Verzögerung & Kostenexplosion

Bayern schließt Aufbau des Polizei-Digitalfunks ab

Kempten - Nach jahrelangen Verzögerungen und einer Kostenexplosion funkt die gesamte bayerische Polizei nun digital. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten ist als letztes Präsidium an das Netz angeschlossen worden.

„Selbst in topographisch anspruchsvollen Gegenden wie den Alpen haben wir im Freistaat ein äußerst leistungsfähiges Digitalfunknetz aufgebaut, das unseren Einsatzkräften eine flächendeckende Funkversorgung bietet“, sagte Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Montag in Kempten.

Der Fertigstellung des Projekts waren aber zahlreiche Probleme vorangegangen. Ursprünglich sollte der Polizei-Digitalfunk schon bundesweit zehn Jahre früher zur Verfügung stehen, die Einführung war zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 geplant. In Bayern erhöhten sich die Kosten um mehrere Hundert Millionen auf schließlich rund eine Milliarde Euro.

In Königsbrunn bei Augsburg wird derzeit das künftige Betriebszentrum für den Digitalfunk von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten aufgebaut. In dem Dienstgebäude auf dem Gelände einer Kaserne der Bereitschaftspolizei sollen künftig 90 Mitarbeiter rund um die Uhr den reibungslosen Funk ermöglichen, die neue Zentrale ist eine Außenstelle des Landeskriminalamtes in München.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser