Weitere Meinungen

Leserin über Schnelltests vorm Shoppen: „Es bräuchte eher einen Test, bevor man in die volle U-Bahn steigt“

Die Testpflicht im Einzelhandel erhitzt weiterhin die Gemüter unserer Leser. Seit Montag (12. April) kann man in Bayern unter Vorlage eines negativen Schnelltests mit Anmeldung wieder in Geschäften einkaufen. Ein Unding für die einen, durchaus machbar für die anderen.

Bayern - Mittlerweile macht die Bundes-Notbremse das Shoppen in bayerischen Städten und Landkreisen wieder schwieriger. Ab einer Inzidenz von 150 heißt es dann nämlich wieder zurück zu „Click & Collect“. Zwischen einer Inzidenz von 100 bis 150 gibt es das Angebot von „Click & Meet“. Hier müssen die Kunden aber einen negativen Corona-Test vorlegen.

Einzelhandel: Shoppen mit negativem Corona-Test möglich

Für die Kunden bedeutet das im Klartext: Liegt die Inzidenz mindestens drei Tage unter 150 kann man einen Termin mit dem Geschäft vereinbaren und mit negativem Schnelltest zum Shoppen gehen. Testmöglichkeiten gibt es unter anderem in Apotheken, beim BRK und natürlich gelten auch die bereits bekannten PCR-Tests. Alternativ können Einzelhändler ihren Kunden auch vor Ort solche Tests anbieten. Diese Selbsttests gelten dann aber nur für das jeweilige Geschäft, nicht für andere. Hier müsste dann erneut ein Selbsttest vor Ort gemacht werden.

Erleichterungen für bestimmte Geschäfte

Seit Mittwoch (28. April) dürfen in Bayern zudem diverse Ladengeschäfte wieder inzidenzunabhängig öffnen. Geschäfte der körperfernen Dienstleistungen und Handwerksbetriebe (zum Beispiel Schuster oder Fotografen) dürfen also oberhalb wie unterhalb einer 7-Tage-Inzidenz von 100 unter den für Ladengeschäfte geltenden allgemeinen Maßgaben öffnen.

Gartenmärkte, Blumenfachgeschäfte und Buchhandlungen dürfen in gleicher Weise inzidenzunabhängig öffnen und gelten nun wieder als Geschäfte des erweiterten täglichen Bedarfs. Reine Baumärkte sind hingegen von dieser Regelung ausgeschlossen. An den Einschränkungen für körpernahe Dienstleistungen ändert sich laut Staatskanzlei dagegen nichts: In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einem Wert über 100 ist ein Friseurbesuch weiter nur mit negativem Corona-Test möglich, Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen.

Leserin über Schnelltests vorm Einkaufen: „Keine Ahnung, warum immer über alles gemeckert wird“

Eure Leserbriefe zum Thema Schnelltests fürs Shopping

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Guenther Schneider aus Bayern

Das Einkaufen mit Test ist meiner Meinung ein großer Quatsch. Es rechnet sich nicht, denn die Betriebskosten sind viel zu hoch für das geringe Kundenaufkommen.

Shoppen nur mit Corona-Test: Wasserburger Einzelhandel befürchtet Tod der Innenstadt

Karola Bauer aus Bayern

Ich habe eine medizinische Fußpflegepraxis und zu mir kommen viele ältere Kunden. Viele tun sich schwer mit dem Laufen und sollen jetzt auch noch einen Corona-Test machen. Das ist für viele nicht machbar. Bei mir wird alles desinfiziert, die Kunden und ich tragen Maske und nur ein Kunde ist im Geschäft. Das soll einer verstehen.

Agnes Schaefer aus Lauterhofen

Wenn ich es vermeiden kann, lasse ich mich nicht testen. Mir ist das viel zu umständlich! Wieso muss ich mich jetzt testen, wenn ich zum Friseur oder in eine Boutique will? Aber nicht, wenn man in den Supermarkt oder die Drogerie geht? In Bayern gibt es anscheinend immer noch kein richtiges Konzept. Meiner Meinung nach ist das mittlerweile alles Schwachsinn. Wieso muss eigentlich die Industrie keine Opfer bringen? Nein, ich weigere mich, mich testen zu lassen, nur weil unfähige Politiker das von uns verlangen.

Sandra Nassimi aus Bayern

Unsere Leserin Sandra Nassimi äußert ihre Meinung zu den Schnelltests fürs Einkaufen.

Ich habe selber große Probleme, Shoppen zu gehen. Ich habe nur eine Prepaid-Karte im Handy ohne Internet. Ich kann es mir nicht jedes Mal leisten, die Karte aufzuladen und dann Termine fürs Testen und zum Shoppen auszumachen. Es wäre sehr gut, wenn die Politiker auch mal an die ärmeren Menschen denken würden.

Waltraud Schnell aus Bayern

Meines Erachtens ist es ein vollkommener Quatsch, sich vor dem Shoppen testen zu lassen. Zu Aldi etc. darf ich mit Maske und ohne Test. Für Bekleidungsgeschäfte und Baumärkte benötigte ich dann aber wieder einen negativen Corona-Test. In diesen Geschäften bin ich aber mehr geschützt, als beim Lebensmittel einkaufen. Diese Logik muss man nicht verstehen.

Leser über Schnelltests im Einzelhandel: „Wir werden von Unfähigen regiert“

Angelika Nettinger aus München

Reicht es nicht, dass wenn man shoppen will, man stundenlang mit der FFP2-Maske erst im öffentlichen Verkehrsmittel, dann in der Innenstadt und dann im Kaufhaus unterwegs ist? Das bedeutet in München, auch wenn ich nur ein Kaufhaus besuche, dass ich drei Stunden lang die FFP2-Maske im Gesicht habe.

Und dann muss man auch noch einen Test mitbringen? Nein, danke, ich werde nicht mehr shoppen gehen. Es reicht jetzt. Die Kaufhäuser waren schon vor der Testpflicht leer. Da konnte man sich gar nicht anstecken. Eigentlich bräuchte es eher einen Test, bevor man in die volle U-Bahn oder S-Bahn steigt. Denn da fragt keiner, wie voll es ist.

Schnelltests vor dem Einkaufen: „Manche fühlen sich nicht wohl, wenn sie nichts zu meckern haben“

Patricia aus Bayern

Ich unterstütze diesen Schwachsinn nicht! Warum soll ich mich testen lassen, wenn ich eine FFP2-Maske tragen muss? Das ist schon eine Zumutung und macht keinen Spaß. Mir wird regelmäßig schwindelig und ich bekomme Kopfschmerzen. Ich mache diesen Testwahnsinn nicht mit. In einem Supermarkt muss ich ja auch keinen Test machen. Diese Maßnahmen unserer Regierung sind an Schwachsinn nicht mehr zu übertreffen.

Selbsttests zum Shoppen? Schickt uns Eure Meinung

Was haltet Ihr von der neuen Situation im Einzelhandel? Unterstützt Ihr die Geschäfte und nutzt die Chance, mal wieder ein bisschen shoppen zu können und macht den Test? Oder erscheint Euch das Ganze viel zu kompliziert und lästig und Ihr wartet lieber bis Einkaufen ohne Test wieder möglich ist?

Auch die Einzelhändler sind gefragt: Wie ist die Situation für Euch vor Ort? Können Tests wirklich helfen, Eure Lage ein wenig zu verbessern oder ist die neue Regelung für Euch vor allem mit Aufwand und Kosten verbunden? OVB24 ist auf Eure Meinungen gespannt. Schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Testpflicht im Einzelhandel“ im Betreff).

Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe

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