Schneechaos in der Region

Höchste Warnstufe! DWD warnt vor "extremem Schneefall"

+
Das Dach eines Bauernhauses musste vom Schnee befreit werden. 
Alle Autoren
    schließen
  • Martina Hunger
    Martina Hunger
  • Markus Zwigl
    Markus Zwigl
  • Isabelle Skubatz
    Isabelle Skubatz

Landkreise - Das Schneechaos hat die Region nun schon über eine Woche fest im Griff. In fünf Landkreisen gilt deswegen weiterhin der Katastrophenfall. Und spätestens ab dem Abend soll es wieder viel Neuschnee geben.

SERVICE:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Katastrophenfall in fünf Landkreisen (BGL, TS, MB, TÖL und GAP) gilt weiterhin
  • 2.500 Einsatzkräfte räumen Dächer frei
  • Neue Warnungen vor "extremem Schneefall" ab Samstagabend

UPDATE, 20.40 Uhr - Bad Reichenhall hat Bürgertelefon eigerichtet

Aufgrund der aktuellen Wettersituation hat die Stadt Bad Reichenhall ein lokales Bürgertelefon im Rathaus eingerichtet. Dieses ist unter der Telefonnummer 08651 / 775-212 am Samstag, den 12. Januar 2019, bis 22 Uhr sowie am Sonntag, den 13. Januar 2019, ab 8 Uhr besetzt.

UPDATE, 19.50 Uhr - Warnstufe 4 in Südbayern

Der Deutsche Wetterdienst hat für die bereits vom Schneechaos betroffenen Regionen in Südbayern erneut eine Unwetterwarnung herausgegeben. Demnach ist mit "extremen Gesamtschneemengen" zu rechnen. Bis zu ein Meter Neuschnee könnte fallen.

Die höchste Unwetter-Warnstufe (Stufe 4) gilt laut Deutschem Wetterdienst aktuell für die Landkreise Lindau, Ostallgäu, Oberallgäu, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land. Erwartet werden demnach ab heute Abend 18 Uhr extrem starker Schneefall sowie Schneeverwehungen. Dies betrifft Regionen oberhalb von 1.000 Meter. Die Warnung ist derzeit gültig bis Dienstag 12 Uhr.

UPDATE, 19.34 Uhr - Falscher Screenshot im Umlauf 

Vorsicht FAKE!

Liebe Eltern, lasst Euch nicht täuschen! Derzeit kursiert unter den Schülern im Landkreis Rosenheim via WhatsApp dieser Screenshot. Wie auf dem Bild an der unterschiedlichen Schriftart beim Datum deutlich zu sehen, hat sich hier offenbar ein Schüler "kreativ ausgetobt". Derzeit ist noch nicht bekannt, ob und welche Schulen im Landkreis Rosenheim am MONTAG ausfallen. Aktuelle Infos finden Sie am Sonntag in unserem Ticker und auch jederzeit auf der Seite des Rosenheimer Landratsamtes www.landkreis-rosenheim.de.

Dieser Screenshot kursiert derzeit zwischen Schülern im Landkreis Rosenheim.

UPDATE, 18.42 Uhr - Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang wieder frei

Die ersten Einsatzkräfte haben ihre Arbeit in Aschau und Sachrang für heute beendet, so das Rosenheimer Landratsamt in einer aktuellen Statusmeldung. Die heute Nachmittag gesperrte Staatsstraße zwischen den beiden Ortschaften ist für den Verkehr wieder freigegeben worden. Das Bürgertelefon im Landratsamt Rosenheim ist ab 18 Uhr nicht mehr erreichbar.

Noch beschäftigt ist in Sachrang ein Team des Technischen Hilfswerks. Mit Hilfe von Plänen der Gemeinde Aschau sucht es die unter Schnee und Eis verborgenen Gullys auf den Straßen. Sie werden markiert, damit sie morgen mit Hilfe eines vom Landkreisbauhof zur Verfügung gestellten Spezialsalzes geöffnet und geräumt werden können. So sollen Überflutungen verhindert werden, die im Zusammenhang mit dem angekündigten vorübergehenden Tauwetters nicht auszuschließen sind.

Morgen Früh setzen die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk ihre Arbeit fort. Die Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang wird ab 7.30 Uhr ganztags gesperrt. Das Bürgertelefon ist ab 8 Uhr wieder unter der Telefonnummer 08031/392-5555 zu erreichen.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 18.25 Uhr - Lawinenrisiko in Berchtesgadener Alpen bleibt erheblich

Die Lawinengefahr in den Berchtesgadener Alpen ist laut Einschätzung von Experten zwar gesunken, bleibt aber dennoch erheblich. Inzwischen stufte der Lawinendienst Bayern die Gefahr in allen Gebieten der bayerischen Alpen auf Warnstufe 3 ein, das ist die dritthöchste von fünf Gefahrenstufen. Die Hauptgefahr geht demnach von großen oder sehr großen Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus, die sich wegen des Gewichts des Neuschnees auf den alten Schnee von selbst lösen könnten. Lawinen könnten bis in Tallagen hinabgehen. Der Warndienst empfiehlt ausdrücklich, besonders vorsichtig zu sein.

UPDATE, 17.57 Uhr - 1200 Einsatzkräfte befreien Dächer von Schnee im BGL

Am Nachmittag hat es in den Einsatzgebieten des Katastrophenfalls im Berchtesgadener Land wieder leicht zu regnen bzw. zu schneien begonnen. Da die Wetterprognosen für die kommende Nacht und für morgen zum Teil starke Niederschläge vorhersagen, bleibt die Gefahrenlage vor allem in Hinblick auf die Schneelasten von Dächern und der Möglichkeit von Lawinenabgängen weiter angespannt.

Die insgesamt über 1.200 Einsatzkräfte von den Freiwilligen Feuerwehren, dem THW und der Bundeswehr werden logistisch vom BRK, den Maltesern, der Polizei und Mitarbeitern der Gemeinden und Behörden unterstützt. Auch dadurch ist es den Einsatzkräften möglich, bis in die Abendstunden Dächer von ihrer erheblichen Schneelast so weit wie möglich zu befreien.

Zwei eingeschneite Züge stehen in dem notdürftig abgestützten Bahnhof von Berchtesgaden.

Die Gefahr von Lawinenabgängen ist weiterhin groß. Unter Berücksichtigung der Wetterprognosen für die nächsten Tage ist eine Entspannung der Lage hier NICHT zu erwarten. Die allgemeine Entwicklung der Schneelage und die daraus resultierende Lawinengefahrensituation werden von der Lawinenwarnkommission Berchtesgaden ständig geprüft und neu bewertet.

