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Zustand weiter schlecht - kein Krankenhausaufenthalt geplant

Sorge um Benedikt XVI. hält an - Marktl am Inn betet für Papst aus der Region

Papst Benedikt XVI. :Wer ist verantwortlich für Kindesmissbrauch in Obhut der Kirche?
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Die Sorge um Benedikt XVI. hält weiter an.

Die Sorge um den Gesundheitszustand des emeritierten Papstes Benedikt XVI. hält weiter an.

Vatikan - Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, hatte Benedikt bereits vor Weihnachten über Probleme beim Atmen geklagt. Aus Vatikan-Kreisen hieß es laut AFP, sein Zustand habe sich „vor etwa drei Tagen“ verschlechtert. Eine Krankenhauseinweisung sei nicht geplant. Dies wurde unter anderem damit begründet, dass seine Residenz im früheren Kloster Mater Ecclesiae in den Vatikanischen Gärten über die notwendige medizinische Ausrüstung verfüge.

Dem 95-Jährige gehe es gesundheitlich zwar schlecht, die Situation sei aber stabil, meldete Ansa am Donnerstag unter Verweis auf namentlich nicht genannte Personen, die in Kontakt stünden mit dem Kloster.

Marktl am Inn betet für Benedikt XVI.

Auch in Marktl am Inn, dem Geburtsort Benedikts XVI. im Landkreis Altötting, wurden die traurigen Nachrichten aus dem Vatikan vernommen. In der Pfarrkirche St. Oswald, in der Joseph Ratzinger getauft wurde, brannte eine rote Kerze vor dem Foto des emeritierten Papstes. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte die 14-jährige Amelie: „Benedikt ist sehr präsent hier in unserem Ort.“ Und fügte betroffen hinzu: „Das geht mir schon ein bisschen nahe.“

Auch aus der Politik meldeten sich Stimmen zu Wort. So sagte Vize-Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch (28. Dezember), Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sei in Gedanken bei Benedikt und wünsche ihm gute Genesung. Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Limburger Bischof Georg Bätzing, rief im Kurzbotschaftendienst Twitter die Gläubigen in Deutschland zum Gebet auf. „Meine Gedanken sind beim emeritierten Papst“, erklärte er.

Benedikt XVI.: Rücktritt 2013

Benedikt war im Februar 2013 in einem ungewöhnlichen Schritt aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten und lebt seither zurückgezogen. Mit seinem auf Latein mitgeteilten Amtsverzicht schrieb er Kirchengeschichte: Benedikt war der erste Papst seit 1415, der sein Amt als Oberhaupt der katholischen Kirche aufgab. 

Benedikt zog sich zuletzt fast gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Doch empfing er in den vergangenen Wochen im Rollstuhl sitzend weiterhin Besucher. Einige in Online-Netzwerken veröffentlichte Fotos zeigten ihn zusehends gebrechlich.

Machtkämpfen innerhalb der Kirche und Missbrauchsskandal

Benedikts acht Jahre währendes Pontifikat war von Machtkämpfen innerhalb der Kirche und dem Missbrauchsskandal überlagert. Der Deutsche war der erste Papst, der wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch katholische Geistliche um Entschuldigung bat und sich mit Opfern traf. Seine Gegner warfen ihm jedoch vor, er habe es nicht geschafft, die Vertuschung der Missbrauchsskandale durch die Kirche zu beenden

Zuletzt überschatteten noch einmal Vorwürfe Benedikts Wirken: Ein in München vorgestelltes Gutachten zum sexuellen Missbrauch in der Kirche bezichtigte ihn schwerer Fehler im Umgang mit einem pädophilen Priester in seiner Zeit als Münchner Erzbischof.

fgr/afp/dpa

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