„Sprengstoff“ im Silvesterfeuerwerk

Bayern - Schön bunt, aber explosiv: Denken Sie beim Silvesterfeuerwerk daran, dass dieses brand- und explosionsgefährliche Bestandteile enthält!

Zum Schutz der Verbraucher überprüft das Gewerbeaufsichtsamt der Regierung von Oberbayern bis Ende Dezember verstärkt die Lagerung und die Verkaufsvorbereitungen in den Handelsbetrieben.

„Missbrauch oder Leichtsinn führen jedes Jahr zu oft vermeidbaren, schweren Unfällen. Damit es zur Jahreswende keine explosiven Überraschungen gibt, müssen sowohl Einzelhändler als auch Verbraucher besonders auf die Sicherheitsvorschriften achten“, betont Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.

Für Händler gilt es Produktwarnungen durch die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) und Rückrufaktionen durch die Hersteller zu beachten (z.B. irreführender Kennzeichnung, technischer Mängel). Die jeweils davon betroffenen Feuerwerkskörper dürfen keinesfalls verkauft werden, sondern sind dem Lieferanten zurück zu geben. Der Verkauf unzulässiger Feuerwerkskörper wird vom Gewerbeaufsichtsamt verstärkt kontrolliert. Einzelhändler können alle Informationen zu diesem Thema der Broschüre „Verkauf von Feuerwerkskörpern“ entnehmen, die im Internet abrufbar ist:www.stmas.bayern.de/gefahrenschutz/sprengstoff/pyrotech.php.Darin enthalten sind auch die wesentlichen Änderungen der letzten Jahre zur Aufbewahrung, zur Kennzeichnung und zu den neuen europäischen Klassifikationen (Kategorien 1 und 2).

Der Verkauf der Feuerwerkskörper findet in den letzten drei Verkaufstagen vor Neujahr statt, in diesem Jahr also ab Freitag, den 28. Dezember. Silvesterfeuerwerkskörper dürfen nur am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden. Darüber hinaus können die Kommunen aus Brand- und Lärmschutzgründen zusätzliche Einschränkungen erlassen. Für den Verbraucher bergen die Raketen, Kracher, Vulkane und Batteriefeuerwerke ein nicht zu unterschätzendes Unfall- und Brandrisiko. Missbrauch oder Leichtsinn führen jedes Jahr zu schweren Unfällen.

Das ist beim "Krachen lassen" zu beachten:

  • Nur geprüfte Qualität mit BAM- oder CE-Kennzeichnung verwenden.

  • Gebrauchsanweisung und Sicherheitshinweise des Herstellers beachten.

  • Feuerwerkskörper nur im Freien, nicht in der Nähe von Personen oder brennbarem Material anzünden. Den auf der    Verpackung angegebenen Sicherheitsabstand einhalten. Kindern und Jugendlichen darf – auch im Familienkreis - kein Feuerwerk der Kategorie 2 (frühere Klasse II) überlassen werden.
  • Feuerwerkskörper ausschließlich bestimmungsgemäß verwenden, standsicher aufstellen und nicht in der Hand anzünden.
  • Leicht entzündbare Materialien von Balkon oder Terrasse entfernen und Fenster geschlossen halten.
  • Feuerwerkskörper niemals mechanisch bearbeiten oder gar selbst herstellen – Basteleien führen oftmals zu schweren  Unfällen und sind darüber hinaus strafbar.
  • Von Blindgängern fernhalten und auf keinen Fall versuchen, diese erneut zu anzuzünden.

Für zusätzliche Auskünfte steht Ihnen das Dezernat 2B des Gewerbeaufsichtsamts bei der Regierung von Oberbayern unter der Telefonnummer: 089 2176-1 gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

Rubriklistenbild: © dpa

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