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Mit Rezept: Tahiti-Vanille-Tarte

Ramona Fuchs vom Samerberg auf süßer Weltreise

In der Sat1-Show „Das große Backen“ erreichte Ramona Fuchs vom Samerberg den dritten Platz.
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In der Sat1-Show „Das große Backen“ erreichte Ramona Fuchs vom Samerberg den dritten Platz.

Beim großen Backen gab es für uns ein Wiedersehen mit einer jungen Frau, die uns bereits 2017 aufgefallen ist. Damals hat Ramona Fuchs bei der Wahl zur Miss Herbstfest kandidiert, heute stellt sie ihre Backkünste deutschlandweit unter Beweis. Denn in der neunten Staffel von „Das große Backen“ errang die 27-Jährige aus Samerberg den dritten Platz. Das ist eine riesengroße Leistung. Wie ihr das gelungen ist und mit welchen internationalen Köstlichkeiten sie Jury und Publikum begeisterte, erzählt sie im Interview.

von Raphaela Kreitmeir

Wie kamst du eigentlich zum Backen? 

Durch eine Wette mit einer Freundin. Sieben Jahre ist das inzwischen her. Das war die Zeit, als über Social Media zum ersten Mal besondere Torten einer großen Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Da habe ich gewettet, dass ich das auch kann und ihr zum Geburtstag eine zweistöckige Motivtorte schenke. Damals habe ich dann mit Backmischungen gearbeitet, aber die Motive natürlich selbst modelliert. Das hat mir riesengroßen Spaß gemacht und ich bin dabei geblieben.

Was hast du bei der Wette gewonnen?

Moment, da muss ich nachdenken. Eine gemeinsame Unternehmung war es. Ich glaube, wir sind ins Kino gegangen. Auf alle Fälle habe ich ein neues Hobby gewonnen, nämlich das Backen. Ab dem Zeitpunkt habe ich nonstop dazu gelernt, mir autodidaktisch viel beigebracht.

Ramona Fuchs

Und wie kamst du zur Show „Das große Backen“?

Ich bin ein Riesenfan der Sendung, habe sogar meinen Freund dazu gebracht, sich mit mir alle Folgen anzuschauen. Und wie das so ist, daheim auf dem Sofa, habe ich mir gedacht, dass ich das doch auch schaffen könnte. Gesagt – getan, ich bewarb mich, schickte Fotos von Kuchen ein und schrieb ein bisschen was über mich. Das war im Mai 2021. Als ich dann bis in den Herbst hinein nichts hörte und die 8. Staffel begann, hatte ich meine Bewerbung schon abgeschrieben, da klingelte kurz vor Weihnachten das Telefon. Ich wurde zum Casting nach München eingeladen, nahm eine Torte mit und beantwortete dort im Interview alle Fragen. Scheinbar waren Torte und Antworten gleichermaßen gut, denn danach ging‘s weiter mit dem Casting. Statt vor Ort meine Backkünste unter Beweis stellen zu können, buken wir coronabedingt in der heimischen Küche und übertrugen alles per Zoom. Das Ergebnis war so, dass ich bei der 9. Staffel jetzt als Kandidatin dabei sein durfte.

Ganz ehrlich, wie backt es sich, wenn die Kameras auf einen gerichtet sind?

Verrückterweise habe ich mir im Vorfeld genau darüber den Kopf zerbrochen. Das war völlig unnötig. Sobald die Zeit im Studio läuft, ist man total konzentriert, hat nur noch die Aufgabe und das Timing im Kopf. Man hat einfach keine Zeit für Nervosität und vergisst die Kamera komplett.

Was ist die Moderatorin Enie van de Meiklokjes für ein Typ?

Eine ganz liebenswürdige Person, die im normalen Leben genauso lustig und ausgeflippt ist wie vor der Kamera.

Kommt dir das Motto der Staffel, das eine konditorische Reise um die Welt beschreibt, entgegen?

Ich reise zwar leidenschaftlich gerne und versuche in jedem Land die Spezialitäten, aber bisher habe ich noch nicht mit so vielen Geschmäckern, Geschmacksvarianten und -nuancen gespielt. Insofern war das Motto der Staffel für mich eine große Herausforderung.

Kann man die Aufgaben vorab daheim üben, oder wie gelingen dir internationale Köstlichkeiten?

