Festnahmen und Hausdurchsuchungen in ganz Bayern

Erfolgreicher Schlag gegen Callcenterbetrug und falsche Polizeibeamte

München - Die Polizei konnte nach langen Ermittlungen mehrere Verdächtige wegen des organisierte Callcenterbetrugs festnehmen. Die Täter geben sich bei der Betrugsmasche oft als Polizeibeamte aus und betrügen die Opfer oft um große Geldbeträge.

Die Pressemitteilung im Wortlaut 

Im Rahmen von mehrmonatigen intensiven erfolgreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen gegen den organisierten Callcenterbetrug (sogenanntes Phänomen falsche Polizeibeamte) wurden am Donnerstag, 02.07.2020, gegen 6 Uhr, mehrere von der Staatsanwaltschaft München I beantragte Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüsse durch Einsatzkräfte der Polizeipräsidien München, Oberbayern Nord, Oberbayern Süd an insgesamt acht Objekten im südbayerischen Raum vollstreckt.

Diese konzertierte behördenübergreifende Aktion, die durch die AG-Phänomene des Polizeipräsidiums München koordiniert wurde, stellt einen großen Erfolg für die gesamte bayerische Polizei und die beteiligten Ermittlungsbehörden bei der Bekämpfung des bandenmäßigen internationalen Callcenterbetruges dar. 

Die Münchner Polizei bekämpft diese Form der organisierten Kriminalität mit Hochdruck und hat deshalb bereits vor Jahren die AG Phänomene eingerichtet, die zum Kriminalfachdezernat 3 (Organisierte Kriminalität) gehört. 

Bei der Staatsanwaltschaft München I führen spezialisierte Staatsanwälte aus der Abteilung für Organisierte Kriminalität diese schwierigen Verfahren. Bei den festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um sechs Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 41 und 55 Jahren mit deutschen, türkischen und ungarischen Staatsangehörigkeiten. 

Hierbei stehen die Personen in Verdacht die aus den Betrugsstraftaten erlangten Bargeldbeträge bzw. Wertsachen (Goldmünzensammlung) zum einen abgeholt zu haben, disponiert zu haben bzw. als Kurier die Geldbeträge in die Türkei transferiert zu haben. 

Gleichzeitig sind einzelne Beschuldigte als sogenannte Logistiker dafür verantwortlich, für die Täterorganisation die nötigen Strukturen, Unterbringungsmöglichkeiten organisiert zu haben.

Pressemitteilung Polizei München

Rubriklistenbild: © dpa (Montage/Symbolbild)

Kommentare