Bürgerinnen und Bürger aus den K-Fall-Gemeinden können sich an das Bürgertelefon (Telefon: +49 8651 773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land wenden. Wegen der hohen Anzahl an Anrufen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamts nun länger erreichbar, und zwar heute und Sonntag jeweils von 9 bis 18 Uhr.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

UPDATE, 17.30 Uhr - Geschäfte bleiben zu -  Veranstaltungen abgesagt

Die Schneemassen beeinflussen immer mehr das tägliche Leben. Neben zahlreichen Straßensperrungen müssen nun auch einige Geschäfte und Supermärkte geschlossen bleiben. In Traunreut zum Beispiel bleibt der Petra Park am Traunring bis auf Weiteres geschlossen. So kann das Kino und der Hagebaumarkt nicht geöffnet werden. 

In Surberg wurde der Faschingsauftakt abgesagt. Ebenso wird der Kinderfasching in Waging im Kurhaus und das Gardetreffen in Grabenstätt am Sonntag nicht stattfinden. 

UPDATE, 17.08 Uhr - lokale Überschwemmungen drohen

In Österreich haben Soldaten, Feuerwehr und Anwohner die längere Schneefallpause am Samstag zum Räumen genutzt. So schaufelten Hunderte von Soldaten viele Hausdächer von der schweren Schneelast frei. Hubschrauber flogen zahlreiche Einsätze, um mit dem Wind ihrer Rotoren den Schnee von den Bäumen zu blasen. Die Behörden warnten die Bürger davor, geräumten Schnee einfach in Bäche oder an die Ufer zu kippen. 

Es drohten lokale Überschwemmungen, wenn sich Bäche dadurch stauten. Laut Wetterbericht droht ab morgen erneut kräftiger Niederschlag mit regional mehr als einem Meter Schnee.

dpa

UPDATE, 16.43 Uhr - Dach von Bauernhaus droht einzustürzen

Am Samstagvormittag mussten einige Feuerwehren zu einem alten Bauernhaus in Inzell gerufen werden, um das Dach von der schweren Schneelast zu befreien. 

Das THW, die Freiwilligen Feuerwehren aus Neuburg an der Donau, Heinrichsheim und Ehekirchen sind in Inzell im Einsatz. 

Weiterhin müssen zahlreiche Dächer von öffentlichen Gebäuden wie Turnhallen und Schulen aber auch Firmen-, Hotel- und Privatdächer noch von dem Schnee befreit werden – vor allem Flachdächer sind einsturzgefährdet.

Bauernhaus in Inzell droht einzustürzen 

UPDATE, 16.08 Uhr - Brünnsteinhaus komplett eingeschneit

Das Gipfelhaus auf dem Rosenheimer Hausberg der Hochries ist zwar derzeit geschlossen, präsentiert sich aber im tiefsten Winterkleid. Vor allem der starke Wind hat das Haus beinahe unkenntlich gemacht. 

Das Dach des Brünnsteinhauses muss auch von den großen Schneelasten befreit werden. Einsatzkräfte der Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden und freiwillige Helfer unterstützen gerade die Wirtsleute.

UPDATE, 16.03 Uhr - Katastrophenfall im Landkreis Traunstein - Dachräumungen

Um auch weiterhin die Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur wieder in vollem Umfang herzustellen, bittet das Traunsteiner Landratsamt Privathausbesitzer bei Fragen zur Dachräumung in akuten Fällen wie etwa sichtbarer Schäden wie folgt vorzugehen:

Bürger aus den Kommunen Reit im Winkl, Ruhpolding, Inzell, Siegsdorf und Traunstein sollen sich sich direkt an die örtliche Feuerwehr wenden. Bürger aus den weiteren Gemeinden im Landkreis Traunstein wenden sich bitte an ihre Gemeindeverwaltung. Diese sind ab sofort erreichbar. 

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an das Bürgertelefon, welches unter 0861 58-411 erreichbar ist.

UPDATE, 15 56 Uhr - 5.000 Kräfte im Einsatz 

Der Freistaat schickt 500 Bereitschaftspolizisten zusätzlich in die tief verschneiten Katastrophenregionen. „Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag bei einem Besuch in Bad Tölz, berichtet merkur.de.

Insgesamt sind etwa 5.000 Kräfte im Einsatz.

UPDATE, 15.45 Uhr - Aschau im Chiemgau versinkt im Schnee

Auch in Aschau im Chiemgau ist die Lage unverändert. Die Schneemassen drücken auf Dächer, Straßen sind teilweise unbefahrbar und unzählige Einsatzkräfte sind rund um die Uhr im Einsatz. 

Der Landkreis Rosenheim hat die Zahl der Einsatzkräfte in Aschau und Sachrang inzwischen auf knapp 600 aufgestockt. Darunter sind rund 480 Frauen und Männer der Feuerwehren im Landkreis. Die übrigen Kräfte stellen Technisches Hilfswerk, Bergwacht, Polizei und Rettungsdienst. 

Die Sperrung der Staatsstraße zwischen Aschau und Sachrang wird am Abend, nach Abzug der Einsatzkräfte aus Sachrang, voraussichtlich zwischen 19 Uhr und 20 Uhr aufgehoben. 

Am Sonntag wird die Staatsstraße ab 7.30 Uhr erneut gesperrt. Wie berichtet, musste das Mittel der Straßensperrung gewählt werden, weil die Einsatzkräfte durch den Ausflugsverkehr massiv behindert wurden.

Schneechaos in Aschau und Sachrang

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 15.12 Uhr - Über 200 Dächer im BGL von Schneelast befreit

Die Örtlichen Einsatzleitungen in den Abschnitten „NORD“ (Markt Teisendorf und Gemeinde Schneizlreuth) und „SÜD“ (Markt Berchtesgaden, Gemeinde Bischofswiesen, Markt Marktschellenberg, Gemeinde Ramsau b. Berchtesgaden und Gemeinde Schönau a. Königssee) haben kurz vor heute Mittag eine erste Zwischenbilanz für den heutigen Einsatztag gezogen.

