Wenig "österliches Benehmen" in Berchtesgaden

Sechs Meter tief auf Terrasse gestürzt - und Helfer attackiert!

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Berchtesgaden - Die Osterfeiertage haben auch ihre Schattenseiten: Während viele die freie Zeit nutzen und ausgelassen feiern, sind die Einsatzkräfte von Roten Kreuz, Polizei und Feuerwehr immer wieder vor allem während der Nachtstunden mit den negativen Folgen konfrontiert:

übermäßiger Alkoholkonsum, Auseinandersetzungen bis hin zu Schlägereien und zum Teil schwere Unfälle. In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag mussten Rotes Kreuz und Feuerwehr gegen 0.40 Uhr zur Sonnenpromenade im Markt Berchtesgaden ausrücken. Ein erheblich angetrunkener 18-Jähriger war laut Zeugen von der Terrasse eines angrenzenden Lokals rund sechs Meter tief in die Böschung abgestürzt und auf dem Gehweg liegengeblieben. Weitere Gäste hatten den Absturz gesehen und umgehend bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf abgesetzt. Da zunächst nicht genau nachvollzogen werden konnte, wo der Mann genau abgestürzt war, schickte die Leitstelle neben dem Roten Kreuz mit Notärztin und Rettungswagen auch die Feuerwehr Berchtesgaden zur Suche und Tragehilfe an die Unfallstelle.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte führten die bereitgestellten Einweiser die Helfer auf den Gehweg, der parallel zur Maximilianstraße verläuft, wo der Verletzte lag. Aufgrund der erheblichen Alkoholisierung ließ sich der Mann schon zu Beginn nur schwer untersuchen und konnte keine genauen Angaben zu seinen Verletzungen machen und beschimpfte immer wieder die Helfer von Feuerwehr und Rotem Kreuz. Mit seinen beleidigenden Ausführungen machte er auch nicht vor den Beamten der Berchtesgadener Polizei Halt, die ihn teilweise festhalten mussten, da er wild umher schlug.

Nach einer kurzen Erstversorgung brachten die Einsatzkräfte den jungen Mann in den Rettungswagen, um ihn nochmals genauer untersuchen zu können. Hier zeigte er sich weiter uneinsichtig und ließ sich auch nicht von der Notärztin und den Rettungsassistenten beruhigen. Aufgrund des Unfallhergangs mit der großen Absturzhöhe ordnete die Ärztin einen Transport in die Kreisklinik Bad Reichenhall an, die ihn nicht aufnehmen konnte, weshalb er zum Salzburger Unfallkrankenhaus gebracht werden musste. 

Der Transport dahin wurde aus Sicherheitsgründen von der Berchtesgadener Polizei begleitet. Am Grenzübergang Marktschellenberg warteten bereits die Polizeibeamten aus Österreich, die vorab von der Polizeieinsatzzentrale über den Einsatz informiert worden waren. Erneut versuchte der Patient, sich gegen die Beamten zu wehren und zu entkommen, woraufhin sie Unterstützung anfordern mussten. Begleitet von zwei weiteren Polizeistreifen konnte das Rote Kreuz schließlich den Transport ins Unfallkrankenhaus fortsetzen. Die Feuerwehr Berchtesgaden war mit Einsatzleitwagen, Löschfahrzeug und Drehleiter vor Ort und unterstützte den Rettungsdienst.

Pressemeldung BRK BGL

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser