Aschau

Blindgänger explodiert: Sechs Feuerwehren und das Technische Hilfswerk üben in Aschau für den Ernstfall

Die Alarmierung kam gegen 19.30 Uhr über Funk: Bei Baggerarbeiten in einem Aschauer Kieswerk ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Durch die Druckwelle wurden mehrere Personen verletzt und verschüttet.

Blaue Fässer

Dieses Schreckensszenario war Ausgangspunkt für eine Großübung von sechs Feuerwehren aus Aschau, Werk Aschau, Ebing, Pürten, St. Erasmus und Waldkraiburg sowie dem THW Mühldorf. Mit einer Gesamtstärke von 110 Mann rückten sie in die von Kreisbrandmeister Hans Zacherl organisierte Übung aus, um die Verletzten und Verschütteten aus der Tiefe und aus Fahrzeugen zu bergen und zu versorgen. Dabei kamen verschiedene Techniken der Feuerwehrausbildung wie Absturzsicherung, Drehleitereinsatz und Arbeiten mit Schneid- und Spreitzgerät zum Einsatz.

Auch die für Feuerwehrleute nicht minder wichtige Erste-Hilfe-Ausbildung war Teil der Übung. Erschwert hinzu kam ein nicht als Gefahrgut gekennzeichneter Lastwagen aus dem gefährliche Flüssigkeiten aus Fässern austraten. Mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten und spezieller Schutzkleidung für Chemieunfälle tasteten sich die Rettungskräfte an das Unfallfahrzeug heran. Zur Eigensicherung der Übenden stellte das BRK Waldkraiburg Sanitäter zur Verfügung. Nach eineinhalb Stunden beendete die Einsatzleitung die Übung. Alle 15 verletzten und vermisst gemeldeten Personen waren aufgespürt, geborgen und fachmännisch versorgt. Im Gerätehaus Aschau traf man sich zur detaillierten Übungsbesprechung. KBM Zacherl stellte fest, dass sämtliche Übungsziele vollständig erreicht wurden. Fotosfib

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