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Trotz Ankündigung wieder zahlreiche Temposünder

Blitzmarathon 2022: Das sind die „Spitzenreiter“ in Bayern und der Region

9. Bayerischer 24-Stunden-Blitzmarathon
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Zum 9. Mal fand der 24-Stunden-Blitzmarathon in Bayern statt (Symbolbild).

Trotz vorher bekannter Kontrollstellen hat die Polizei bei ihrem 24-stündigen Blitzmarathon bayernweit erneut zahlreiche Temposünder aus dem Verkehr gezogen. Bayerns Spitzenreiter wurde im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd gemessen:

Update, 13.48 Uhr - Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 

Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit waren im vergangenen Jahr 2021 für nahezu ein Viertel der Verkehrsunfalltoten im südlichen Oberbayern ursächlich. Aus diesem Grund beteiligte sich das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auch 2022 wieder am 24-Stunden-Blitzmarathon. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wurden in diesem Zeitraum an 137 Messstellen knapp 19.000 Fahrzeuge kontrolliert, 586 Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten dabei geahndet werden. Zusätzlich wurden noch 127 weitere Verstöße festgestellt, die ebenfalls geahndet wurden.

Ein drastischer Verstoß in Sachen Geschwindigkeit wurde am Donnerstagabend (24. März) auf der A995 auf Höhe der Anschlussstelle Unterhaching gemessen. Im besagten Streckenabschnitt ist die Autobahn ab 22 Uhr zum Schutz der Anwohner vor Lärm in der Nachtzeit auf eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h beschränkt. Anstatt der erlaubten 80 km/h blitzte es bei sage und schreibe 190 km/h. Den „Tagesschnellsten“ erwartet nun eine Geldbuße in Höhe von 1400 Euro, zwei Punkte in der Verkehrssünderdatei in Flensburg und ein Fahrverbot von drei Monaten.

Insbesondere bei den tödlichen Unfällen spielte überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit auch im vergangenen Jahr 2021 im südlichen Oberbayern die größte Rolle. 18 Menschen, und damit nahezu ein Viertel der Verkehrstoten, verloren im Straßenverkehr ihr Leben, weil zu schnell gefahren wurde. Raser waren zudem für 1344 zum Teil schwerverletzte Verkehrsteilnehmer verantwortlich.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Erstmeldung 12.52 Uhr - Bilanz des Innenministeriums

Beim neunten Bayerischen 24-Stunden-Blitzmarathon hat die Bayerische Polizei 9756 Geschwindigkeitssünder erwischt - deutlich mehr, als beim Blitzmarathon 2021 (7036 Geschwindigkeitsverstöße). Der traurige Höchstwert wurde bei einem Autofahrer gemessen, der auf der A995 bei Unterhaching (Polizeipräsidium Oberbayern Süd) mit 190 Stundenkilometern anstatt der erlaubten 80 gemessen wurde. Ihm drohen eine Geldbuße von 1400 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Fast 40 Prozent mehr Raser trotz tagelanger Vorankündigung zeigt: Viel zu viele scheren sich offenbar nicht um Tempolimits und gefährden sich sowie andere“, erklärte Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner. „Das ist absolut unverantwortlich!“ Die Polizei werde über den Blitzmarathon hinaus in ganz Bayern weiterhin verstärkt kontrollieren. „Das ist keine Abzocke, sondern ein Weckruf für die Verkehrssicherheit.“

Die Spitzenreiter der einzelnen Polizeipräsidien:

  • PP Oberbayern Süd auf der A995 bei Unterhaching 110 km/h zu schnell
  • PP Mittelfranken auf der A9 Höhe Simmelsdorf 72 km/h zu schnell
  • PP Schwaben Süd/West auf einer Kreisstraße bei Erkheim 69 km/h zu schnell
  • PP Oberbayern Nord auf der A8 bei Sulzemoos 68 km/h zu schnell
  • PP Schwaben Nord auf der B25 bei Harburg 57 km/h zu schnell
  • PP München auf der Ackermannstraße 55 km/h zu schnell
  • PP Oberpfalz auf der B20 53 km/h zu schnell
  • PP Oberfranken auf der Staatsstraße 2190 49 km/h zu schnell
  • PP Unterfranken auf der B19 bei Unterpleichfeld 49 km/h zu schnell
  • PP Niederbayern auf der B85 bei Regen 40 km/h zu schnell

Kirchner machte deutlich, dass die Einhaltung der Tempolimits unbedingt notwendig ist: „Für rund ein Viertel der Verkehrstoten auf Bayerns Straßen ist zu schnelles Fahren verantwortlich.“ 2021 wurden in Bayern insgesamt 109 Personen durch Geschwindigkeitsunfälle getötet (2021 insgesamt 443 Verkehrstote). „Die Gefahren von zu schnellem Fahren sind vielen offenbar nicht bewusst“, betonte der Innenstaatssekretär. „Daher sind Aktionen wie der Blitzmarathon unverzichtbar: Die einen nehmen die Tempolimits wieder ernster, die anderen bekommen einen kräftigen Denkzettel.“

Landstraßen waren besonders im Visier

Der 24-Stunden-Blitzmarathon war Teil des europaweiten ‚Speedmarathons‘, der vom europäischen Verkehrspolizei-Netzwerk ‚ROADPOL‘ koordiniert wurde. Beim neunten Bayerischen Blitzmarathon haben rund 2000 Polizistinnen und Polizisten sowie etwa 50 Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbände der kommunalen Verkehrsüberwachung 24 Stunden verstärkt die Geschwindigkeit an rund 2200 möglichen Messstellen in ganz Bayern kontrolliert.

Besonders im Visier waren Unfallschwerpunkte auf Landstraßen und Abschnitte, auf denen oft zu schnell gefahren wird. Ziel war, alle Verkehrsteilnehmer aufzurütteln, sich dauerhaft an die Geschwindigkeitslimits zu halten. Es ging beim Blitzmarathon nicht darum, möglichst viele Bußgelder einzunehmen, so das Innenministerium.

mh/Innenministerium Bayern

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