Gewerkschaft NGG erhöht den Druck

Warnstreik in zwei bayerischen Brauereien am Donnerstag

NGG ruft zu neuem Warnstreik auf.
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NGG ruft zu neuem Warnstreik auf.

Bayer - Zum Abschluss der ersten Warnstreikwelle hat die (NGG) am Mittwoch, dem Verhandlungstag, die Beschäftigten vom Herrnbräu in Ingolstadt und vom Herzoglichen Brauhaus Tegernsee von 6 bis 8 Uhr zum Warnstreik gerufen

Die erste Streikwelle ist vorbei, nun ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auch die Beschäftigten von Herrnbräu in Ingolstadt und vom Herzoglichen Brauhaus Tegernsee dazu auf, sich beim Streik am 14.4. um 6 Uhr morgens zu beteiligen.  

Rainer Reißfelder, Geschäftsführer der (NGG) in der Oberpfalz: "Die Kolleginnen und Kollegen beim Herrnbräu sind sauer über das "Magerangebot" der Arbeitgeber von 1,6% in der ersten Verhandlungsrunde. Da muss noch deutlich was drauf, sonst gehen wir auch in längere Streiks." Georg Schneider, Geschäftsführer der NGG in Rosenheim-Oberbayern ist sich sicher: "Auch beim Tegernseer steht die Belegschaft hinter der Forderung der NGG. Billig abspeisen lassen wir uns hier nicht." 

In der ersten Verhandlungsrunde hatten die Arbeitgeber nur ein Angebot von 1,6% Lohnerhöhung unterbreitet. "Das ist völlig indiskutabel. Das Brauerjahr 2015 war absolut klasse, mit Steigerungen von Bierabsatz und einem Rekordexport," sagt Freddy Adjan, Landesbezirksvorsitzender der NGG in Bayern und Verhandlungsführer in der Brauertarifrunde, "da wollen wir ein großes Stück von der Branchenentwicklung abbekommen: Denn die 10.000 Brauereibeschäftigten in Bayern sind mit ihrer Arbeit das Fundament dieser sehr guten wirtschaftlichen Situation."

Bestreikt wurden in dieser ersten Warnstreikwelle die Tucher Bräu in Fürth, die vier Münchner Großbrauereien Paulaner, Spaten-Franziskaner, Hofbräu und Augustiner und deren angeschlossene Logistikunternehmen, die Kulmbacher Brauerei und Würzburger Hofbräu. Adjan: "In allen Warnstreiks haben wir eine gute bis sehr gute Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen erlebt, die Stimmung ist kämpferisch. Sollte heute in der zweiten Verhandlung von den Arbeitgebern kein abschlussfähiges Angebot vorgelegt werden, geht die Auseinandersetzung in eine zweite Runde", erklärt Adjan den weiteren Fahrplan.

NGG Landesbezirk Bayern

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