So denken unsere Leser über die Entscheidung

Laschet ist Kanzlerkandidat: „Da fehlt der Biss“ und „Er wird unterschätzt wie einst Frau Merkel“

Armin Laschet ist Kanzlerkandidat von CDU/CSU. Auch unser Leser Siegfried Lindner äußert seine Meinung zu der Entscheidung.
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Armin Laschet ist Kanzlerkandidat von CDU/CSU. Auch unser Leser Siegfried Lindner äußert seine Meinung zu der Entscheidung.

Nach wochenlangem Gerangel ist nun endlich die K-Frage der Union geklärt: Armin Laschet ist Kanzlerkandidat von CDU/CSU und Markus Söder kann nur gratulieren. Doch seid Ihr von der Entscheidung überzeugt? Weitere Leser haben uns Ihre Meinung geschildert:

Landkreis - Nach langen Debatten steht nun seit Dienstag (20. April) CDU-Chef Armin Laschet endgültig als Kanzlerkandidat der Union fest. Somit ist CSU-Chef Markus Söder nach langem Machtkampf aus dem Rennen. „Ich danke Markus Söder dafür, dass er der CDU und auch mir persönlich die Unterstützung der CSU und auch des Parteivorsitzenden der CSU zugesagt hat“, sagte Laschet am Dienstag in Berlin.

Söder äußerte sich dahingehend so: „Die Würfel sind gefallen, Armin Laschet wird Kanzlerkandidat der Union“. Der CSU-Chef solle aber weiterhin eine zentrale Rolle bei der Union spielen. Laschet kündigte an, er werde sich weiterhin „täglich, zweitäglich, wöchentlich und wann immer es nötig ist, mit ihm abstimmen.“

Die Entscheidung vom Dienstag löste eine hitzige Debatte aus, ob Armin Laschet tatsächlich als Kanzlerkandidat der Union geeignet sei, oder ob nicht doch besser sein Kontrahent Söder mit den besseren Umfragewerten die schlauere Wahl gewesen wäre. Die OVB24-Redaktion hat Euch gefragt, ob Ihr von der Entscheidung der Unionsspitze überzeugt seid.

Armin Laschet ist Kanzlerkandidat von CDU/CSU: Eure Leserbriefe zum Thema:

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Hartmut Grzella aus Bayern

„De Prinz küt“ - Laschet? Nein, danke. Ich wähle seit Jahren christlich in der Hoffnung, dass eine christliche Orientierung ein wenig den persönlichen Egoismus in einer Partei einschränkt. Es wird Zeit, dass die CSU bundesweit antritt - denn jetzt bleibt mir durch meinen Wohnsitz in Rheinland-Pfalz keine Alternative.

Grün ist nicht alles und auf Dauer nicht bezahlbar. Gelb regiert lieber nicht als schlecht. Rot kann am wenigsten mit unserem Geld umgehen und die AfD ist durch ihre rechte Unterminierung auch nicht wählbar. So werde ich gezwungen, auf mein demokratisches Wahlrecht zu verzichten.

Ernst Aigner aus Tyrlaching

Unser Leser Ernst Aigner aus Tyrlaching äußert seine Meinung zum Kanzlerkandidaten von CDU/CSU.

Markus Söder hätte durchaus eine hervorragende Chance gehabt, Kanzlerkandidat zu werden. Er hat sie aber nach dem ersten einstimmigen CDU-Vorstandsbeschluss für Laschet mit seiner Hinterzimmer-Äußerung anfangs schon verspielt. Dies haben ihm viele Vorstandsmitglieder der CDU nicht verziehen. Da half auch der übergroße Zuspruch von der Basis und der Fraktion nichts.

Dieser Umgang Söders mit den CDU-Granden war ein großer Fehler und somit für ihn tödlich. Das weiß er bestimmt auch. Er musste meiner Meinung nach deshalb den Rückzug antreten, zum Schaden für die ganze Union. Die um 6%-Punkte niedrigeren Umfragewerte und den Abstieg in die Opposition mit Laschet als Kanzlerkandidat haben die CDU-Granden bewusst in Kauf genommen, zur Freude der anderen Parteien. Markus Söder hätte als erster CSU-Kandidat Bundeskanzler werden können.

Exklusivinterview mit Dr. Peter Ramsauer: Zur Entscheidung der Union in der Kanzlerfrage: „CDU lässt sich nicht die Kandidatur nehmen“

Heinz Wittmann aus Baden-Württemberg

Ich habe den Eindruck, dass mit der Wahl von Herrn Laschet wieder ein Schritt zurück in die Zeit des Herrn Kohl gemacht wird. Offensichtlich sind die alten Seilschaften in der CDU immer noch stark vertreten und sie haben nicht gelernt, sich der neuen Zeit anzupassen - schade.

Warum hört man nicht einfach auf das Volk? Und dieses will in der Mehrheit einfach Herrn Söder als neuen Bundeskanzler sehen! So aber nimmt das Unheil seinen Lauf. Die Grünen sind für mich indiskutabel, da ich mit meinen 70 Jahren lange Fahrradtouren einfach nicht mehr schaffe. Über die restlichen Parteien möchte ich erst gar keinen Kommentar abgeben.

Siegfried Lindner aus Bayern

Unser Leser Siegfried Lindner äußert seine Meinung zum Kanzlerkandidaten von CDU/CSU.

Mei, es ist immer das Gleiche. Da werden Umfragewerte ausgesendet, kurz nach emotionalen Entscheidungen. Bis zur Bundestagswahl am 26. September ist noch ganz viel Zeit. Laschet wird unterschätzt wie einst Frau Merkel. Zudem werden die Grünen wieder auf ihr Programm reduziert werden, trotz der sympathischen Frau Baerbock.

Weitere Lesermeinungen: „Söder wäre hier die glaubwürdigere Wahl gewesen“

Alfred Gerleigner aus Bayern

Herr Laschet ist der nette Mann von nebenan mit viel Fachwissen, aber das war es. Da fehlt der Biss, das, was früher die Generation vor Herrn Laschet ausgemacht hat. Da waren Bundestagsdebatten spannender wie manche Comic-Sendungen. Wenn ich daran denke, was da noch der Joschka Fischer was für Sprüche losgelassen hat: „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch!“ oder der Spruch von Strauss nach seiner verlorenen Kanzlerwahl: „Für mich ist‘s gar nicht mehr schön: Der Wehner kommt nicht mehr, der Schmidt will nicht mehr, was hab‘ ich da noch in Bonn verloren.“

Josefa Hinterseer aus Bayern

Ich kann mir Laschet bei Gott nicht als Bundeskanzler vorstellen. Ich finde Markus Söder viel besser. Aber es ist ja nicht die Stimme des Volkes gefragt. Man kann ja sowieso keinem Recht machen. Dem einen passt das nicht und dem anderen das nächste nicht. Es ist keiner zu beneiden.

Laschet zieht als Kanzlerkandidat in den Wahlkampf: Schickt uns Eure Leserbriefe

Seid Ihr von der Entscheidung der Unionsspitze überzeugt oder seid Ihr anderer Meinung? Glaubt Ihr Markus Söder wäre die bessere Wahl für die mögliche Nachfolge von Angela Merkel gewesen? Haltet Ihr Laschet für einen würdigen Merkel-Nachfolger? Oder sollte ein Kandidat einer anderen Partei nächster Bundeskanzler werden?

Schickt uns Eure Leserbriefe zu dem Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Kanzlerkandidat“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

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