Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Das sind die Meinungen unserer Leser

Impfstatus-Abfrage durch Arbeitgeber: Von „eigentlich egal“ bis „kann ich nicht einfach lügen?“

Die Impfstatus-Abfrage durch den Arbeitgeber sorgt für viele Diskussionen. Auch unsere Leserin Eva-Maria Bock äußert ihre Meinung dazu.
+
Die Impfstatus-Abfrage durch den Arbeitgeber sorgt für viele Diskussionen. Auch unsere Leserin Eva-Maria Bock äußert ihre Meinung dazu.

Einige Arbeitgeber dürfen künftig den Corona-Impfstatus ihrer Mitarbeiter abfragen. Das Thema sorgt in der Bevölkerung für viele Diskussionen. Auch zahlreiche Leser haben uns Ihre Meinung dazu geschildert: 

Bayern - Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Darauf haben sich Union und SPD nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am späten Donnerstagabend (2. September) geeinigt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestätigte entsprechende Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und sagte dem „Spiegel“, bei Krankenhäusern gelte seit vielen Jahren „aus gutem Grund“, dass ein Arbeitgeber seine Beschäftigten im Patientenkontakt fragen dürfe, ob sie gegen Infektionskrankheiten geimpft seien. „Wir wollen in dieser Pandemie dieses Auskunftsrecht auch auf andere Bereiche ausdehnen.“

Arbeitgeber sollen Impfstatus abfragen dürfen - aber nur bei bestimmten Gruppen

Begründet wird das Vorhaben in dem Antrag damit, dass in den betroffenen Einrichtungen „besonders vulnerable Personengruppen betreut werden oder untergebracht sind beziehungsweise aufgrund der räumlichen Nähe zahlreiche Menschen einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind“.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag (30. August) in einer ARD-Talkshow die Debatte über die Offenlegungspflicht des Corona-Impfstatus für Beschäftigte befeuert. Er tendiere dazu, dass Arbeitgeber zumindest für die nächsten Monate danach fragen dürften, hatte Spahn gesagt. Einer Impfpflicht auch für bestimmte Berufsgruppen wie den Pflegeberufen hatte Spahn erneut eine Absage erteilt. Wir haben Euch deshalb gefragt: Sollen Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Angestellten abfragen dürfen?

Abfrage des Corona-Impfstatus durch Arbeitgeber: Das sind Eure Leserbriefe

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Ricky Motoc aus dem Kreis Rosenheim

Warum sollte man den Impfstatus nicht abfragen dürfen? Weil es jetzt so viele betrifft? In manchen Jobs wird man mit fehlendem Masernschutz auch nicht eingestellt. Das hat die breite Masse bisher auch null interessiert.

Julia Sommer aus dem Kreis Rosenheim

Mir ist die Impfstatus-Abfrage eigentlich egal. Um halbwegs leben zu dürfen, muss ich meinen Impfstatus sowieso jedem Fremden offen legen - da kommt es auf den Arbeitgeber auch nicht mehr darauf an. Der Datenschutz interessiert doch eh keinen mehr.

Sabrina Krauß aus dem Chiemgau

Es ist noch nicht so lange her, dass bei einer Bewerbung kein Foto mehr verlangt werden darf. Warum? Damit der potenzielle Arbeitgeber nicht aufgrund von Äußerlichkeiten bereits den Bewerber ablehnt. Des Weiteren muss auch nicht die politische oder religiöse Gesinnung sowie die zukünftige Lebensplanung offengelegt werden. Nur damit der Arbeitgeber einen aufgrund dessen nicht ablehnen kann/darf. Das wird gemacht, um allen Menschen dieselbe Chance zu geben.

Wenn der Impfstatus jetzt erfragt werden darf, dann kann man aufgrund dessen benachteiligt / abgelehnt / gekündigt werden. Somit ist hier keine Gleichstellung mehr gegeben. Das ist somit ein absolutes No-Go für mich und vermutlich alle, die keinen Überwachungsstaat wie China heranzüchten möchte.

Ich verstehe es langsam wirklich nicht mehr. Bei allem wird für Gleichstellung und Gleichberechtigung plädiert. Man soll alles akzeptieren. Hautfarbe, Religion, Geschlecht (oder auch nicht), sexuelle Gesinnung - warum kann nicht akzeptiert werden, dass sich mache Menschen impfen lassen und andere eben nicht? Wo bleibt hier die Gleichstellung?

Eva-Maria Bock aus dem Chiemgau

Unsere Leserin Eva-Maria Bock äußert ebenfalls ihre Meinung zur Impfstatus-Abfrage durch den Arbeitgeber.

Die eine Frage ist, ob der Arbeitgeber fragen darf, die andere, ob ich überhaupt antworten muss und ob das negative Folgen haben darf. Frauen dürfen ja bei der Frage zur Familienplanung auch lügen.

Stefan Graf aus Bayern

Ich bin gegen eine Impfstatus-Abfrage des Arbeitgebers, weil hier die Coronaimpfung nicht verpflichtend verankert ist und solche Gesundheitsauskünfte das Persönlichkeitsrecht aushebeln.

Dominik aus Bayern

Wir sind alle bei Facebook, WhatsApp, Instagram, Twitter, Tiktok, TicTac und was weiß ich bei welchem Zeugs noch überall angemeldet. Wir posten in jeder freien Minute jede Mahlzeit, jede Bewegung und jeden Stein in die ganze Welt hinaus. Wir kaufen alle bei Amazon, Zalando und sonstigen Onlineriesen, welchen wir allen freiwillig unsere Daten geben.

Und jetzt wird diskutiert, ob der Arbeitgeber nach dem Impfstatus fragen darf. Aus Datenschutzgründen. Echt jetzt? Es darf natürlich dadurch kein beruflicher Nachteil entstehen, aber ob der Chef meinen Impfstatus kennt, ist im Vergleich zu allen Daten, welche wir tagtäglich freiwillig in die Welt hinausposaunen, das geringste unserer Probleme bezüglich Datenschutz.

Sebastian aus dem Chiemgau

Fragen dürfen die Arbeitgeber sicherlich, aber was ist die Konsequenz, wenn man nicht geimpft ist? Darf ich dann nicht mehr auf der Arbeit erscheinen - bei vollem Gehalt? Na dann bitte gerne doch. Ich lasse mich jedenfalls nicht impfen!

Manfred aus Bayern

Klar sollte man den Impfstatus abfragen dürfen. Man trägt als Vorgesetzter schließlich auch die Verantwortung für die anderen Mitarbeiter.

Manuel Häusler aus dem Kreis Rosenheim

Ich glaube, mein Schwein pfeift! Gehts noch? Mein Impfstatus geht keinen was an. Wenn man krankgeschrieben wurde, steht auf dem Krankenzettel für den Arbeitgeber auch nicht die Diagnose. Also irgendwann muss Schluss sein mit dem ganzen Scheiß. Was ist bloß aus unserem Land geworden?

Impfstatus-Abfrage durch Arbeitgeber? Schreibt uns Eure Leserbriefe:

Eure Meinung ist gefragt: Sollen Arbeitgeber den Impfstatus ihrer Angestellten abfragen dürfen? Ist es ein wichtiger Schritt um die Pandemie in den Griff zu bekommen oder verstößt das gegen die Persönlichkeitsrechte? Würdet Ihr Euch sicherer fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass Eure Kollegen alle geimpft sind?

Schreibt uns zum Thema per Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Impfstatus-Abfrage“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

Kommentare