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Große Dialekt-Untersuchung der Ludwig-Maximilians-Universität München

Sprich die Sprache der Alpen!

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Die Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht die Dialekte im Alpenraum. Welche Begriffe dürfen nicht fehlen?

Bayern - Was macht unsere Region und uns selbst aus? Klar, die gemeinsame Kultur. Aber, auch die Sprache ist ein wichtiges identitätsstiftendes Element. Und gerade unser Dialekt spielt dabei eine wichtige Rolle!

Wie nennen die Bayern bestimmte Pflanzen? Wie sagen die Tiroler zum Luchs? In der aktuellen Phase, die noch bis zum November 2020 andauert, des Projekts VerbaAlpina der Ludwig-Maximilians-Universität in München stehen die Begriffe aus der Pflanzen- und Tierwelt im Mittelpunkt. Aber auch die spektakulären Landschaftsformen und das Wetter wird von den Wissenschaftlern untersucht. 

Nicht nur für Experten interessant

Die meisten Daten beziehen die Forscher aus Sprachatlanten, die über die vergangenen 100 Jahre angelegt wurden. Da Sprache aber natürlich lebendig ist und sich permanent verändert, führte das Team eine sogenannte "Sprecherbefragung" durch. Wer will, der kann unter verba-alpina.gwi.uni-muenchen.de bei dem Projekt mitmachen. VerbaAlpina war sogar Thema in der Dialekt-Woche des Bayerischen Rundfunks. In nur einer Woche meldeten sich 191 neue "Sprecher", insgesamt 2108 neue "Sprachbelege" einreichten. 

Aber wozu der ganze Aufwand? Am Ende sollen die bestehenden Sprachatlas- und Wörterbuchdaten nicht nur aktualisiert und vervollständigt sein, sondern auch in gebündelter und mehrdimensionaler Form zugänglich sein.

Schon jetzt ist auf der Homepage des Projektes ein Online-Lexikon verfügbar. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, was "babeurre" bedeutet?

Start im Oktober 2014 - Abschluss 2025

Elf Jahre dauert die Untersuchung der alpenländischen Sprachen. Sie verbindet Sprachwissenschaft, Volkskunde und Informationstechnologie im Sinne der Digital Humanities. VerbaAlpina will länderübergreifend den Sprach- und Kulturraum des gesamten Alpengebiets erforschen. 

Dazu werden charakteristische Dinge und die entsprechenden Dialektwörter erfasst. Die im Anschluss mit modernen informatischen Methoden analysiert und präsentiert werden. Und das nicht nur in Bayern oder Österreich. Französisch, Italienisch, Slowenisch sowie Rätoromanisch und deren jeweilige Dialekte wurden ebenfalls akribisch untersucht. So standen in der ersten Phase des Projekts vom Oktober 2014 bis Oktober 2017 Begriffe aus dem Bereich der Almwirtschaft -  hier vor allem aus der Milchverarbeitung - im Mittelpunkt. 

kil mit Material von VerbaAlpina

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