Biber als Publikumsmagnet

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Die Biber "Plitsch und Platsch" zogen es auch beim Besuch von Hubert Weiger, Landesvorsitzender des Bund Natuschschutz (Dritter von rechts) vor, in ihrem Bau zu bleiben. Dafür präsentierte Ernst Böckler, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Rosenheim (Zweiter von links), der Vereinsspitze ein ausgestopftes Exemplar.

Rosenheim - Die beiden Landesgartenschau-Biber sind wirksame Publikumsmagneten, trotz ihrer Fähigkeit, sich tagsüber für Besucher scheinbar "unsichtbar" zu machen.

Auch Hubert Weiger, Landesvorsitzender des Bund Naturschutz (BN), bekam die beiden niedlichen Tiere bei seinem Besuch in Rosenheim nicht zu Gesicht. Von dem LGS-Beitrag seines Vereins zeigte er sich dennoch überzeugt. "Alle Erwartungen wurden übertroffen", freute er sich bei seiner Zwischenbilanz. Das rund 300 Quadratmeter große Freigehege von "Plitsch" und "Platsch" ist meistens von Besuchern dicht umlagert. Besonders Kinder sind von den beiden scheuen Gesellen begeistert.

Zu Gesicht bekommen sie aber nur die wenigsten persönlich - Biber sind nun einmal nachtaktiv. Dafür gibt es aber das "Biber-Fernsehen" im Pavillon des Bund Naturschutz, und dort halten sich einige Gäste mittlerweile täglich pünktlich um 16.30 Uhr auf. Denn da ist Fütterungszeit und die Chance am größten, die "bayerischen Ureinwohner" in ihrer Burg beobachten zu können.

Auch den rund 60 ehrenamtlichen Helfern, die den Stand des Bund Naturschutz auf der Landesgartenschau betreuen, sind die Biber ans Herz gewachsen. "Die beiden sind zwei ganz unterschiedliche Charaktere. Das wird immer deutlicher sichtbar", erzählte BN-Mitglied Veronika Maurer bei der Pressekonferenz anlässlich einer Zwischenbilanz.

Auch Maurer betreut den BN-Stand regelmäßig. Insgesamt hätten die ehrenamtlichen Helfer bereits 2880 Stunden auf der Landesgartenschau verbracht. "Eine wunderschöne Aufgabe. Man kann auf diese Weise das Interesse der Menschen an der Natur wecken", so Maurer.

Dabei ginge es in erster Linie gar nicht so sehr um die Biber, meinte Ernst Böckler, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Rosenheim: "Viel mehr wollen wir Einblick geben in den Auwald in seiner Gesamtheit Natürlich gehört der Biber als einer seiner typischen Bewohner da dazu."

Die Resonanz auf der Landesgartenschau sei hervorragend: "Unser Konzept geht voll auf."

Zwölf Mal sei der Bund Naturschutz bereits auf bayerischen Gartenschauen präsent. Stets habe der BN dabei auf direkte Naturerfahrung und qualifiziertes umweltpädagogisches Programm gesetzt.

Die hohen Besucherzahlen würden bestätigen, dass es für einen Naturschutzverband sinnvoll sei, die Plattform der Landesgartenschauen zu nutzen, um Umweltthemen an ein breit gefächertes Publikum heranzutragen und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren - auch die, die weniger zum traditionellen Naturschutzpublikum gehören.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

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