Von insgesamt 664 gemeldeten Dächern (öffentlich und privat), die von erheblicher Schnee-last bedeckt sind, konnten bisher 210, also knapp ein Drittel, freigeschaufelt werden. Zu dem Meldezeitpunkt waren die mehr als 1.200 Einsatzkräfte gerade dabei, die Schneelast von weiteren 88 Dächern abzutragen. Da für den Sonntag weiterhin große Niederschlagsmengen bei einer Schneefallgrenze von ca. 1.000 Metern prognostiziert werden, wird alles daran gesetzt, bis heute Abend möglichst viele von den aktuell verbleibenden mehr als 350 Dächern frei zu bekommen. Denn Regen, der auf schneebedeckte Dächer fällt, erhöht die Schneelast pro qm-Dachfläche erheblich.

Die Einsatzkräfte räumen die Dächer in Berchtesgaden und denken auch an ihre Eigensicherung.

Die Gefahr von Lawinenabgängen ist weiterhin groß, insbesondere auch im Hinblick auf die kommende Wetterprognose. Es wird daher auch weiterhin ein Hubschrauber eingesetzt, der Erkundungsflüge durchführt, um die allgemeine Entwicklung der Schneelage und die daraus resultierende Lawinengefahrensituation im Berchtesgadener Land ständig zu prüfen.

Bürgerinnen und Bürger aus den K-Fall-Gemeinden können sich an das Bürgertelefon (Telefon: +49 8651 773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land, aber nicht an die Hilfsorganisationen, wenden. Das Bürgertelefon am Landratsamt ist am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 16 Uhr erreichbar.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

UPDATE, 14.35 Uhr - Zerstörung nach Lawine am Hintersee

Freitagvormittag ist eine Staublawine in der Gerstfeldrinne am Hintersee in Ramsau abgegangen. Ein Video davon finden Sie in unserem Ticker von Freitag.

Die folgenden Bilder zeigen das Ausmaß der Zerstörung durch du Lawine am Hintersee:

UPDATE, 14.25 Uhr - Helfer laut Söder "sehr sehr besorgt"

Nach kurzer winterlicher Verschnaufpause drohen weitere kräftige Schneefälle die Wetterlage in Bayern nochmals zu verschärfen. Der Freistaat schickt daher 500 Bereitschaftspolizisten zusätzlich in die tief verschneiten Katastrophenregionen.

"Es gibt keinen Anlass zur Panik, aber schon zu ernster Besorgnis", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Samstag in Bad Tölz.

Dort wollte er sich einen Überblick über die Situation verschaffen und nahm dazu an einer Lagebesprechung der Einsatzkräfte teil. Insgesamt sind Söder zufolge bald 5000 Kräfte im Einsatz - und vor allem damit beschäftigt, einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien. Bei Bedarf sollen weitere Helfer in Bewegung gesetzt werden. Alle seien "volle Pulle im Einsatz", betonte Söder. "Die größte Herausforderung der nächste Tage wird die Dächerlast sein. Durch den Regen wird insgesamt die Last schwerer." Die Helfer seien "sehr sehr besorgt".

UPDATE, 14.10 Uhr - Kleine Entspannung der Lage am Sudelfeld

UPDATE, 13.40 Uhr - Besorgnis und Unruhe im Priental steigen

Im hinteren Priental macht sich offenbar zunehmend Unruhe bei den Bürgern breit. Vor allem im Aschauer Gemeindeteil Innerwald fühlen sich Menschen von den Behörden "vernachlässigt", wie der Bayerische Rundfunk (BR) nun berichtet. Dort - und auch in Sachrang - türmt sich der Schnee bis zu zwei Metern hoch auf den Dächern. Im Dorf gibt es laut dem Bericht auch sogenannten "Dorfhausmeister". Erich Hoferer hat wegen des Schnees am Freitag rund 60 Anrufe von besorgten Menschen erhalten.

Zudem fragen sich die Menschen dort, warum der Landkreis Rosenheim für das Priental nicht den Katastrophenfall ausgerufen hat. Für andere oberbayerische Landkreise haben dies in den vergangenen Tagen bereits getan. Das Landratsamt entgegnete, dass man bereits 300 Helfer in das Gebiet entsandt hätte.

Ein Wirt aus Sachrang hat ein Video auf Facebook gepostet:

UPDATE, 13.15 Uhr - Erneut Berichte von schimpfenden Hausbesitzern

Nach unserem Bericht (UPDATE, 8.50 Uhr) über Hausbesitzer, die Soldaten, die Schnee von Dächern schippen, wie "Leibeigene" und "Lakaien" behandeln würden, hat sich nun eine weitere Leserin bei BGLand24.de gemeldet und unterstrich damit die Sichtweise der Userin, deren Freund als Soldat derzeit 14-Stunden-Schichten schiebt.

"Mein Mann ist selbstständig im Hausmeisterservice. Was dieser und seine Angestellten in den letzten Tagen sich alles anhören mussten, ist unglaublich. Man fragt sich, ob die Leute blind sind bzw. von den Zuständen nichts mitbekommen", berichtet die Frau gegenüber BGLand24.de.

"Es werden Bilder und Videos von den Angestellten gemacht, während diese beim Räumen sind. Diese werden teilweise beschimpft, so dass sie sich gar nicht mehr trauen, dort hinzugehen", so die Leserin. Mithelfen würden die Hausbewohner nur in den seltensten Fällen. "Diese verstecken sich lieber hinter den Fenstern und beobachten das Geschehen." Und wenn die Mitarbeiter dann angesichts mangels anderer Möglichkeiten vor dem Nachbargrundstück parken würden, soll es vielerorts heißen: "Wenn ihr hier rum steht, könnt ihr auch den Vorplatz räumen!" Die Frau richtete abschließend einen Appell an alle Schnee-Helfer: "Ihr macht's ein super Job. Tut, was ihr könnt und was möglich ist und lasst euch nicht runterziehen!"

Unfassbarer Vorfall auch in Hohenpeißenberg:

Auch in Hohenpeißenberg (Landkreis Weilheim-Schongau) hat sich ein aufsehenserregender Vorfall ereignet. Wie merkur.de berichtet, warf sich dort ein Mann vor einen Schneepflug und krallte sich an diesem fest! Er forderte, dass der Fahrer seine private Einfahrt freiräumen solle. Der Bürgermeister musste eingreifen.

UPDATE, 13.05 Uhr - Noch keine Entscheidung über Unterricht im Lkr. Rosenheim

In den Katastrophengebieten der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land fällt die Schule teilweise bis einschließlich Mitttwoch, 16. Januar, aus. 

