Bischof Hofmann verlangt mehr Einmischung der Kirche

Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann (Archivbild).

Würzburg - Die katholische Kirche in Deutschland sollte sich nach Ansicht des Würzburger Bischofs Friedhelm Hofmann mehr in gesellschaftliche Diskussionen einmischen.

“Wir müssen für die Schwachen das Wort erheben und für sie eintreten. Und da muss auch die Bischofskonferenz flexibel sein“, sagte er im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. “Es dürfen nicht immer Zeiträume verstreichen, bis wir uns treffen und miteinander überlegen.“ Schon vorher sollten sich die Bischöfe über aktuelle Themen beraten, “um bestimmte Entscheidungen zum Wohl der Schwachen zu beeinflussen“.

Nach Hofmanns Worten darf die Schere zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinandergehen. “Wir müssen darauf aufpassen, dass Deutschland eine gesunde Mittelschicht behält.“ Es dürfe nicht sein, “dass über mehrere Generationen hinweg Hartz IV die Lebensgrundlage ist. Wir müssen schon bei den Kindern in diesen Familien ansetzen, ihnen gleiche Bildungschancen geben, damit sie aus dem Elend herauskommen und auch durch die Schule eine andere Perspektive für ihr Leben gewinnen.“

dpa

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