Etwa eineinhalb Monate vor der Show erhält man ein Aufgabenblatt, auf dem vermerkt ist, aus welchem Land man eine typische Zutat verwenden soll. Das gesamte Rezept sowie der Rest, also Deko, Optik und Geschmack, ist einem komplett selbst überlassen. Ich habe in dieser Zeit wahnsinnig viel gebacken und dekoriert, eigentlich gefühlt nur gebacken und dekoriert, so dass ich schon Angst bekam, dass es mir über wird. Aber ganz im Gegenteil, wenn ich vom Dreh zurückkam, habe ich weitergebacken. 

Ramona Fuchs

Hast du eine Erklärung für den großen Erfolg der Show?

Das hat verschiedene Gründe, glaube ich. Zum einen schwappt der Kuchentrend, der in Amerika und England längst gefeiert wird, auch zu uns. Zum anderen haben gerade in Corona- und Lockdown-Zeiten unglaublich viele das Backen für sich entdeckt. Es gab ja sogar Zeiten, in denen Hefe in den Supermärkten restlos ausverkauft war. Da ist die Show eine tolle Inspirationsquelle, weil sie unglaublich vielfältige Rezepte bietet. Denn jeder der Teilnehmer, und das gehört sicher mit zum Erfolgskonzept, entwickelt ja ganz eigene Rezepte, die es so noch nicht gab.

Was für Torten hast du entwickelt?

Immer passend zum Weltreise-Motto der Sendung. Zum Beispiel den Whiskey-Schokokuchen mit irischer Schoko-Whiskey-Creme, Himbeeren und Salzbrezel-Crunch oder den Cheesecake mit Schoko-Keksboden, Rosmarin-Erdbeertopping und Balsamico-Sauce. Die Tahiti-Vanillle-Tarte auf Kokosmürbteig mit Vanillepudding und Orangen-Ananas-Kompott gehört geschmacklich zu meinen neuen Favoriten und mit der Motivtorte in Aquarium-Optik konnte ich mich in Sachen Dekoration richtig ausleben.

Dein persönliches Motto hast du bei der Wahl zur Miss Herbstfest beschrieben mit: „Sei glücklich....nicht perfekt!“ Kommt man damit bei einer TV-Backshow weiter?

Auf jeden Fall, glaube ich. Natürlich will man sein Bestes zeigen und möglichst perfekt abliefern, aber Perfektionismus hilft da nicht viel. Wenn man alles gibt und das Schönste, was einem möglich ist, produziert, dann ist es gut.

Derzeit studierst du BWL im Masterstudiengang, arbeitest in der Personalabteilung eines großen Unternehmens in Raubling und jobst als Kellnerin – wann bleibt dir eigentlich Zeit für dein Backhobby?

Klingt verrückt, aber ich bring wirklich all dies und auch noch meinen Freund Stephan gut unter einen Hut. (lacht) Vielleicht, weil ich ganz gut organisieren kann und mein Freund genauso viel Verständnis für meine Hobbys hat wie ich für sein Fußballspielen. Zudem mag er Kuchen, freut sich also schon auf das Resultat, während ich noch in der Schüssel rühre.

Dein zweites großes Hobby ist Reisen – wohin ging deine erste Reise nach Lockdown und Reisebeschränkungen?

Mit zwei Freundinnen in die Schweiz. Kein wahnsinnig exotisches Ziel, aber wir wollten mit dem Auto hin- und notfalls auch schnell wieder zurückfahren können, wenn sich was wegen Corona geändert hätte. Als nächstes plane ich allerdings eine Reise nach Hawaii oder nach Sansibar und Süd-Afrika.

Welche Back-Ideen und Inspirationen nimmst du von deinen Reisen mit?

Von der Schweiz habe ich eigentlich nur Schokolade mitgebracht, wobei sie dort ganz exzellente haben. In Portugal hatte ich Pasteis de Nata, diese wunderbaren Vanilletörtchen, kennen, lieben und backen gelernt. In den USA entdeckte ich, wie abwechslungsreich Cranberrys in Torten verarbeitet werden können. Ich freue mich schon riesig darauf, was ich in Hawaii und Sansibar entdecken werde.

Möchtest du dein BWL-Studium, deine Back- und Reiseleidenschaft beruflich miteinander verbinden?

