Meldungen über Dachräumungen werden weniger

Bratzdrum: "Tendenz dreht sich"

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Noch sind nicht alle Dächer im Berchtesgadener Land vom Schnee befreit.

Berchtesgaden - Wirklich aussprechen traut es sich keiner, doch so langsam könnte es ruhiger werden im Berchtesgadener Talkessel. Das würde vor allem den Einsatzkräften zu Gute kommen, die seit Tagen am Limit arbeiten.

Am Dienstagvormittag hat es aufgehört zu schneien, der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnungen vor Schnee und Wind aufgehoben. "Und es werden nicht mehr wesentlich mehr Dächer gemeldet, die abgeschaufelt werden müssen, als wir schon auf unserer Liste haben. Die Tendenz dreht sich", vermeldet Pressesprecher Andreas Bratzdrum.


Insgesamt ist an Tag sechs des Katastrophenfalls der Höchststand der Einsatzkräfte erreicht. 2100 Frauen und Männer sind am Dienstag im Einsatz, um Dächer abzuschaufeln, Bäume zu fällen und zu helfen, wo Not am Mann ist. Gut 500 Dächer müssen noch abgeschaufelt werden. Demnach wird der Katastrophenfall wohl ziemlich sicher noch bis Donnerstag aufrecht erhalten, eventuell auch bis Freitag.

Denn Katastrophenfall bedeutet, dass die Bundeswehr unbürokratisch helfen kann und der Landkreis oder die Gemeinden nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Von welchen Summen gesprochen wird, ist noch nicht bekannt. "Das kann erst am Ende des Einsatzes beziffert werden", so Bratzdrum. Dann wird auch bekannt, wie viele Helfer zusätzlich ins Berchtesgadener Land gekommen sind und von woher die Einsatzkräfte überall kamen.


Ab Mittwoch wieder normaler Schulbetrieb

Derzeit macht sich darüber keiner Gedanken, denn alle sind froh, dass so viele Helfer da sind. Immerhin sind die heimischen Feuerwehren seit 5. Januar mehr oder weniger täglich mit 20 Einsätzen beschäftigt gewesen. "Da nimmt es schon ein bisschen den Druck, dass das Wetter jetzt besser zu werden scheint", weiß der Pressesprecher. Denn auch wenn die Einsatzkräfte schwer gefordert sind, wissen sie, warum sie es machen. "Es ist wirklich ein Kunststück, wie die das durchhalten", lobt Bratzdrum.

Auch in der Bevölkerung sind alle froh, dass sich die Einsatzkräfte so einsetzen. Deshalb werden sie mit Kuchen und anderer Nervennahrung versorgt.

Nicht ganz so froh werden die Schüler sein, denn für sie beginnt am Mittwoch wieder der normale Schulalltag. "Im Berchtesgadener Land ist morgen, Mittwoch, 16. Januar 2019 wieder an allen staatlichen Schulen regulärer Unterricht. Es gelten aber folgende Ausnahmen: An der FOS und dem Gymnasium der CJD-Christophorusschulen in Berchtesgaden fällt der Unterricht aus. Vom Unterricht befreit sind außerdem die Schülerinnen und Schüler, deren Wohnorte per Schulbus nicht erreichbar sind", meldet das Landratsamt Berchtesgadener Land.

cz

Quelle: BGland24.de

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