Joe Benjamin & A Mighty Handful

Joe Benjamin: Einmal Bayer, immer Bayer!

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Mühldorf/New York - Ein Bayer vom Inn in der größten Stadt der Vereinigten Staaten, ob das gut geht? Wir finden es heraus, im Gespräch mit dem Musiker und Bandleader Joe Benjamin:

Mit 13 Jahren kam Joe Benjamin das erste Mal in Kontakt mit den USA. Auf einer Reise mit seiner Großmutter, erzählt der gebürtige Mühldorfer:  "Als ich das erste Mal vor dem Empire State Building stand, hab ich sie verdutzt angeschaut und gesagt: Oma, hier wohn ich mal!" Als Student kann Joe sich dann den Traum endlich erfüllen, er zieht um und beginnt ein Musik-Studium in der Weltmetropole. "Die Energie stimmt einfach. In Mühldorf war ich ein ADHS-Kind, in New York nennt man mich ‘ausgelastet'", so der Bandleader der "Joe Benjamin & a Mighty Handful".

rosenheim24.de hat sich mit Joe unterhalten und geht der Frage auf den Grund, warum es den Musiker am Ende doch wieder in seine Heimat Bayern zurückzieht.

12 Musiker, eine Familie

Ein Mühldorfer in New York. Joe Benjamin & A Mighty Handful auf Bayern-Tour

Im Jahr 2009 hat es Joe geschafft. Er hat sich seinen Jugendtraum erfüllt. "Da dachte ich mir: Jetzt habe ich das große Ziel, auf das ich so lange hingearbeitet habe, erreicht. Ich lebe in New York. Jetzt muss ich mir neue Ziele stecken." Da war es nur eine Frage der Zeit für den Sänger eine eigene Band zu gründen. Nach einer schwierigen Anlaufphase mit Höhen und Tiefen entschied sich Joe zu einem radikalen Schritt:

"2012, nachdem alles nicht so lief wie ich mir das vorstellte, entschied ich, mich für über ein Jahr in meine Wohnung einzuschließen und Musik zu schreiben. Ideen entwerfen. Lösungen finden."  Nach der Zeit rief der Mühldorfer dann insgesamt 11 Musiker wieder zusammen und gründete Joe Benjamin & A Mighty Handful. "In dieser Band sind wir ein richtig treuer Haufen!" so der Bandleader.

Mit der Lederhosen durch Brooklyn

"So weit weg von zu Hause, in einer komplett anderen Welt, tut es gut wenn man hie und da mal seine Identität wertschätzt, das hilft beim Heimweh. Da kann es dann schon mal passieren, dass ich mit Lederhosen in einen Biergarten in Brooklyn gehe", erzählt Joe über seine Zeit als Bayer in den USA. Berührungsängste kennen die Amerikaner dabei nicht: "Die Deutschen werden als effizient und fleißig bezeichnet. Die politische Stärke genießt hier im Ausland großes Ansehen. Etwas, das ich bei den Deutschen in ihrem eigenen Land oft vermisse."

Die "Imma no do!"-Tour in der Heimat

"Das ist die erste Tour, die wir jemals antreten. Also ein großer Meilenstein für uns. Welches Land bietet sich da besser an als das Eigene", lacht Joe. An den Bayern schätzt er besonders deren Mentalität. Mit der Unterstützung seiner Familie und der Veranstalter will der Musiker und seine Band den Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis in den heimischen Hallen bieten: "In unserer Show gibt es einen interessanten Mix aus Coversongs, bayerischen Umtextungen, deutschen Liedtexten und natürlich meinen eigenen Liedern", erklärt der Mühldorfer Musiker. 

"Ausserdem kommt die ganze Band aus New York und bringt einen Hauch Metropole in die Säle. In unseren Shows ist es wichtig die Leute mitzuziehen, auf einen Weg und eine Reise durch den abwechslungsreichen Alltag in einer Stadt, die zwar viel aufregender ist als Bayern, aber nicht so schön dabei aussieht."

Joe Benjamin & A Mighty Handful LIVE

Wer Joe Benjamin & A Mighty Handful einmal in seiner Heimat Oberbayern live erleben möchte, bekommt schon im Mai die Gelegenheit dazu. Am 7. Mai startet die Tour im Jazzclub Unterfahrt in München, bevor es dann am 8.5. weiter in den Haberkasten nach Mühldorf geht. Einen Tag später, am 9.5. ist die Band tagsüber auf dem Uferlos Festival zu hören, bevor es Abend nach Rosenheim ins RIZZ geht. Den Abschluss am 10. Mai bildet der Auftritt im Cafe Museum in Passau.

Weitere Informationen zur Band und der "Imma no do"-Tour auf www.joe-benjamin.com/live

Rubriklistenbild: © Joe Benjamin

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