Klar wäre das toll, aber vielleicht ein bisschen viel verlangt. Zudem bin ich in der Personalabteilung, in der ich arbeite, glücklich. Aber natürlich träumt man manchmal, und in meiner Traum-Wunschvorstellung eröffne ich ein Café mit meinen eigenen Kuchen. Da könnte ich sogar aufgrund meiner BWL-Kenntnisse selbst die Buchhaltung machen. Aber wie gesagt, das ist nur so eine Traum.

Backen wie Ramona: Rezept

Diese Tahiti-Vanille-Tarte hat einen Boden aus Kokosmürbteig, auf dem ein cremiger Tahiti-Vanillepudding verteilt wird. Dann wird das fruchtige Orangen-Ananas-Kompott auf der Tarte verteilt und mit Orangenscheiben, Kokosraspeln, Kokosscheiben, Minzblättern und Cashewkernen verziert.

Ramona Fuchs in der Sat1-Show „Das große Backen“.

ZUBEREITUNG 

Backzeit: 15 Minuten (Kokosmürbteig) / 15-20 Minuten (Tarte)

Temperatur: 160°C Umluft (Kokosmürbteig) / 130°C Umluft (Tarte)

Backform: 1 x Ø 24cm Tarteform

Zutaten

FÜR DEN KOKOSMÜRBTEIG

  • 125 g Butter
  • 75 g Zucker
  • 1 Ei
  • 200 g Mehl
  • 50 g Kokosraspeln
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Orange (Abrieb)

FÜR DEN TAHITI-VANILLEPUDDING

  • 4 Tahiti-Vanilleschoten
  • 340 ml Sahne
  • 200 ml Milch
  • 1/2 Orange (Abrieb)
  • 100 ml Orangensaft
  • 4 Eier
  • 67 g Speisestärke
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 17 g Butter

FÜR DAS ORANGEN-ANANAS-KOMPOTT

  • 3 Orangen (Saft)
  • 50 ml Ananassaft
  • 1 EL Zucker
  • 1,5 EL Speisestärke
  • 1 Tahiti-Vanilleschote

FÜR DIE DEKO

1 Orange

ZUBEREITUNG 

Schritt 1: Für den Kokosmürbteig

Den Ofen auf 160°C vorheizen.

Ei, Mehl, Zucker, Orangenabrieb, Kokosraspeln, kalte Butter und Salz in eine Schüssel geben. Die Zutaten mit den Händen zu einem Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten kaltstellen.

Den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und in die Tarteform drücken. Den Boden mit einer Gabel einstechen, mit einem Stück Backpapier belegen, mit Blindbackerbsen bedecken und die Tarte für 15 Minuten blindbacken.

Schritt 2: Zubereitung des Tahiti-Vanillepudding

Die Tahiti-Vanilleschoten aufschneiden und das Mark auskratzen. Schoten und Mark mit Sahne, Orangensaft, Orangenabrieb und 150 ml Milch in einem Topf zum Kochen bringen. 50 ml Milch mit 50 g Zucker und Speisestärke verrühren. Sobald die Sahnemischung kocht, Butter und Salz zugeben und die Stärkemischung zügig einrühren. Die Vanilleschoten entfernen.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit 50 g Zucker steif schlagen. Das Eigelb mit einem Schneebesen schaumig rühren und zum Vanillepudding geben. Zuletzt den Eischnee unterheben.

Schritt 3: Fertigstellung

Den Tahiti-Vanillepudding auf den vorgebackenen Boden verteilen und für 10 Minuten bei 160°C backen. Danach die Hitze auf 130°C reduzieren und weitere 15-20 Minuten backen. Die Masse sollte fest, aber nur leicht gebräunt sein. Die Tarte auskühlen lassen.

Schritt 4: Für das Orangen-Ananas-Kompott

Die Orangen auspressen und die Tahiti-Vanilleschote auskratzen. Orangensaft, Ananassaft, Zucker, Mark der Vanilleschote und Speisestärke in einem Topf zum Kochen bringen, bis die Masse zu einem Kompott eingekocht ist.

Schritt 5: Dekorieren

Die abgekühlte Tarte aus der Form lösen und auf einer Tortenplatte platzieren. Das Orangen-Ananas-Kompott auf der Tarte verteilen. Die Tarte mit Orangenscheiben, Kokosraspeln, Kokosscheiben, Minzblättern und Cashewkernen verzieren.

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