Die große Karte der Radar-Fallen

Landkreis - Morgen heißt es für Raser: "Bitte recht freundlich!" Die Polizei in Bayern startet den Blitz-Marathon. Wo in Ihrem Landkreis die Radarfallen stehen, zeigt unsere Karte.

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Karte der Blitzer in der Region

Alle 1500 Blitzer in Bayern

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München die Details zum ersten Bayerischen Blitzmarathon bekannt gegeben. "Von 10. bis zum 17. Oktober kontrollieren wir mit etwa 2.200 Kontrollpersonen an rund 1.500 Messstellen in ganz Bayern, ob die Geschwindigkeitslimits eingehalten werden." Herrmann weiter: "Es geht uns nicht darum, möglichst viele Verkehrssünder zur Kasse zu bitten. Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger bewusst den Fuß vom Gas nehmen und damit deutlich sicherer ankommen. Denn überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor Hauptunfallursache Nummer Eins."

Die bundesweite Kontrolle ist nach Ansicht des ADAC eine sinnvolle Maßnahme, um die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren durch zu schnelles Fahren aufmerksam zu machen. Im Rahmen der Aktion kontrolliert die Polizei mit mobilen Messgeräten die Geschwindigkeit. In der Regel wird vorab bekannt gegeben, an welchen Stellen geblitzt wird.

Allein im Jahr 2012 wurden in Bayern bei Geschwindigkeitsunfällen 10.551 Menschen verletzt und 215 getötet. Gleichzeitig ereigneten sich rund 80 Prozent aller schweren Verkehrsunfälle mit Getöteten auf Landstraßen. 2012 kamen dadurch 262 Pkw-Insassen und 116 Motorradfahrer ums Leben. "Daher werden Landstraßen der Schwerpunkt unseres Blitzmarathons sein", erläuterte Herrmann. Dabei setze die Bayerische Polizei auf modernste Technik. Herrmann: "Die Bildqualität ist bei den neuen digitalen Messgeräten zur Geschwindigkeitsüberwachung deutlich besser als bei den bisherigen analogen Geräten." Auch stehe das digitale Bildmaterial sofort zur Verfügung. Die Anhörbögen können daher zeitnah an die Betroffenen versandt werden. "Damit haben wir die Möglichkeit, Verkehrssünder schnell über ihr Fehlverhalten aufzuklären", so Herrmann. "Das fördert den verkehrserzieherischen Effekt besonders."

Darüber hinaus setzt der Innenminister auf das unmittelbare Gespräch: "Sofern es möglich ist, werden wir die Verkehrsteilnehmer gleich nach der Geschwindigkeitsmessung anhalten und über die Gefahren des zu schnellen Fahrens aufklären. Nur wenigen ist leider bewusst, dass einige Stundenkilometer zu schnell oft den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten können." Raserei bringe bestenfalls einen geringen Zeitgewinn, gefährde aber das eigene Leben und das der anderen Verkehrsteilnehmer, warnte Herrmann.

Die ADAC Unfallforschung hat die Gruppe der jungen Verkehrsteilnehmer (18-25) näher beleuchtet. Das Ergebnis: Das Risiko, verletzt oder getötet zu werden, ist mindestens doppelt so hoch wie im Gesamtunfallgeschehen.

Die häufigsten Unfallursachen sind:

* Mangelnde Fahrpraxis / Fehlende Routine in Grenzsituationen

* Fehleinschätzung der Verkehrssituation

* nicht angepasste Geschwindigkeit

Schwere Verletzungen ergeben sich, weil häufig ein Aufprall gegen einen Baum passiert. Hinzu kommt das hohe Fahrzeugalter, im Schnitt sind die Autos der jungen Autofahrer schon 9,5 Jahre alt – aufgrund der geringeren aktiven und passiven Sicherheit sind die Insassen weniger geschützt. Oft fehlt das elektronische Stabilitätsprogramm ESP und sogar Airbags.

Presse-Informationen ADAC/Bayer. Innenministerium

Rubriklistenbild: © GoogleMaps/dpa

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