In der Nacht am Münchner Hauptbahnhof

Waffen, Schüsse und Blut: So lief die Anti-Terror-Übung „Lelex“

Terror-Übung am Münchner Hauptbahnhof
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Bedrohlich echt wirkten die Szenen am Münchner Hauptbahnhof bei der Terror-Übung "LELEX".
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Bedrohlich echt wirkten die Szenen am Münchner Hauptbahnhof bei der Terror-Übung "LELEX".
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München - In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde am Münchner Hauptbahnhof der Ernstfall mit einem Großaufgebot an Polizisten, Rettern und der Feuerwehr geprobt. 

Mittwoch gegen 03.40 Uhr wurde die gemeinsame Großübung der Bundespolizei, der Polizei München sowie der Feuerwehr München und den Münchner Rettungsdiensten beendet. Zusätzlich waren das Landratsamt München, die Deutsche Bahn AG und die Münchner Verkehrsgesellschaft eingebunden. Die beteiligten Behörden und Organisationen wollten bei dieser Übung unter anderem überprüfen, inwieweit die überarbeiteten und aktualisierten Einsatzkonzepte einen Praxistest bestehen. Daneben waren die schnelle und anlaufzeitfreie Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden sowie ein effektiver Informationsfluss eine zentrale Aufgabe in der Übung.

Am Hauptbahnhof kam es zum Angriff von vier bewaffneten Tätern. Der erste Täter stach mit einem Messer im Starnberger Flügelbahnhof auf Passanten ein, während zwei Mittäter im Untergrund mit Schusswaffen agierten. Eine besondere Herausforderung im Zwischengeschoss waren die zahlreichen Personen, die den Einsatzkräften die Lokalisierung der Täter erschwerte. Ein vierter Täter befand sich in einem Zug am Bahnsteig des Starnberger Flügelbahnhofs und schoss dort auch auf Passanten. Die Täter wurden durch Kräfte des Polizeipräsidiums München und der Bundespolizei bekämpft. In Garching-Hochbrück musste u. a. auch eine Geiselnahme gelöst werden.

Um die Übung noch realistischer zu halten, wurden über Mitteilungen am Notruf sowie über die sozialen Netzwerke über 1500 Meldungen, Hinweise und Anrufe eingespielt, die zahlreiche Gerüchte und Fehldeutungen beinhalteten. Dieses hohe Informationsaufkommen stellte die übenden Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen, da hier relevante von unwichtigen Informationen getrennt und Gerüchte oder tatsächliche Hinweise schnell und sicher erkannt werden mussten.

Gleichzeitig wurden während der Übung weitere, nicht im Dienst befindliche Einsatzkräfte alarmiert und wichtige Bereiche wie Tatortarbeit, Betreuung von Opfern und Zeugen sowie kriminalpolizeiliche Hintergrundermittlungen „live“ anhand des laufenden Szenarios abgearbeitet.

Die Übung wurde an den Ereignisorten, im Präsidium und im Führungsstab sowie in den Fachdienststellen von Schiedsrichtern begleitet. Diese dokumentierten die Entscheidungen und Maßnahmen der übenden Einsatzkräfte und stellen ihre Erkenntnisse nun als wichtigen Baustein für die anstehende Aufbereitung der Übung zur Verfügung.

An der Gesamtübung nahmen auf Seiten der beiden beteiligten Polizeibehörden insgesamt 1.500 Polizeibeamte teil. Neben den 1000 Angehörigen des Polizeipräsidiums München waren 500 Beamte der Bundespolizei beteiligt. Davon wurden 400 Personen in unterschiedlichen Rollen als Darsteller eingesetzt.

Außerhalb der Übung war die Einsatzfähigkeit der Münchner Polizei und der Bundespolizei gewährleistet. Ab Beginn der Übung wurden die nunmehr in die Szenarien eingebundenen Dienstkräfte des Nachtdienstes mit bereitstehendem Personal ersetzt, welches die Bewältigung des normalen Einsatzaufkommens sicherstellte. Die Übung verlief ohne Störungen. Es kam zu keinen nennenswerten Beeinträchtigungen im Reiseverkehr rund um den Hauptbahnhof.

mh/Pressemitteilung Polizeipräsidium München

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