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Rosenheimer zu K-Frage: „Söders Wahlerfolg wäre mit einem Super-GAU gleichzusetzen“

Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Auch unser Leser Markus Meirandres aus Rosenheim äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.
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Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Auch unser Leser Markus Meirandres aus Rosenheim äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.

Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Armin Laschet oder Markus Söder? Die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur soll in den nächsten Tagen fallen. Doch was sagt Ihr zu der anhaltenden Diskussion? Weitere Leser haben uns Ihre Meinung geschildert:

Landkreis - Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union dürfte wohl in den nächsten Tagen fallen. CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder haben erklärt, bis zum Ende der Woche gemeinsam eine Lösung präsentieren zu wollen. Während das Rennen laut Söder noch „völlig offen“ ist, stellt sich CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak klar hinter Laschet, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet. Wegen einer Landtagssitzung, bei der Laschet zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie Stellung nehmen wird, gehen Beobachter davon aus, dass am Donnerstag, 15. April, wohl keine Entscheidung zur K-Frage fallen wird.

Am Montag, 12. April, hatten sich die Vorstände von CDU und CSU jeweils für ihren eigenen Kandidaten stark gemacht. Söder bestand aber darauf, auch ein Meinungsbild der Bundestagsfraktion einzuholen. Dort gab es dann am Dienstag nach Teilnehmerangaben Dutzende Wortmeldungen - insgesamt mehr für Söder als für Laschet. Die OVB24-Redaktion hat Euch gefragt, ob Markus Söder die Kanzlerkandidatur von CDU/CSU übernehmen soll.

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Söder als Kanzlerkandidat? Eure Leserbriefe zum Thema:

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Franz Steiner aus Bayern

Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte! Warum nicht Merz? Das wäre meiner Meinung nach wohl das kleinere Übel von den Dreien.  

Markus Meirandres aus Rosenheim

Unser Leser Markus Meirandres aus Rosenheim äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.

Die aktuelle Corona-Politik hat mich in meiner Meinung bestärkt, dass Markus Söder nicht Kanzler werden sollte. Sein Wahlerfolg wäre mit einem Super-GAU für die Zukunft unseres Landes und unserer Kinder gleichzusetzen. Wer die Meinungen anderer Politiker, Wissenschaftler, Mediziner etc. ohne Kompromisse ignoriert und seiner Marschrichtung mit Scheuklappen folgt, auch wenn diese nachweislich falsch ist, ist meiner Meinung nach nicht als Bundeskanzler eines demokratischen Landes geeignet.

Ich bin normalerweise ein extrem positiv denkender Mensch, aber unter seiner Führung mache ich mir ernsthafte Sorgen, dass sich unser Leben stark verändert, wir unsere Freiheit, mühsam erspartes Vermögen und vieles mehr verlieren könnten.

Angela aus Grassau

Es gibt genügend Leute, die immer nur meckern. Aber nur ganz wenige, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Söder will das. Er kann das. Hat er doch bewiesen. Schreibt doch was ihr anders machen würdet. Dann hätte eure Kritik auch eine Grundlage.

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Wolfgang Strasser aus Übersee

Auch unser Leser Wolfgang Strasser aus Übersee äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.

Der liebe Herr Söder ist meiner Meinung nach ein Selbstdarsteller und nur auf seinen Erfolg aus. Das machte sich erst am Sonntag wieder bemerkbar: Herr Söder meinte live, wenn am Montag das CDU-Präsidium nicht hinter ihm stehe, verzichte er. Aber am Montag meinte derselbe Herr Söder im BR-Fernsehen wieder: „Das ist keine kluge Entscheidung, gegen ihn zu sein“.

Wie oft benutzte Markus Söder in der Pandemie das Wort „klug“? Er wurde von Tag zu Tag unglaubwürdiger und das merken auch viele Menschen hier in Bayern! Er soll auch mal die Kirche im Dorf lassen! Ich war immer ein Stammwähler von der CSU - ab Söder aber nicht mehr.

Herbert Grevelhörster aus Bayern

Unglaubwürdige Populisten - Söder hängt die Fahne nach dem Wind - sind als Kanzler ungeeignet. Wenn die Abgeordneten der CDU Söder als Kanzler wollen, geht es ihnen meiner Meinung nach nur um den puren Erhalt ihrer Pfründe. Sie sind damit unglaubwürdig und nicht wählbar. Beide Kandidaten sind ungeeignet. Die Union hat abgewirtschaftet, was sehr bedauerlich ist. Armes Deutschland - wohin sind wir gekommen? Das macht mir große Angst um unsere Zukunft.

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Marco Scherer aus Töging am Inn

Ich bin ganz klar der Meinung, dass es egal ist, ob Söder oder Laschet Kanzlerkandidat wird. Die Union wird dieses Mal nicht den Kanzler stellen. Allerdings muss man jetzt auch klar feststellen, dass Herr Söder jetzt sein wahres Gesicht zeigt. Er sagte doch, dass er bereit wäre für eine Kanzlerkandidatur, aber wenn die große Schwester anders entscheidet, muss man das akzeptieren.

Das CDU-Präsidium und der Vorstand haben sich klar für Laschet ausgesprochen, aber das kann ein Herr Söder natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Auch sagte er immer, sein Platz ist und bleibt in Bayern. Daran sieht man auch ganz klar, was man von den Aussagen Söders halten kann. Nämlich NICHTS! Auch die Aussage: „Wer Krise kann, kann auch Kanzler“ trifft auf Söder nicht zu. Wenn man sich die Inzidenzzahlen ansieht, stellt man fest, dass Herr Söder Krise eben nicht kann. Und das hat nichts mit den Grenzen zu Österreich und Tschechien zu tun. Auch andere Bundesländer haben Grenzen zu Tschechien, Niederlande, Polen oder Frankreich.