Noch nicht entschieden ist dagegen, wie es mit dem Schulbetrieb in Stadt und Landkreis Rosenheim ab Montag weitergehen soll. Das Schulamt Rosenheim teilte auf seiner Homepage mit, dass im Laufe des Sonntags entschieden werde, ob und an welchen Schulen der Unterricht am Montag, 14. Januar, stattfindet.

UPDATE, 12.55 Uhr - Schön Klinik-Dach von Schneelast befreit

Bereits seit Anfang der Woche messen die Technik-Experten in der Schön Klinik Berchtesgadener Land dreimal täglich die Schneelastmengen. Seit Donnerstag gibt es auch Räumaktionen: Sämtliche Flachdächer hat die hauseigene Mannschaft bereits abgedeckt, am Freitagmorgen kam eine große Schar Freiwilliger vom Technischen Hilfswerk dazu und befreite auch die schrägen Dächer von der Schneelast. Ansonsten läuft der Betrieb in der Berchtesgadener Klinik weitestgehend normal.

UPDATE, 12.30 Uhr - Aktuelle Situation in Traunreut - Kindergärten öffnen am Montag

Aufgrund der Untersuchungen der Schneelasten sowie der Dachräumungen durch die Freiwilligen Feuerwehren werden die städtischen Kindertagesstätten am Montag wieder ganz normal öffnen. Hierzu gehören:

Kindergärten und Kinderkrippen: 

  • Städtische Kindergrippe „Bunter Schmetterling“, Johann-Hinrich-Wichern-Straße 
  • Städtische Kindergrippe „Zwergenland“, Brandenburger Straße 
  • Städtischer Kindergarten, Johann-Hinrich-Wichern-Straße 
  • Städtischer Kindergarten Sankt Georgen, Weisbrunner Straße

Für Rückfragen bzgl. der Betreuungszeiten der kirchlichen und privaten Kindertagesstätten bitten wir Sie direkt mit Ihrem Träger in Kontakt zu treten. Die relevanten Kontaktdaten finden Sie in der Stadtbroschüre auf unserer Homepage zum Download.

Diese sind:

  • Katholischer Kinderhort & Kindergarten, Adalbert-Stifter-Straße 
  • Katholischer Kindergarten, Dresdner Straße  Katholischer Kindergarten Traunwalchen , Kirchbergstraße 
  • Evangelischer Kindergarten, Carl-Köttgen-Straße  Kindergartenverein Traunreut e.V., Franz-Schubert-Straße 
  • Haus für Kinder der Jugendsiedlung, Adalbert-Stifter-Straße

Die Veranstaltungen im Kultur- und Veranstaltungszentrum k1 können wie im Programm festgelegt alle stattfinden. Ebenfalls geöffnet bleibt der Wertstoffhof des Landkreises in der Kolpingstraße.

In Abstimmung mit den zuständigen Behörden bleiben folgende Einrichtungen für die Dauer des Katastrophenfalls weiterhin bis einschließlich Mittwoch, den 16. Januar, gesperrt:

  • Doppelturnhalle und Gymnastikraum Hallenbad an der Stifter Straße, 
  • Turnhalle der Werner-von-Siemens-Mittelschule an der Pestalozzistraße, 
  • Turnhalle der Grundschule Nord an der Bodelschwinghstraße, 
  • Turnhalle und Gymnastikraum der Grundschule Sonnenschule Sankt Georgen an der Schulstraße, 
  • Turnhalle der Carl-Orff-Grundschule Traunwalchen an der Schulstraße, 
  • Hallenbad an der Adalbert-Stifter-Straße, 
  • Dreifachturnhalle des Landkreises Traunstein am Traunring 
  • Turnhalle und Tennishalle des TuS Traunreut am Traunring bzw. an der Jahnstraße.

Schulen:

  • Carl-Orff-Grundschule Traunwalchen 
  • Grundschule Nord Traunreut 
  • Grundschule Sonnenschule Sankt-Georgen-Traunreut 
  • Werner-von-Siemens Mittelschule Traunreut
  • Walter-Mohr Realschule Traunreut 
  • Johannes-Heidenhain-Gymnasium, Traunreut 
  • Schule Schloss Stein, Stein an der Traun  Wilhelm-Löhe-Förderzentrum des Diakonischen Werkes Traunstein, Traunreut 
  • Berufsschule der Jugendsiedlung Traunreut e.V. 
  • Sing- und Musikschule Traunwalchen an der Schulstraße

Die Kunstausstellung DASMAXIMUM hat am 12. und 13. Januar ebenfalls geschlossen.

Aufgrund der Vollsperrung der Gebäude bis einschließlich vorerst Mittwoch, den 16. Januar, ist ein Betreten dieser somit für diesen Zeitraum ebenfalls generell untersagt.

Der Winterdienst durch den städtischen Bauhof ist für das Stadtgebiet gewährleistet. Oberste Priorität hat hierbei das Straßennetz. Derzeit gibt es keine Straßensperrungen im Stadtgebiet. Die Stadt Traunreut bittet alle Bürger, nicht zwingend notwendige Autofahrten zu vermeiden.

Für weitere Hinweise zu Schulausfällen sowie zur aktuellen Lage im Landkreis steht Ihnen auch die Homepage des Landkreises Traunstein – aktuelle Meldungen zur Verfügung.

Detaillierte Hinweise zum Thema „Schneelast auf Dächern“ finden Sie auf der Homepage des Landkreises Traunstein unter folgendem Link.

Informationen zum weiteren Vorgehen bzw. der Dauer der Sperrungen sind der Homepage der Stadt Traunreut zu entnehmen.

Pressemeldung Stadt Traunreut

UPDATE, 11.45 Uhr - Weitere Helfer ins hintere Priental beordert

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Aschau und Sachrang hat das Technische Hilfswerk weitere 50 Helfer in die Chiemgau-Gemeinde gesandt. Die Zahl der dort eingesetzten Kräfte von Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk erhöht sich damit auf rund 300. Zudem alarmierte die Feuerwehr weitere rund 100 Frauen und Männer. Auch sie werden in Aschau und Sachrang zum Einsatz kommen. 

Die Feuerwehrkräfte rekrutieren sich aus Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis. Sie helfen Gebäudedächer zu räumen, wobei nur bei bewohnten Gebäuden unterstützt wird. Autofahrer werden dringend gebeten, die Staatsstraße von Aschau nach Sachrang zu meiden. Der Ausflugsverkehr behindert die Einsatzkräfte massiv. Zudem ist der örtliche Grenzübergang nach Tirol gesperrt, wie das Landratsamt Rosenheim soeben mitteilte.

