dankte auch dem zweiten Vorsitzenden Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein (DAV). Er sei eine unverzichtbare und kompetente Stütze der laufenden Arbeit im Kuratorium.

„Das Leben der Menschen hat für sie alle oberste Priorität und in diesem Gedanken werden wir alle auch in Zukunft handeln. Das hoffe und das wünsche ich mir und ihnen nicht nur für unsere Gesellschaft, sondern auch für unser Bayerisches Kuratorium für alpine Sicherheit“, so Kaniber abschließend.

Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Michaela Kaniber (CSU), MdL

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