„Können es uns personell nicht leisten“

Polizei-Gewerkschaft fordert Ende von Amtshilfe für Gesundheitsämter

Stellvertretender Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) Peter Pytlik.
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Der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) Peter Pytlik mahnt in einer Pressemitteilung, die Polizei solle nicht mehr für Amtshilfe der Gesundheitsämter herangezogen werden.

München/Bayern - Der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) Peter Pytlik mahnt, die Polizei solle in der Corona-Krise nicht mehr zur Amtshilfe für die Gesundheitsämter herangezogen werden.

Die Pressemitteilung der Gewerkschaft der Polizei im Wortlaut:

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) appelliert nochmals eindringlich an die politisch Verantwortlichen: „Lösen Sie unsere Polizeikräfte aus der Amtshilfe für die Gesundheitsämter heraus“. Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen können wir es uns als Polizei personell nicht leisten auch noch polizeifremde Aufgaben im Wege der Amtshilfe zu übernehmen. Innerhalb der bayerischen Polizei haben wir Stand gestern 184 infizierte Beschäftige und 345 in Quarantäne.

Die Zahlen werden nach oben gehen, weil das Virus auch vor Polizeibeschäftigten nicht Halt macht. Auf die Bayerische Polizei werden aufgrund der neuen Corona-Beschränkungen weitere Kontrollaufgaben hinzukommen. Die Akzeptanz für die Einschränkungen in Teilen der Bevölkerung schwindet, was Einfluss auf das polizeiliche Einsatzgeschehen haben wird. Wir als Polizei garantieren die jederzeitige Einsatzfähigkeit und müssen uns deshalb auf die rein polizeilichen Aufgaben konzentrieren können.

Wir haben bereits Anfang und Mitte der Woche darauf hingewiesen, dass die zweifelsohne notwendige Unterstützung der Gesundheitsämter, wie schon in der Flüchtlingskrise, durchaus durch pensionierte Polizeibeamte, Beamte und Rentner des öffentlichen Dienstes erfolgen kann.

Pressemitteilung Peter Pytlik/Gewerkschaft der Polizei Bayern

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