UPDATE, 11.35 Uhr - So lief der Einsatz beim Schneepflug-Drama

Am Freitag war es zu einem fürchterlichen Unfall auf der B307 zwischen Fall und Vorderriss gekommen. Ein Schneepflug kam von der Straße ab und stürzte in einen Nebenarm der eiskalten Isar. Jetzt wurden neue Details zu dem Drama bekannt:

So war der Fahrer nach dem Unfall in seinem Führerhaus eingeklemmt. Nur sein Kopf ragte noch ein Stück aus dem eiskalten Fluss, wie unser Partnerportal merkur.de nun berichtet. Die Wasserwacht betreute den Schwerverletzten stundenlang im Wasser, beatmete ihn mit vielen Flaschen Sauerstoff und versuchte verzweifelt, sein Leben zu erhalten.

Schneepflugfahrer verstirbt nach Unfall bei Lenggries in Klinik

Ein tragischer Unfall hat sich bei Lenggries ereignet.

Schließlich konnte ein Kran den havarierten Schneepflug so weit anheben, dass man den 48-Jährigen durch die Windschutzscheibe befreien konnte. Mit dem Hubschrauber wurde der Familienvater sofort in eine Innsbrucker Spezialklinik geflogen, wo er jedoch wenig später starb. Der leitende Notarzt des Einsatzes, Dr. Udo Bonjean, sagte der Zeitung: "Die Rettungskräfte haben alles getan, was in ihrer Macht gestanden war. Er war noch am Leben, hatte aber nur minimalste Vitalfunktionen." Die Angehörigen des Mannes wurden anschließend vom Kriseninterventionsteam betreut.

UPDATE, 10.55 Uhr - Über 100 Helfer aus Lkr. Mühldorf ausgerückt

Auch zahlreiche Helfer aus dem Landkreis Mühldorf machten sich am Samstagmorgen auf ins Katastrophengebiet.

Auch aus dem Landkreis Mühldorf fuhr am Morgen eine Abordnung von 150 Mann und 17 Fahrzeugen nach Marktschellenberg im Landkreis Berchtesgadener Land. Um 6 Uhr trafen sich die Floriansjünger am Volksfestplatz in Mühldorf. Von dort starteten die Helfer im Konvoi Richtung Berge. Dort werden Sie Dächer vom Schnee befreien.
Zum Einsatz kommen Männer von den Feuerwehren aus Neumarkt St. Veit, Buchbach, Ramsau, Heldenstein, Ranoldsberg, Elsenbach, Aspertsham, Schleefeld, Gummatenkirchen, Oberornau, Kaiburg, Haag/Oberbayern, Mühldorf am Inn, Waldkraiburg, Jettenbach, Aschau am Inn, Mettenheim sowie von der Kreisbrandinspektion und vom Landratsamt Mühldorf. Auch 15 Männer und Frauen von den Malterern aus Mühldorf sind dabei, die sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte kümmern werden.

Helfer aus Landkreis Mühldorf im Katastropheneinsatz

UPDATE, 10.25 Uhr - Lagebericht aus dem Landkreis Rosenheim

Der Landkreis Rosenheim hat am Vormittag ebenfalls eine Pressemitteilung zur aktuellen Situation herausgegeben:

Rund 250 Kräfte von Feuerwehr, Bergwacht, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk haben am Samstagmorgen ihre Arbeit in der vom Schnee besonders betroffenen Gemeinde Aschau wieder aufgenommen. Zudem ist im Rosenheimer Landratsamt eine Örtliche Einsatzleitung und eine Koordinierungsgruppe besetzt. 

Im Hauptort in der Chiemgau-Gemeinde haben die Einsatzkräfte 24 Objekte zu räumen.In den noch schneereicheren Ortsteilen Sachrang und Innerwald sind es 103 Objekte. 50 davon sind bereits geräumt. Autofahrer sind aufgefordert, bei der Durchfahrt von Waldstücken Vorsicht walten zu lassen. (...) 

Das Bürgertelefon im Landratsamt Rosenheim ist eingerichtet und unter der Nummer 08031/392-5555 zu erreichen.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

UPDATE, 10.20 Uhr - Lagebericht aus dem Landkreis Traunstein

Auch das Landratsamt Traunstein hat soeben eine Pressemitteilung zur Lage im Landkreis herausgegeben:

Auf Anraten der Lawinenwarnkommission löst die Bundeswehr am Samstag im Zeitraum von 10.30 Uhr bis etwa 13 Uhr im Bereich Ruhpolding - Reit im Winkl kontrollierte Lawinenabgänge aus. Betroffen sind folgende Gebiete:

  • Masererpass zwischen Unterwössen und Reit im Winkl
  • zwischen Seehaus und Lödensee (Ruhpolding)
  • Forstweg von Seegatterl/Campingplatz zur Winklmoosalm (Reit im Winkl, die Strecke ist als Skiaufstieg/Langlaufloipe bekannt)
  • zwischen Steinbergalm und Blickneralm (Ruhpolding)

Alle Straßen in den betroffenen Bereichen sind von 10.30 bis mindestens 13 Uhr gesperrt. Die B305 ist unabhängig von dieser Maßnahme ohnehin gesperrt. Das Landratsamt fordert alle Bürger eindringlich auf, sich von den betroffenen Bereichen fern zu halten.

Etwa 1.000 Helfer im Landkreis Traunstein im Einsatz

Aktuell sind etwa 1.000 Helferinnen und Helfer im Landkreis Traunstein im Einsatz, darunter über 500 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Freising, Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen sowie 40 Mitglieder der DLRG Oberfranken.

Der operative Schwerpunkt der Einsatzkräfte liegt weiter darin, die Verkehrs- und Sicherheitsinfrastruktur wieder in vollem Umfang herzustellen. Hierzu zählen etwa freie Hauptverkehrsstraßen, Rettungswege und Hydranten. Ein weiterer Fokus liegt darauf, gefährdete Dächer von Schneelasten zu befreien. Klare Priorität haben hierbei Gebäude und Einrichtungen der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie der Daseinsvorsorge. Hierzu gehören insbesondere Krankenhäuser, Altenheime, Feuerwehrhäuser, Rettungswachen und Rathäuser im Landkreis Traunstein.

