Vergleichsportal ermittelt 

Meistgesuchten Jugendwörter: "Das ist doch mal cringe, habibi!"

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Das sind die meistgesuchten Jugendwörter.

Berlin/ Rosenheim - "Cringe" ist das meistgesuchte Jugendwort. Das hat das Informationsportal vergleich.org über die Google-Suchanfragen ermittelt. Das Vergleichsportal hat die ersten zehn Jugendwörter ermittelt.

Pressemeldung im Wortlaut:

Wie sehr die “Jugendwörter des Jahres” tatsächlich der Jugendsprache entsprechen, wird immer wieder angezweifelt. Unterhaltsam sind sie aber allemal.  "Für die Auswertung wurden die 20 von Langenscheidt für das ‘Jugendwort des Jahres’ 2019 nominierten Jugendslang-Begriffe mithilfe von SEO-Tools ausgewertet und so das beliebteste Jugendwort 2019 ermittelt”, erläutert Désirée Rossa von Vergleich.org das Vorgehen.

Gar nicht peinlich: “Cringe” auf Platz eins 

Der aus dem Englischen stammende Ausdruck steht dafür, dass etwas peinlich ist, beziehungsweise man sich fremdschämt und landet mit 76.860 Google-Suchanfragen pro Monat an der Spitze des Rankings. Wie die meisten der Jugendwörter ist auch dieser Ausdruck im Netz stark verbreitet. 

Entsprechend werden in diesem Kontext auch alle möglichen Dinge online gesucht, die “cringe” sein könnten, beispielsweise “cringe songs”, “cringe moments” oder “cringe 50 shades of grey quotes”. Rossa rät: “Für alle, die gar nicht genug vom genüsslichen Fremdschämen bekommen können: Der Reddit-Thread “r/cringe” versammelt stets das Neueste an Internet-Peinlichkeiten”. 

Die ersten zehn meistgesuchten Jugendwörter. Kennen Sie sich aus? 

“Habibi” auf Platz zwei 

Auf dem zweiten Platz landet der aus dem Arabischen stammende Begriff “Habibi” mit 72.000 Suchanfragen. Der Ausdruck bedeutet “Schatz” oder “Liebling”. Für (männliche) Kumpels gibt es auch den Ausdruck “Habibo”. “Habibi” ist eigentlich die männliche Form, zu einer Frau müsste man streng genommen “Habibti” sagen.

Umgangssprachlich, auch in vielen Songs, wird aber “Habibi” auch für weibliche “Schätze” gebraucht. Auch im Deutschrap wird das Wort gerne verwendet, so zum Beispiel in “Yalla Habibi” von ApoRed, “Yallah Habibi” von DJ Antoine, Sido und Moe Phoenix oder “Habibi” von Nura

Auf dem dritten Platz mit 40.500 Suchanfragen: “Alman”, die Bezeichnung für jemanden, der sich klischeehaft “deutsch” verhält, also beispielsweise Wert auf Pünktlichkeit, Ordnung, Fleiß und allgemein die Befolgung von Regeln legt. Oder wie es Phil Laude in seinem Song “Alman ” auf den Punkt bringt:

“Bierbauch ist da Bärlauch ist da Tennissocken in Birkenstock Almanananana Hemd in der Hose Tanzen Katastrophe Das ist der Alman in dir Almanananana, yeah”

“Kek” auf Platz vier

Mit 20.500 Suchanfragen pro Monat landet “Kek” auf dem vierten Platz. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Online-RPG “World of Warcraft” und steht im Internet-Kontext meist als Alternative für LOL. “Im Hip-Hop-Kontext wird der Begriff eher abwertend für einen Verlierer-Typen oder Möchtegern verwendet, ähnlich dem deutschen Begriff ‘Lauch’”, so Rossa. 

“Bratan” auf Platz fünf 

Der aus dem Russischen stammende Begriff leitet sich von dem Wort für “Bruder” ab und kommt mit 19.380 Suchanfragen pro Monat auf den fünften Platz. Besonders populär ist der Ausdruck ohne Zweifel durch den Berliner Rapper Capital Bra geworden. Wer die beiden Klischees von Platz drei und Platz fünf amüsant veranschaulicht sehen möchte, kann sich die Youtube-Videos “Alman vs. Bratan” von Phil Laude und Slavik Junge anschauen.

Auf Platz sechs: “Gönnjamin” 

Der Ausdruck steht für jemanden, der sich Luxus gönnt. “Rapper Kollegah machte den Begriff populär und hat sogar eine eigene Modelinie mit diesem Namen”, merkt Rossa an. Na dann: Treat yo self! 

Mit 10.200 Suchanfragen auf Platz sieben: Das “Hustlen”. 

Im ursprünglichen US- bzw. Rap-Kontext muss man sich dabei nicht unbedingt innerhalb der Grenzen der Legalität aufhalten: “Das Substantiv “Hustler” kann im US-Slang für verschiedene zwielichtige Berufsgruppen wie Dealer, Zuhälter oder Betrüger stehen”, führt Rossa aus. 2018 waren “Ehrenmann” und “Ehrenfrau” die Jugendwörter des Jahres – 2019 schafft es 

 

Der Ausdruck dafür, dass jemand sich hat demütigen lassen, kommt ursprünglich aus dem Videospiel-Kontext. 

Auf dem neunten Platz: Das “Cornern”, 

also an einer Straßenecke Herumhängen und Trinken, das sich gerade in den Sommermonaten einer immer höheren Beliebtheit erfreut. “Späti ist der Shit” – Der Berliner Rapper MC Fitti besingt in vielen seiner Songs die Berliner Sonderform des Cornerns, die ohne die universelle Verfügbarkeit von Alkohol zu jeder Tages- und Nachtzeit per Spätkauf so nicht denkbar wäre.

Auf dem zehnten Platz: “Tchuligom”. 

Der Ausdruck geht auf eine orthographisch unterdurchschnittlich korrekte Ebay-Kleinanzeige zurück und ist, ähnlich wie “Schulligung”, eine Verballhornung bzw. falsche Schreibweise von “Entschuldigung”. Der Ausdruck hat dadurch etwas von  “i bims”, dem Jugendwort 2017. 

Quellle: Vergleich.org 

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