Verkehrsprognose für Pfingsten in der Region

Blechlawine kommt: "Das Potenzial für richtig lange Staus ist da!"

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Die Karte des ADAC zeigt, wo es an Pfingsten in der Region auf den Straßen eng werden könnte.
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Bayern - Ab Freitagmittag rollt sie wieder - die große Reisewelle Richtung Süden. Zu Beginn der Pfingstferien wollen viele Menschen, auch aus der Region, in den Urlaub nach Österreich, Kroatien oder Italien. Deswegen warnt der ADAC bereits vor langen Staus - vor allem in der Region:

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UPDATE, Freitag, 11.30 Uhr

Die größte Staugefahr besteht nach Angaben des ADAC auf den Fernstraßen in Richtung Süden. Besonders eng dürfte es auf der A8 zwischen München und Salzburg und auf der Inntalautobahn (A93) nach Kufstein werden, wie ein Sprecher des Automobilclubs sagte. "Das Potenzial ist da, dass es richtig lange Staus geben wird."

Bis zum Samstagmittag werde es auf den bayerischen Fernstraßen voll bleiben, so die Prognose des Sprechers. Danach beruhige sich die Lage wieder: "Sonntag ist dann der beste Reisetag." Weil Pfingsten diesmal früher im Jahr liege und deswegen das Wetter noch nicht so warm sei, könnten die Staus kürzer ausfallen als in den vergangenen Jahren.

In der kommenden Woche dürfte es dann wieder eng werden. Denn für 22., 23. und 24. Mai hat Österreich die nächsten Lkw-Blockabfertigungen bei Kufstein angekündigt.

Viel los auch am Flughafen München

Am Münchner Flughafen werden am Freitag mehr als 150.000 Passagiere erwartet. Das seien mindestens 30.000 mehr als an einem normalen Freitag, sagte ein Sprecher. Bis zum Ende der Ferien in gut zwei Wochen rechnet Bayerns größter Airport mit rund 2,3 Millionen Fluggästen.

Am Nürnberger Flughafen werden in den kommenden zwei Wochen mehr als 265 000 Passagiere am Flughafen erwartet - laut Airport-Betreiber 13 Prozent mehr als in den Pfingstferien ein Jahr zuvor. Mit 75 Abflügen werde dieser Freitag der verkehrsreichste Tag sein.

Keine besondere Reisewelle wird am Allgäu Airport in Memmingen erwartet. Die Zahl an Flügen und Passagieren werde nicht höher als an anderen Tagen sein, sagte eine Sprecherin. Für Freitag seien 14 Starts geplant.

Die Erstmeldung:

Autofahrer fast aller Bundesländer sind dann unterwegs, sei es für ein verlängertes Pfingstwochenende wie z.B. in Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen, wo nach dem Pfingstmontag, 21. Mai, noch ein Tag schulfrei ist, oder für einen Urlaub wie zum Beispiel in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die beiden südlichen Bundesländer starten in zweiwöchige, Nordrhein-Westfalen in einwöchige Ferien. Daher ist die Staugefahr im Süden Deutschlands auch besonders groß.

Auf diesen Straßen in der Region wird es eng:

  • A7: Hamburg – Hannover – Würzburg – Füssen/Reutte
  • A8: Karlsruhe – Stuttgart – München – Rosenheim – Salzburg
  • A93: Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2: München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96: München – Lindau
  • A99: Umfahrung München

Vor allem am Freitag und Samstag ist viel los

Mit den wohl längsten Staus is am Freitagnachmittag, 18. Mai, sowie am Samstag, 19. Mai (Vormittag und früher Nachmittag), zu rechnen. Weitgehend freie Fahrt haben Autofahrer am Pfingstsonntag, 20. Mai. Am Pfingstmontag, 21. Mai, und auch noch am Dienstag, 22. Mai, ist jeweils am Nachmittag wieder mit sehr lebhaftem Heimreiseverkehr und vielen Staus zu rechnen.

Bei der Rückreise müssen Urlauber dann auch wieder mit Grenzkontrollen, in unserer Region auf der A8 am Walserberg und auf der A93 bei Kiefersfelden/Kufstein, rechnen.

Viel Verkehr in Österreich und Italien

Auch im benachbarten Ausland sind Verkehrsbehinderungen auf dem Weg in die Ferien zu erwarten. Besonders in Österreich, der Schweiz und in Südtirol ist viel los. In Österreich haben alle Bundesländer ein verlängertes Wochenende.

  • Österreich: A1 (Westautobahn), A10 (Tauernautobahn), A12 (Inntalautobahn), A13 (Brennerautobahn), A11 (Karawankenautobahn), B179 (Fernpass-Route)
  • Schweiz: A2 (Luzern - Chiasso vor dem Gotthardtunnel), A1 (St. Gallen - Zürich - Bern)
  • Italien: A22 (Brennerautobahn), A23 (Villach - Udine), A4 (Verona - Venedig - Triest)
  • Slowenien: A2 (Karawankentunnel - Ljubljana), A1 (Ljubljana - Koper), die Strecke Spielfeld (Grenzübergang von der österreichischen Pyhrnautobahn) - Maribor - Ptuj nach Macelj an der kroatischen Grenze
  • Kroatien: A1 (Zagreb - Zadar - Split vor den Mautstellen), die Verbindungen Triest - Pula und Triest - Rijeka sowie die Küstenstraßen

Achtung, Motorradfahrer

Bei schönem Wetter sind immer mehr Motorradfahrer auf den Straßen unterwegs. Der ADAC mahnt deswegen daher zu erhöhter Wachsamkeit. Immerhin dürfen am Pfingstwochenende Lastwagen über 7,5 Tonnen nicht fahren. In den Nachbarländern gelten ähnliche Regelungen, teilweise müssen sogar schwere Gespanne still stehen. 

mw/kil/ADAC/ÖAMTC

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