Es wurde zudem ein Bürgertelefon eingerichtet, welches weiterhin unter der Nummer 0861 58-411 erreichbar ist.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

UPDATE, 10.15 Uhr - Lagebericht aus dem Berchtesgadener Land

Das Landratsamt Berchtesgadener Land hat soeben eine neuerliche Pressemitteilung zur Lage im Landkreis herausgegeben:

"In der vergangenen Nacht gab es im Berchtesgadener Land nur einen geringen Zuwachs an Neuschnee. Da bis zum Abend auch nur relativ geringe Mengen an Niederschlag vorhergesagt werden, arbeiten die Einsatzkräfte in den Einsatzabschnitten NORD (Markt Teisendorf und Gemeinde Schneizlreuth) und SÜD (Markt Berchtesgaden, Gemeinde Bischofswiesen, Markt Marktschellenberg, Gemeinde Ramsau b. Berchtesgaden und Gemeinde Schönau a. Königssee) mit vollem Einsatz in erster Linie an der Schneeräumung der Dächer.

Am Samstag werden mehr als 1.200 Einsatzkräfte von den Freiwilligen Feuerwehren (700 Personen), dem THW (250 Personen) und der Bundeswehr (250 Personen) vor Ort sein. Sie befreien möglichst viele Dächer, darunter eine große Anzahl großflächiger Dächer von infrastrukturell wichtigen Einrichtungen, aber auch sehr viele Privathausdächer, von den Schneelasten. Da für Sonntag große Niederschlagsmengen bei einer Schneefallgrenze von etwa 1.000 Metern prognostiziert werden, ist der Zeitdruck groß. (...)

Viele Einsatzkräfte kommen mittlerweile aus ganz Bayern bzw. über die Landesgrenze hinaus. Die überregionale Hilfsbereitschaft ist enorm, erfordert aber von den Einsatzleitungen einen sehr hohen Koordinierungsaufwand. Für die derzeit im Einsatz befindlichen Kräfte ist dies noch möglich. Darüber hinaus können für Samstag und Sonntag keine weiteren Hilfskräfte mehr eingesetzt werden, ohne deren eigene Sicherheit zu gefährden (Absicherung der Schneeräumer auf den Dächern).

Das Bürgertelefon (Telefon: 08651/773-153) am Landratsamt Berchtesgadener Land ist am Wochenende zu folgenden Zeiten erreichbar: Samstag und Sonntag, jeweils von 9 Uhr bis 16 Uhr.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

UPDATE, 10.05 Uhr - Fernpass in Tirol bis Dienstag gesperrt

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Freitag hat sich auch in Tirol die Lage in der Nacht auf Samstag wieder zugespitzt. Es fielen große Mengen Neuschnee, wie die Tiroler Tageszeitung am Morgen berichtet. Diesmal war auch das Inntal stark betroffen. Aufgrund der starken Schneefälle und wegen Lawinengefahr sind weiterhin einige Straßen und Bahnstrecken in Tirol gesperrt. So wird die Fernpassstraße (B179) im Bereich Bichlbach und Lermoos von Freitagnacht bis mindestens Dienstagabend gesperrt.

Die Stadt Innsbruck hat am späten Donnerstagabend für rund 80 Gebäude, die sich in der roten oder gelben Lawinengefahrenzone befinden, Sicherheitsanweisungen ausgegeben. Die Bewohner sollen die Türen und Fenster geschlossen halten und unnötige Aufenthalte im Freien in den betroffenen Zonen vermeiden.

UPDATE, 10 Uhr - Skifahrer bei Salzburg aus Graben gerettet

Das hätte auch ganz leicht böse ausgehen können: Am späten Freitagnachmittag ging in Saalbach-Hinterglemm (Salzburger Land) ein Notruf eines Skifahrers ein. Der Niederländer war beim Skifahren von der Piste abgekommen, in einem Graben gelandet und kam danach weder vor noch zurück. 

Die Retter ermittelten den Standort des 36-Jährigen mittels einer Handypeilung.  Die Bergrettung von Saalbach und ein Alpinpolizist konnten gegen 19 Uhr den Mann etwa 100 Meter neben der Talabfahrt der Kohlmaisbahn aus seiner misslichen Lage befreien und unverletzt ins Tal bringen. Dies teilte die Landespolizeidirektion Salzburg mit.

UPDATE, 9.50 Uhr - Lastwagen rutscht bei Burghausen von B20

Am Freitagabend krachte es auf der B20 im Bereich Burghausen: Bei Scheuerhof kam ein rumänischer Sattelzug gegen 21.15 Uhr bei schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen. Der Laster blieb neben der Straße im Schnee stecken und musste durch einen Abschleppdienst befreit werden. Verletzt wurde niemand, zudem entstand auch kein Sachschaden laut Polizei Burghausen.

Zudem gab es in Mühldorf einen Unfall, als ein 22-jähriger Mühldorfer mit seinem 5er BMW in den Gegenverkehr rutschte und auf der Töginger Straße mit einem entgegenkommenden BMW kollidierte. Verletzt wurde niemand, es entstand allerdings ein Schaden von 17.000 Euro. Bei der Unfallaufnahme durch die Polizei Mühldorf wurde festgestellt, dass am Auto des Unfallverursachers die Reifen stark abgefahren waren.

UPDATE, 9.30 Uhr - Warnungen vor "extrem starkem Schneefall"

Am Samstagvormittag hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) wie angekündigt seine Vorwarnungen konkretisiert und nun fixe Warnungen ausgesprochen.

Lagen unter 1.000 Meter:

Für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land wird ab Samstag, 18 Uhr, vor starken Schneefällen mit Schneeverwehungen (Stufe 3 von 4) gewarnt. Zudem sollen die Straßen sehr glatt werden. Am Sonntag kann die Schneefallgrenze dann zwischenzeitlich sogar auf über 1.000 Meter ansteigen. In niedrigeren Lagen kann es sogar kurzzeitig Tauwetter geben. Die Warnung gilt bis Dienstag, 12 Uhr.

Lagen über 1.000 Meter:

Für die Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land wird vor extrem starkem Schneefall mit Schneeverwehungen (Stufe 4 von 4) gewarnt. Die Warnung gilt ebenfalls ab Samstag, 18 Uhr, und soll bis vorerst Dienstag, 12 Uhr, anhalten.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Straßen und Schienenwege sind zum Teil unpassierbar. Unter anderem können Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Vermeiden Sie alle Autofahrten! Detaillierte Warninformationen erhalten Sie unter: www.wettergefahren.de.

