Kadaver in Niederbayern entdeckt

Toter Luchs ruft Staatsanwaltschaft auf den Plan

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Bischofsmais - In Niederbayern wurde ein toter Luchs aufgefunden. Das Tier wurde vermutlich Opfer einer "illegalen Nachstellung". Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Bereits am 16. Juli entdeckte ein Spaziergänger einen toten Luchs auf einer Zufahrtsstraße zum "Landshuter Haus". Das junge Weibchen war offenbar deutlich ausgehungert.

Der Kadaver wurde von einem Tierarzt untersucht und geröntgt. Die Todesursache bleibt aber weiter unklar, es gibt keine Hinweise auf eine Gewalteinwirkung. Ein Verkehrsunfall oder Beschuss kann ausgeschlossen werden.

Allerdings war der Bewegungsapparat des Jungtiers offenbar stark geschädigt, vermutlich ist das Tier in eine illegale Falle im Zeitraum vom Oktober bis November 2018 geraten. Der Luchs war zu diesem Zeitpunkt etwa sechs Monate alt.

Wegen der Verletzung wurde das Jungtier wahrscheinlich von der Mutter abgestoßen. Auf sich alleine gestellt, konnte das Tier sich wohl nicht mehr ausreichend  mit Futter versorgen und verhungerte.

Die eingesetzte Ermittlungsgruppe der Polizei Regen führt jetzt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Deggendorf und mit Unterstützung des Landesamts für Umwelt strafrechtliche Ermittlungen wegen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz und dem Bundesjagdgesetz. Dem unbekannten Täter drohen bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe.

bcs

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