Sonne zu Ostern? Die Wetter-Prognose

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Was ist drin an Ostern? Ein Hauch von Frühling oder noch immer Winter?

Bayern - Suchen wir die Ostereier dieses Jahr im Schnee? Geht es am Ostermontag zum Skifahren oder zum Wandern? Hier gibt's die aktuellen Vorhersagen:

Ein strammer Ostwind weht, ohne Schal und Mütze traut man sich nicht mehr aus dem Haus. Nur ein Blick auf den Kalender erinnert uns daran, dass der Frühling schon längst begonnen hat. Jetzt steht Ostern vor der Tür und man fragt sich: Wo versteckt der Hase dieses Jahr die Ostereier?

Tagesaktuelle Vorhersagen finden Sie auch

in unserem Wetterservice.

„Nach dem kältesten Märzder vergangenen 100 Jahre, wird auch der April für die Jahreszeit viel zu kalt starten. In Mittel- und Osteuropa hat es zur Zeit ein deutlich zu kaltes Frühlingswetter. Lediglich im Mittelmeerraum ist es in den nächsten sieben Tagen wärmer. Wer also über die Ostertage der spätwinterlichen Kälte im Land entfliehen möchte, der muss dorthin“, so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net. Ein Wetterumschwung ist also nicht in Sicht. Zumindest im Südwesten kommt in den nächsten Tagen mildere, aber feuchte Luft.

Ostern kälter als Weihnachten

Vor ein paar Tagen sahen die Progrnosen noch viel besser aus. Da berechneten die Wettermodelle zumindest für den Süden zeitweise sogar Höchstwerte bis 20 Grad an Ostern. Doch mit jedem Tag, den die Festtage näher kamen, wurden die Berechnungen kühler. Von frühlingshaften 20 Grad sind wir Ostern 2013 weit entfernt. Wir werden von den Temperaturen her ungefähr bei den Werten von Ostern 2012 liegen. Damals war Ostern sogar noch eine Woche später.

Besonders markant: Ostern 2013 wird damit um bis zu 10 Grad kälter als Weihnachten 2012 ausfallen. Damals erwärmte sich die Luft an den Weihnachtstagen lokal auf knapp 20 Grad.

Die Vorhersage von Jörg Kachelmann:

So wird das Wetter zu den Osterfeiertagen:

Gründonnerstag:

Im Nordosten gibt es viele Wolken, ab und zu fällt noch etwas Schnee und es werden zwei bis sechs Grad erreicht. In der Mitte scheint zeitweise die Sonne und es ist trocken, während es im Süden einzelne Regenschauer geben kann. Die Temperaturen erreichen südlich des Mains 13 Grad.

Karfreitag:

Der Feiertag wird ziemlich grau und trüb. Die Sonne scheint nur selten. Im Nordosten sind einzelne Schneeschauer möglich, dort muss man mit Glätte rechnen. Die Höchstwerte reichen von drei Grad im Osten bis zehn Grad im Süden.

Karsamstag:

Mit bis zu 13 Grad wird es vor allen Dingen im Südwesten recht mild, nach Norden werden nur vier bis acht Grad erwartet. Während es in der Mitte recht freundlich ist, ziehen im Südwesten neue Regenwolken auf. Im Nordosten gibt es kurze Schneeschauer.

Ostersonntag:

Am frühen Morgen sollte man sich auf dem Weg in die Ostermesse oder zum Osterfeuer warm anziehen, denn es ist im ganzen Land frostig und vielfach gibt es Schnee- und Schneeregenschauer. Auf Straßen und Gehwegen kann es glatt sein. Im Tagesverlauf bleibt es mit drei bis acht Grad dann weitgehend nass-kalt. Ab und zu gibt es Regen- und Schneeregenschauer. Alles in allem erwartet und vorgezogenes typisches Aprilwetter.

Ostermontag:

Heute erwarten wir den schönsten Tag. Vor allem im Westen und Süden scheint zeitweise die Sonne und nur selten gibt es Schnee- oder Schneeregenschauer. Die Höchstwerte erreichen drei bis zehn Grad.

Können wir noch auf einen warmen Frühling hoffen?

Derzeit ist der lange Atem des Winters wirklich ein Graus. Selbst die Regel „Winterreifen von O bis O“ können wir dieses Jahr getrost vergessen. „Wir empfehlen nicht vor Mitte April auf Sommerreifen umzusteigen“, erklärt Wetterexperte Dominik Jung.

Derzeit erleben wir eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Kälte und diese Kälte könnte nach den neusten Modellberechnungen der Atmosphäre sogar noch eine ganze Weile andauern. Bis Mitte April sehen die Berechnungen deutlich zu kaltes Wetter. Der Kälte-Nachschub aus Skandinavien und Russland will einfach nicht abreißen. Milde Luft aus dem Mittelmeerraum schafft es zwar immer wieder sich uns zu nähern, wird allerdings von der Kaltluft geradezu pulverisiert.

Das heißt im Klartext: Wenn sich von Süden bis zu 20 Grad warme Luft zu uns auf den Weg macht, kommen davon höchstens im Süden von Deutschlands noch schlappe acht bis 13 Grad an. Im Norden und Osten kommt die milde Luft erst gar nicht an. Kritisch sind bei dieser Wetterlage die Nachtfröste.

Bis weit in den April hinein wird es quasi jede Nacht Frost geben und das in weiten Teilen des Landes. Tagsüber kann die Sonne zumindest schon kräftig einheizen, nachts aber, da geht es für die Jahreszeit ungewöhnlich tief und vor allen ausdauernd land in den Keller. Während letztes Jahr um diese Zeit viele Bäume und Sträucher schon grün waren, ist dieses Jahr kaum ein Blatt zu sehen. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Abschließend kann man sagen, dass uns die „Klimaerwärmung“ noch eine ganze Weile frösteln lassen wird...

Quelle: wetter.net, wetter.de, redro24

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