Die Meinungen unserer Leser

Söder als Kanzlerkandidat? Zwischen „völlig ungeeignet“, „No-Go“ und absoluter Idealbesetzung

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und neuer CDU-Vorsitzender, und Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender.
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Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und neuer CDU-Vorsitzender oder Markus Söder (r), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender? Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU?

Wer wird Kanzlerkandidat von CDU und CSU? Armin Laschet oder Markus Söder? Die Entscheidung zur Kanzlerkandidatur soll in den nächsten Tagen fallen. Doch was sagt Ihr zu der anhaltenden Diskussion? Zahlreiche Leser haben uns Ihre Meinung geschildert:

Landkreis - Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union dürfte wohl in den nächsten Tagen fallen. CDU-Chef Armin Laschet und CSU-Chef Markus Söder wollen noch in dieser Woche eine Klärung herbeiführen. „Ich will, dass wir sehr schnell, sehr bald, möglichst in dieser Woche zu einer guten Entscheidung kommen“, sagte Armin Laschet am Dienstagabend, 13. April, nach einem Auftritt mit Markus Söder vor der Unionsfraktion im Bundestag, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet. Söder erklärte: „Armin und ich haben vereinbart, dass wir uns in dieser Woche auch abschließend besprechen werden, wie es weitergehen wird.“

Am Montag, 12. April, hatten sich die Vorstände von CDU und CSU jeweils für ihren eigenen Kandidaten stark gemacht. Söder bestand aber darauf, auch ein Meinungsbild der Bundestagsfraktion einzuholen. Dort gab es dann am Dienstag nach Teilnehmerangaben Dutzende Wortmeldungen - insgesamt mehr für Söder als für Laschet. Die OVB24-Redaktion hat Euch gefragt, ob Markus Söder die Kanzlerkandidatur von CDU/CSU übernehmen soll.

Söder als Kanzlerkandidat? Eure Leserbriefe zum Thema:

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht den Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Dieter Miedanner aus Bayern

Über den Söder geht nix drüber, denn der Laschet ist meiner Meinung nach ein Windfahndl, wie es im Buche steht.

Eberhard Hoberg aus Bernau am Chiemsee

Unser Leser Eberhard Hoberg aus Bernau am Chiemsee äußert seine Meinung zu der aktuellen K-Frage.

Vorab: Ich bin nirgends Parteimitglied und auch kein Kenner der Szene. Ich befürchte aber, dass Herr Dr. Söder vor allem kein Staatsmann ist. Wir müssen da über die Tellerränder der Innenpolitik hinausschauen. Jedem Experten mag es grausen, wenn ich folgende Impression anführe. Mir scheint, dass Herr Dr. Söder nur sehr schwer Kritik erträgt. Ich erinnere mich da an TV-Übertragungen aus Veitshöchheim - wehe, ihm wurde nicht gehuldigt. Die Mimik sagte mir viel. Aber auch Herr Laschet scheint mir keine „Erstbesetzung“. Wichtige politische Aussagen entstammen nicht „d´r Bütt“!

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Eva Endlmaier aus Bayern

Die CDU ist meiner Meinung nach nicht wählbar. Umfragen besagen nun: Nie nicht Laschet! Warum unterstützt man ihn dann von Seiten der CDU? Das ist „Vorbei am Volk“! Wie immer.

Anonym aus Bayern

Ob Markus Söder ein guter Nachfolger von Angela Merkel ist, kann man doch nicht sagen. Die Frage lautet doch: „Lässt die CDU es zu?“ Ich persönlich glaube es nicht. Und eins muss ich noch sagen: Ich hab mir im Fernsehen Sendungen angeschaut, da ist mir aufgefallen, dass Söder sehr hochnäsig und arrogant rüberkommt. Für mich ist das ein absolutes No-Go.

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M. Schmidt aus Bielefeld

Menschen in einer Krise brauchen etwas, an das sie sich halten können, wenn sie selbst überfordert sind. Wenn sich dann eine Persönlichkeit mit klarer Kante zeigt, die konsequent handelt, gibt das Sicherheit. Dabei scheint es gar nicht relevant, was da inhaltlich vertreten wird. Hauptsache man kann sich an jemandem orientieren, der selbstsicher auftritt. Das scheint Söders Erfolg zu sein. 

Schade, dass dabei übersehen wird, wie sehr die Krise dafür genutzt wird, das egoistische Streben nach Macht auszunutzen. Als Kanzler braucht es jedoch einen Vertreter der Gesellschaft, die Bereitschaft zum Diskurs, Weitsicht und Diplomatie besitzt. Und dies erfordert, über das eigene Ego hinauswachsen und mehr anzubieten, als einfach nur klare Konturen.

Ich halte Söder für völlig ungeeignet, dazu in der Lage zu sein. Beweist er doch in den letzten Tagen, mit welchen Spielchen er seinen Anspruch verteidigt: Er hält nicht mehr Wort, windet sich und relativiert seine vorherigen Aussagen. Letztlich wird ihm dies langfristig eher schaden als nützen. Bis zur Bundestagswahl sind es schließlich noch ein paar Monate.

Die CDU/CSU täte gut daran, eine Persönlichkeit aufzustellen „die Kanzler kann“ und nicht jemanden, der sich gegenwärtig in einem Höhenflug befindet. Jemanden mit Beständigkeit über das Jetzt hinaus. Das können wohl beide Kandidaten nicht. Die CDU/CSU befindet sich wohl selbst in einer Krise, sonst würde sie nicht so verzweifelte Zugeständnisse machen. Gut so. Eine echte Chance für diejenigen auf der politischen Bühne, die die Krise als Chance nutzen und es anders machen. 

Edith Zacher Rilk aus Bayern

Markus Söder ist für mich der zukünftige Kanzler. Einen besseren Kanzler kann ich mir nicht vorstellen.

Friedrich aus Bayern

Söder als Kanzlerkandidat? Das ist für mich ein schrecklicher Gedanke. Er ist ein „Fähnchen im Winde“ und dreht sich mit noch höherer Geschwindigkeit als Seehofer jemals zuvor. Er ist meiner Meinung nach machtbesessen, scheinheilig und dient nur seiner eigenen Karriere. Gott bewahre uns vor so einem Bundeskanzler. Da hätte Merkel gleich dran bleiben können. 

Schickt uns Eure Meinung:

Was haltet Ihr von der ganzen Diskussion? Soll Markus Söder die Kanzlerkandidatur von CDU/CSU übernehmen? Oder sollte er besser in Bayern bleiben? Oder wäre gar Armin Laschet, der bereits Rückendeckung vom CDU-Präsidium und Vorstand erhielt, der bessere Kandidat?

Begründet Eure Meinung und schickt uns Euren Leserbrief zum Thema per Mail an termine@ovb24.de (Kennwort: „Kanzlerkandidatur bei CDU/CSU“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Zeilen auch unbedingt Euren Namen und Euren Wohnort - auch ein Foto von Euch könnt Ihr gerne mitschicken. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt kompletten Namen und Wohnort anschließend in einem Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

jg

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