UPDATE, 9.10 Uhr - Feuerwehr sperrt Supermarkt in Traunreut

Einsatz für die Traunreuter Feuerwehr: Der Marktleiter eines Supermarktes i n der Werner-von-Siemens-Straße in Traunreut informierte vor Öffnung des Marktes die Floriansjünger, um die Dachlasten aufgrund der Schneemassen zu überprüfen. In der Nacht waren nochmal fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee hinzugekommen. 

Feuerwehr sperrt Supermarkt in Traunreut

Die Feuerwehr überprüfte daraufhin die Schneehöhe auf dem Dach und gab den Markt aus Sicherheitsgründen nicht mehr frei. Um das Abräumen des Daches muss sich der Betreiber jetzt selber kümmern. Dies ist nicht Aufgabe der Feuerwehr.

UPDATE, 8.50 Uhr - "Das geht aber auch ein bissl schneller..."

Selbst wenn von dieser Geschichte nur die Hälfte stimmen sollte, ist das eine bodenlose Frechheit. Am späten Freitagabend hat sich eine Leserin an BGLand24.de gewandt und eine unglaubliche Geschichte geschildert. Ihr Freund sei Soldat bei den Gebirgsjägern in Bischofswiesen und wäre im Moment im Berchtesgadener Land unentwegt im Schnee-Einsatz.

Soldaten helfen im Berchtesgadener Land seit Tagen beim Kampf gegen die Schneemassen.

"Was er mir heute erzählt hat, nachdem er von seinem 14-Stunden-Tag heim kam, hat mir mehr als sauer aufgestoßen. Offensichtlich scheinen sich so manch Hauseigentümer dazu berufen zu sehen, die Menschen, die ihnen den ganzen Tag helfen, die Dächer frei zu machen, zu ihren Leibeigenen zu ernennen und sie wie Lakaien zu behandeln", schilderte die Userin. Zudem würde mancher Hausbesitzer nur delegieren und sich selbst die Hände nicht schmutzig machen wollen.
"Offensichtlich hat so manch Hauseigentümer vergessen, was der tatsächliche Auftrag des Katastrophenschutzes ist, der nicht darin besteht, diesen als Hausmeisterservice zu nutzen", so die Leserin weiter. Es sollen sogar Sätze wie "Das geht aber auch ein bissl schneller" gegenüber den Soldaten gefallen sein.

Allerdings gäbe es natürlich auch ganz andere positive Fälle, erzählt die Leserin: "Da wird den Helfern gedankt, mit beispielsweise gebackenem Kuchen, einem wärmenden Tee oder gar anderen kulinarischen Köstlichkeiten. Ihre Arbeit wird noch entsprechend wertgeschätzt, so wie es sein sollte." 

UPDATE, 8.40 Uhr - Auch THW Rosenheim im Dauereinsatz

Auch das Technische Hilfswerk (THW) Rosenheim ist weiterhin im Dauereinsatz. Ganze fünf Stunden Pause gab es am Freitagmorgen für die Helfer, die erst um 5.30 Uhr vom Einsatz auf der A8 nach Hause gekommen waren. Der Ortsverband Rosenheim hatte dann zwei Einsatzgebiete: Die Fachgruppe Räumen wurde nach Dietramszell beordert. Mit Radlader und Kipper galt es Schneemassen, die sich an den Straßen angesammelt haben, abzutransporieren. 

THW Rosenheim im Landkreis Miesbach im Einsatz

Drei weitere Fachgruppen kamen wieder in Miesbach zum Einsatz. Erster Auftrag war, für die Bundeswehr das Dach des Klinikums Agatharied auszuleuchten. Die Soldaten hatten den Auftrag, dieses über die ganze Nacht freizuschaufeln. Mehr als ein Meter Schnee hatte sich hier angesammelt. Danach musste selbst geschaufelt werden, eine Turnhalle musste vom Schnee befreit werden.

UPDATE, 8.05 Uhr - Großeinsatz läuft wieder an

Der Großeinsatz in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land läuft in diesen Minuten wieder an. Auch am Samstag müssen noch zahlreiche Dächer von den immensen Schneelasten befreit werden. Das ist eine der wichtigsten Aufgaben für Hilfskräfte und private Hausbesitzer, da es ab Samstagabend bereits wieder schneien soll und die Massen auf den Dächern sonst noch schwerer werden. Am Freitag waren im Berchtesgadener Land unter anderem das Schloss Berchtesgaden, die Marktschellenberger Grundschule und der Kindergarten an der Reihe. Auch die Bundeswehr sowie Hubschrauber kommen wieder zum Einsatz.

UPDATE, 8 Uhr - Unfall auf B304 bei Kirchensur

Auf der B304 hat sich in der Gemeinde Amerang (Landkreis Rosenheim) am späten Freitagabend ein Unfall ereignet. Bei Kirchensur stießen auf schneebedeckter und vermutlich auch glatter Fahrbahn zwei Autos zusammen. Über etwaige Verletzte gab es am Samstagmorgen noch keine Angaben. Es kam während der Unfallaufnahme zu leichten Verkehrbehinderungen.

Unfall auf B304 bei Kirchensur

UPDATE, 7.45 Uhr - Jachenau wieder erreichbar

Aus der Jachenau (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) gibt es unterdessen gute Nachrichten. Die knapp 1.000 Einwohner können ihren Ort seit Freitagabend wieder problemlos verlassen. Die Hauptzufahrt von Lenggries aus wurde freigeräumt, wie der Bayerische Rundfunk nun berichtet. Seit vergangenen Samstag war die Gemeinde nur über einen "Notweg" erreichbar gewesen

Mit Hubschraubern war der Schnee zuvor von den Bäumen geblasen worden. Anschließend entfernte eine Spezialfirma die gefähredeten Bäume.

UPDATE, 7.40 Uhr - Ministerpräsident besucht Katastrophenregion

Am Samstag wird der bayerische Ministerpräsident in der Katastrophenregion erwartet. Markus Söder (CSU) möchte sich vor Ort ein Bild von der Lage machen und den tausenden Einsatzkräften für ihren immensen Einsatz danken. Die Delegation wird den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erwartet.

UPDATE, 7.25 Uhr - Zugverkehr weiter stark beeinträchtigt

Holzkirchen - Oberland (Lenggries, Tegernsee, Bayrischzell):

Der Zugverkehr im Oberland bleibt bis Dienstag eingestellt, wie die Bayerische Oberlandbahn (BOB) bereits am Freitag mitgeteilt hat. Dies betrifft die Strecken Holzkirchen - Tegernsee, Holzkirchen - Lenggries und Holzkirchen - Bayrischzell.

