Betrüger werden immer kreativer

Altötting - Dreiste Betrüger lassen sich immer neue "Geschäftsideen" einfallen, um an das Geld von anderen Leuten zu kommen.

Sie setzten dabei auf Unwissenheit, Sorglosigkeit oder Gewissenhaftigkeit ihrer Opfer und scheuen auch nicht vor pietätlosen Vorgehensweisen zurück.

Eine Seniorin aus dem Landkreis Altötting erhielt per Post eine Rechnung, angeblich vom Institut für Rechtsmedizin in München. Die Frau sollte die Kosten für eine DNA-Untersuchung bei ihrem kürzlich verstorbenen Ehemann auf ein Bankkonto überweisen. Da es eine solche Untersuchung jedoch gar nicht gegeben hatte, musste von einem Betrug durch einen Unbekannten ausgegangen werden. Im Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurde diese unverfrorene Betrugsmasche in der letzten Zeit auch in den Landkreisen Bad Tölz- Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen registriert. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass auch Menschen in anderen Gegenden, die in der letzten Zeit Angehörige verloren haben, zum Ziel für den oder die unbekannten Betrüger wurden oder noch werden. Nicht klar nachvollziehbare Forderungen zu angeblich offenen Rechnungen nach einem Todesfall sollten durch die Angehörigen gründlich geprüft werden, rät die Polizei.

Viele junge Frauen träumen davon für ein paar Monate als Au-pair ins Ausland zu gehen, so auch eine 21-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim. Ihr kam das Angebot einer angeblichen englischen Familien im Internet gerade recht. Schnell hatte man per E-Mail Kontakt aufgenommen und sich geeinigt. Als aber plötzlich wegen einer angeblich neuen Gesetzesänderung 500 Englische Pfund als Kaution hinterlegt werden sollten, kam der jungen Frau der Aufenthalt in England dann etwas „spanisch“ vor. Dieses Geld sollte vor der Anreise per Bargeldtransfer nach England überwiesen werden. Sie wandte sich an die Polizei. Eine gesetzliche Bestimmung dieser Art ist nicht existent. Hier hatten es Betrüger nur auf die Vorauszahlung der angeblichen Kaution abgesehen. Nach polizeilichen Erfahrungen bricht der Kontakt nach einem Geldtransfer dann ab, Gegenleistungen werden nicht erbracht. Die Polizei rät: Prüfen sie die Au-pair-Angebote genau und vertrauen sie nicht allein auf Internetkontakte. Leisten sie keine Vorauszahlungen. Geben Sie über das Internet oder bei telefonischen Kontakten keine persönlichen Daten preis.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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