Sanierung der Kehlsteinwege hat begonnen

Giftiger Teer: "Wir arbeiten zum Schutz von Mensch und Umwelt"

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Bagger reißen die teerhaltige Schichte auf
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Berchtesgaden - Es ist soweit! Die Sanierung der Kehlsteinwege hat begonnen. In den kommenden Wochen entfernen Bagger das giftige teerhaltige Material aus den Kehlsteinwegen.

Viele Jahre wurde diskutiert, geprüft und insgesamt fünf runde Tische fanden im Landratsamt der Stadt Bad Reichenhall statt. Nun ist der Startschuss zur Sanierung der Kehlsteinwege gefallen. In den kommenden Wochen entfernen Bagger das giftige teerhaltige Material aus den Kehlsteinwegen.

Ein Sachverständiger wird dabei kontinuierlich entscheiden wie tief die Bagger graben müssen, um die krebserregenden Gifte aus der Landschaft zu entfernen. Sind alle kontaminierten Materialien zuverlässig entsorgt, können die Wege wieder hergestellt werden. Wie beim letzten der fünf runden Tische beschlossen, werden die zukünftigen Wege möglichst schmal gehalten, um die vorhandenen Stützbauwerke und Mauern zu erhalten.

"Wir arbeiten hier zum Schutz von Mensch und Umwelt", so Daniel Müller von den Bayerischen Staatsforsten zu den Sanierungsmaßnahmen. Und ergänzt: Wir bitten alle Erholungssuchenden um Verständnis und Einhaltung der Wegesperrungen."

Vorsicht Wegsperrungen

Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen mussten alle Zugangswege zum Kehlstein zwischen Scharitzkehl und Obersalzberg gesperrt werden. Es wurde daher im Vorfeld eine Umleitungsroute gebaut und ausgewiesen, um den Erholungssuchenden, zu Fuß oder auf dem Rad den Aufstieg zum Kehlstein auch weiterhin zu ermöglichen. Die Umleitungsroute wird durch Infotafeln an zahlreichen Stellen im Kehlsteingebiet erläutert.

Darum werden die Wege saniert

Auf einem Teilstück von rund 13 Kilometern wurde in den 1930er Jahren hochgiftiger Teer verbaut. Bis zu 10.000 Milligramm polyzyklische aromatisierte Kohlenwasserstoffe enthält der Teer pro Kilo. Bereits ab 1000 Milligramm gelten diese Stoffe als "gefährlicher Abfall": Krebserregend, reproduktionsschädlich, boden- und wasserschädlich.

Quelle: BGland24.de

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