Fiese Masche per SMS

Paketankündigung per SMS? Vorsicht bei perfidem „Smishing“-Betrug - Das ist zu beachten

Smartphone
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Mit der Digitalisierung nimmt auch die Kreativität von Betrügern zu.

Kreativität ist nicht immer gut, wie die immer wieder überraschenden neuen Wege zeigen, auf denen Betrüger versuchen, arglose Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Einer der neueren Tricks der Betrüger ist das sogenannte „Smishing“.

Aus der Kombination der Worte SMS - der althergebrachten Kurznachricht - und Phishing - dem Betrug mittels einer gefälschten Website, SMS oder E-Mail, die zur Preisgabe von persönlichen Informationen erstellt wurde - ergibt sich die Wortneuschöpfung „Smishing“. Immer wieder kommt es auch in der Region zu derartigen Betrugsversuchen. Bereits Ende Januar teilte das Landeskriminalamt Bayern auf Twitter eine Mitteilung mit einer entsprechenden Warnung.

Die derzeit bekannteste Form, in der der „Smishing“-Versuch erfolgt, ist die Benachrichtigung über eine angebliche Paketversendung. In einem Blogbeitrag des Anbieters für diverse Internetdienste mit Schwerpunkt auf Sicherheit PSW Group fand sich bereits im August 2020 ein Beitrag über den neu aufgekommenen Trend „Smishing“.

In einer kurzen Liste lässt sich eine effektive Prävention gegen „Smishing“ in fünf Schritten festhalten:

  • SMS mit Warnungen, Deals, Versandbenachrichtigungen und dergleichen, die zur Bestätigung auffordern, geben Anlass zur Vorsicht.
  • Anbieter erbeten über den Weg der SMS in der Regel keine Bestätigung. Im Zweifel reicht ein Anruf oder eine E-Mail an den Support, um Klarheit zu verschaffen.
  • Enthält die SMS einen Link, empfiehlt es sich, diesen nicht sofort anzutippen. Eine kurze Abklärung wie im vorangegangenen Punkt kann großen Schaden verhindern.
  • Ist die Nummer des Absenders verdächtig kurz oder aus dem Ausland sollten alle Alarmglocken läuten. Doch auch wenn die Nummer bekannt erscheint, ist Vorsicht geboten: Die Nummer kann auch über sogenanntes „Spoofing“ gefälscht sein.
  • Präventiv schadet es nicht ein aktuelles Antiviren-Programm auf dem Smartphone zu haben, um eventueller Schad-Software einen Strich durch die Rechnung zu machen. Das ist aber kein Freifahrtschein.

Ist man nun Opfer von „Smishing“ geworden, oder hat noch rechtzeitig den Betrugsversuch erkannt, sollte man in jedem Fall Meldung erstatten. Das geht über die örtliche Polizei oder auch über ein Formular der Bundesnetzagentur.

mda

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