Das gilt auch für Tattoos

Bayern verbietet Embleme der Hells Angels

München - Tätowierungen, Symbole auf Kutten und Wappen: Die Embleme der Rocker-Gruppe "Hells Angels" sind auf Bayerns Straßen nicht mehr erwünscht. Ab Herbst werden Zuwiderhandlungen strafrechtlich verfolgt.

Die Staatsregierung verbietet die Embleme des Rockerclubs Hells Angels in Bayern. Ab Herbst dürfen die Rocker ihre Wappen und Symbole nicht mehr öffentlich zeigen - insbesondere den geflügelten Totenkopf und den Schriftzug „Hells Angels“. „Polizei und Staatsanwaltschaften werden in Bayern ab Oktober konsequent jedes Zeigen von Hells Angels-Symbolen strafrechtlich verfolgen“, erklärten Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Winfried Bausback (beide CSU). Bayern folgt damit dem Beispiel mehrerer anderer Bundesländer.

Bei Verstößen sollen die betreffenden Rocker angezeigt werden. Das Verbot gilt für Hells Angels-Symbole auf Rockerkutten, Motorrädern, an Vereinshäusern, im Internet, auf Merchandising-Artikeln - und für sichtbare Tätowierungen. Die bayerischen Polizeipräsidien sollen nun die sechs Charter der Hells Angels in Bayern über das Vorgehen der Behörden informieren. „Bis Ende September 2014 haben die Hells Angels Zeit, ihre Symbole aus der Öffentlichkeit zu entfernen“, sagte Herrmann. Der engere Personenkreis der bayerischen Hells Angels umfasst nach Einschätzung des Innenministeriums rund 180 Personen.

Für andere Rockerclubs gilt das Verbot in Bayern nicht. Ein Augenmerk hat die Polizei aber auch auf mehrere weitere Gruppen: Bandidos, Outlaws, Gremium, Mongols und Satudarah. Das Innenministerium rechnet rund 1 500 Mitglieder dieser Gruppen der kriminellen Rockerszene zu. Die sechs Charter der Hells Angels in Bayern sind in München - in der Landeshauptstadt gibt es zwei Untergruppen - Allershausen, Hof, Nürnberg und Töging am Inn aktiv.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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