Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen

Haltungsbedingungen: Leid der Muttersauen beenden

Bayern - Paul Knoblach und Gisela Sengl warnen vor Verwässerung der Vorschriften zur Kastenstandhaltung

Die Landtags-Grünen mahnen bei der an diesem Donnerstag stattfindenden Agrarministerkonferenz ein klares Signal aller Bundesländer für ein schnelles Ende der tierquälerischen Kastenstandhaltung an. "Es gilt jetzt, eine entsprechende Entscheidung des Bundesrats am 15. Mai im Sinne des Tierwohls vorzubereiten", so Paul Knoblach, Sprecher seiner Fraktion für Tierwohl. Er bezeichnet die Haltungsbedingungen von Millionen Muttersauen, die rund die Hälfte ihres Lebens in Metallkäfigen verbringen müssen, als "erbärmlich und einer zivilisierten Gesellschaft unwürdig".


Die Agrarminister der Länder und somit auch die bayerische CSU-Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber haben mit der Anpassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung den Schlüssel für bessere Muttersauen-Haltungsbedingungen in der Hand. "Wir müssen Tierhaltung jetzt nach vorne denken und eine zukunftsfähige Landwirtschaft aufbauen, ausgerichtet am Tierwohl, am Umweltschutz und an sozialer Gerechtigkeit", fordert Paul Knoblach.

"Mit der vom Bundeslandwirtschaftsministerium angepeilten Verwässerung der heute bestehenden Vorschriften durch Änderung der Rechtslage droht beim Tierwohl eine Rolle rückwärts", warnt die agrarpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Gisela Sengl. Sie vermisst bei CSU-Ministerin Michaela Kaniber "die notwendige Sensibilität für Tierschutzbelange".


Die aktuelle Vorlage des Bundesagrarministeriums plant eine vollständige Streichung der Vorschriften, wonach Sauen in Seitenlage ihre Gliedmaßen ungehindert ausstrecken können müssen. Für die nächsten 15 bis 17 Jahre sollen die Käfige zwar etwas breiter werden, allerdings nicht so breit, dass sie das ungehinderte Ausstrecken in Seitenlage ermöglichen.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag

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