In Bayern hat Herr Söder die FFP2-Maskenpflicht eingeführt. Er sagte dazu: „Damit schütze ich nicht nur mich selbst, sondern auch mein Gegenüber“. Wenn das nicht auch gelogen gewesen wäre, hätten ja die Zahlen sinken müssen und man hätte mit Hygienekonzept und Abstand wieder Einzelhandel, Gastro etc. öffnen können. Man sieht auch an diesem Beispiel, dass Herr Söder außer einer Lockdown-Verlängerung nach der anderen keinen Plan hat. Außerdem wird die CDU bestimmt nicht so dumm sein und den eben erst gewählten Parteivorsitzenden opfern. Meiner Meinung nach ist Herr Söder auch nicht als Ministerpräsident geeignet. Vielleicht sollte er Bürgermeister oder Stadtrat in Nürnberg machen. Zu viel Macht tut ihm nicht gut, wie sich jetzt zeigt.

Josef Schlosser aus Bayern

Zu Herrn Söder: „Nur diese Maßnahme zählt“, „Wenn wir diese 2,3 Wochen“, “Es zählt jeder Tag“, „Agieren mit Vorsicht“, „Umsicht und Klugheit“ - eine Phrase nach der anderen. Seit Monaten sind nahezu alle seine Reden in der Ich-Form. „Ich entscheide“, „Ich habe beschlossen“, „Ich werde“ etc.. Wir in Bayern haben schlechtere Werte als viele andere Bundesländer (auch diejenigen mit Außengrenzen). Wir stehen nicht besser da, unsere Wirtschaft geht am Stock und von Herrn Söder kommt leider nichts anderes als die vorgenannten leeren Phrasen.

Wenn er wenigstens mit Umsicht agieren, mit Vorsicht die Geschäfte öffnen, mit viel Kontrolle die Wirtschaft am Leben halten und den Bürger*innen eine klare Perspektive bieten würde. Aber nein, nichts von all dem ist erkennbar. Es wird weiter einfallslos eingesperrt, weggesperrt und zugesperrt. Ich finde es unglaublich, wenn bei schönem Wetter zig Millionen in ihren unter Umständen balkonlosen Wohnung verharren müssen - und das ab 21 Uhr.

Zu Herrn Laschet: Er ist meiner Meinung nach deutlich besonnener, weniger Ich-Mensch, er geht besser auf die Leute ein, es gibt weniger Phrasen und mehr klare Worte (die aber auch nicht immer gelten). Unterm Strich ist es ein desaströses und schlafmütziges Erscheinungsbild der Regierung, von Bund und Ländern und einer Kanzlerin, die besser heute wie morgen zurücktreten sollte.

Es gibt eine Misere nach der anderen: Desinfektion, Masken, Impfstoffbeschaffung, Testen, Digitalisierung, Schulen, Bildung, Sozialkompetenz den Kindern gegenüber, digitaler Impfpass usw..

Sieglinde Ulitzka

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Söder, unsere Kinder leben seit 1999 in Oberbayern. Sie sind in Ostdeutschland geboren. Wegen der Arbeit leben sie dort und fühlen sich sehr wohl. Wir Eltern sind 2008 zu ihnen gezogen und haben einige Jahre dort gelebt. Als unser Enkel den Kindergarten besuchen konnte, sind mein Mann und ich (wir sind Rentner) wieder in unsere Heimat in den „Osten“ zurückgezogen. Hier ist unser Zuhause. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht integrieren konnten. Ich war selbst in der Frauen-Union im Landkreis Mühldorf.

Wir denken gern an die Zeit in Oberbayern zurück. Ich interessiere mich für die Politik, bin in keiner Partei, doch ich wähle die CDU und CSU. Zur Zeit bin ich mit der CDU-Politik aber nicht einverstanden. Die alte CDU muss erneuert werden. Das Land braucht eine neue Ausrichtung. Ich schreibe ihnen deshalb, weil ich nicht verstehen kann, wieso die CDU-Fraktion einfach ohne die Einbeziehung der Schwesterpartei einen Kanzlerkandidaten bestimmt. Das erinnert mich an die DDR!

Es war doch zu sehen, dass die Kanzlerin Herrn Laschet favorisiert. Es wurde schon immer darüber gelästert. Meiner Meinung nach kann es doch nicht sein, dass das Volk nicht mitreden darf. Die Umfragewerte zeigen es aber. Die Bundestagabgeordneten wollen nur ihr Mandat sichern. Das ist so augenfällig. Das vorab.

Wenn die CDU sich weiter so bewegt, verspielt sie eventuell ihren Führungsanspruch und muss in die Opposition. Dann werden die Grünen regieren! Sie, Herr Ministerpräsident, zeigen Sie den Wählern, dass Sie einen neuen politischen Weg gehen wollen. Und kämpfen Sie dafür. Unsere Stimme haben Sie! Ich wünsche Ihnen Kraft in dieser Zeit und Gottes Segen. Kämpfen Sie!

Schildert uns Eure Meinung:

Was haltet Ihr von der ganzen Diskussion? Soll Markus Söder die Kanzlerkandidatur von CDU/CSU übernehmen? Oder sollte er besser in Bayern bleiben? Oder wäre gar Armin Laschet, der bereits Rückendeckung vom CDU-Präsidium und Vorstand erhielt, der bessere Kandidat?

Begründet Eure Meinung und schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Kanzlerkandidatur bei CDU/CSU“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

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