Die BOB hat für das Wochenende einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Es werden folgenden Halte angefahren: Holzkirchen Bahnhof, Bad Tölz Bahnhof, Lenggries Bahnhof, Moosrain Bundesstraße, Gmund Bahnhof, Tegernsee Bahnhof, Miesbach Münchner Straße RVO Haltestelle, Agatharied RVO Haltestelle, Hausham Bahnhof, Schliersee Bahnhof, Neuhaus Bahnhof, Fischbachau Bahnhof, Bayrischzell Bahnhof (je nach Schnee). 

Alle anderen Haltepunkte (Warngau, Schaftlach, Reichersbeuern, Gaißach, Obergries, Finsterwald, Darching, Geitau, Osterhofen) müssen entfallen.

München - Holzkirchen:

Auf der Strecke München - Holzkirchen findet ein eingeschränkter Zugbetrieb im Stundentakt statt. Wenn möglich: ab München XX:04 Uhr, ab Holzkirchen XX:28 Uhr von Gleis 2/3. Kein Halt in Deisenhofen, Solln, Mittersendling und Heimeranplatz. Wie die BOB am frühen Samstagmorgen mitteilte, soll der erste Zug von Holzkirchen nach München Hbf um kurz vor 6.30 Uhr abfahren bzw. abgefahren sein.

München - Rosenheim - Salzburg/Kufstein:

Zugausfälle waren am Samstagmorgen auf den Hauptstrecken des Meridian keine gemeldet. Das Unternehmen teilte jedoch mit, dass wegen des Wetters immer wieder mit Verspätungen zu rechnen sei.

  • M79062 Kufstein (7.02 Uhr) - München Hbf (8.15 Uhr): fährt ab Kufstein mit einer Verspätung von +13 Minuten. Grund: Verzögerung wegen Schnee und Eis
  • M79010 Salzburg Hbf (6.15 Uhr) - München Hbf (8.06 Uhr): fährt ab Traunstein mit einer Verspätung von +14 Minuten. Grund: Verzögerung wegen Schnee und Eis

Freilassing - Berchtesgaden:

Der Betrieb auf der Strecke bleibt bis auf weiteres eingestellt. Es gibt einen Schienenersatzverkehr. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse ist auch bei den Busfahrzeiten mit Verspätungen bis zu einer Stunde zu rechnen, teilte die Berchtesgadener Land Bahn (BLB) auf ihrer Homepage mit.

Zugverkehr auf Strecke Freilassing - Berchtesgaden eingestellt

UPDATE, 7.10 Uhr - Straßen gesperrt, aber derzeit nicht viel Verkehr

Auf den Straßen ist die Lage - im Gegensatz zu den letzten Tagen - vergleichsweise entspannt, was mitunter auch daran liegt, dass es an Samstagen kaum Berufsverkehr gibt. Von den Autobahnen wird - Stand jetzt - nur eine einzige Behinderung gemeldet und zwar ein Unfall auf der A99 (Ostumfahrung München). Dort ist zwischen demKreuz München-Nord und Aschheim/Ismaning die linke Spur gesperrt. Weitere Infos: www.bayerninfo.de.

Folgende Straßen sind weiterhin gesperrt:

  • B21 Lofer - Bad Reichenhall: in beiden Richtungen Beschränkungen, zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, für beide Richtungen nur ein Fahrstreifen abwechselnd frei
  • B305 Reit im Winkl - Berchtesgaden: zwischen Unterjettenberg und Taubensee in beiden Richtungen gesperrt 
  • B305 Berchtesgaden - Bernau: zwischen Ruhpolding und Reit im Winkl in beiden Richtungen gesperrt, Gefahr durch Lawinen, eine Umleitung ist eingerichtet, bis mindestens Samstag, 16 Uhr
  • B305 Berchtesgaden - Reit im Winkl: zwischen Schneizlreuth und B 305 bei Schneizlreuth in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr, eine Umleitung ist eingerichtet, bis mindestens Samstag, 24 Uhr
  • B307 Kössen - Marquartstein: zwischen Grenzübergang Schleching und Schleching in beiden Richtungen gesperrt, Lawinengefahr, bis mindestens Samstag, 24 Uhr
  • Staatsstraße 2364 Reit im Winkl: in beiden Richtungen gesperrt wegen Holzbruch durch Schnee, Umleitung großräumig über A8 bei Rosenheim
  • Staatsstraße 2102 zwischen Oberteisendorf und Neukirchen/A8: in beiden Richtungen gesperrt, Schneebruch 
  • Kreisstraße BGL14: zwischen Abzweig nach Ramsau bei Berchtesgaden und Hintersee, in beiden Richtungen gesperrt, schneebedeckte Fahrbahn, nicht passierbar, bis mindestens Samstag, 24 Uhr
  • Zwischen Knappenfeld und Abzweig nach Traunstein: in beiden Richtungen bis auf weiteres gesperrt, tiefer Schnee, Gefahr durch umgestürzte Bäume, bis mindestens Samstag, 24 Uhr

Die Erstmeldung:

Das Schneechaos in Bayern und Österreich nimmt kein Ende. Seit über einer Woche herrscht nun schon Ausnahmezustand. Auch am Freitag waren die Auswirkungen des Wintereinbruches deutlich zu spüren, obwohl es tagsüber kaum noch zu Niederschlägen kam. Am Freitagabend setzte aber bereits vielerorts neuer Schneefall ein, der am Samstagabend dann noch schlimmer werden konnte.

Denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits eine neue Wetter(vor)warnung herausgeben. Dort wird vom Oberland über die Landkreise Rosenheim und Traunstein bis zum Landkreis Berchtesgadener Land vor neuen, starken Schneefällen gewarnt. Dabei werden vor allem oberhalb von 800 Metern Neuschneemengen zwischen 40 und 70 Zentimetern, in Staulaugen der Allgäuer und Berchtesgadener Alpen auch bis über einen Meter Schnee erwartet. Vor allem im Hochgebirge ist dabei mit starken Schneeverwehungen zu rechnen.

Fotos unserer User:

Leserfotos vom Schneechaos in der Region

Die Warnung gilt voraussichtlich ab Samstag, 20 Uhr und soll dann wohl sogar bis Dienstagmittag gültig bleiben. Der DWD hat bereits angekündigt, diese Vorwarnung im Laufe des Samstags zu konkretisieren. In den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Miesbach, Bad-Tölz Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen gilt wegen des Wetters weiterhin Katastrophenalarm.

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser