Aschau, Tuntenhausen oder Rottach-Egern

Königsdorfer Bluttat: Wenn Einbrecher Gewaltverbrecher werden 

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Königsdorf - Das schreckliche Gewaltverbrechen in Höfen bei Königsdorf mit zwei Toten und einer Schwerverletzten hat die Region erschüttert. Es war offenbar ein Einbruch mit furchtbaren Folgen - aber nicht der erste Fall dieser Art in unserer Gegend:

Mord an Rentnerehepaar in Aschau

Am Pfingstmontag 2014 durchsuchte ein Einbrecher, ein Ex-Justizbeamter, ein Ferienhaus in Aschau im Chiemgau. Es gehörte seinem Hausarzt (90) und dessen Frau (65), die den Täter überraschten. Die Situation eskalierte und der Einbrecher erschlug die Frau und erstach den Mann. Die Leichen versteckte er im Wald. 

Um den Verdacht von sich wegzulenken, ließ der Täter von einem Unbekannten später 4.000 Euro vom Konto des Arztes abheben. Der Ex-Wachtmeister wurde gefasst und inzwischen vom Landgericht Traunstein zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Rentner-Ehepaar umgebracht 

Doch zum Glück endeten nicht alle Zwischenfälle tödlich: In Neuried (Landkreis München) wachte ein Ehepaar im Sommer 2016 wegen eines verdächtigen Geräusches auf. Ein Einbrecher war durch ein gekipptes Fenster in ihre Wohnung eingestiegen. Der Täter prügelte brutal auf das Ehepaar ein und ergriff die Flucht.

Ende 2015 war ein 21-Jähriger in Kötz (Landkreis Günzburg) in ein Einfamilienhaus eingebrochen und war dabei vom 58-jähriger Bewohner überrascht worden. Der Einbrecher stach den Familienvater brutal nieder. Eine Notoperation rettete sein Leben. Der 21-Jährige wurde zu fünf Jahren Jugendhaft verurteilt.

Millionen-Coup in Rottach-Egern

Im Januar 2014 mussten ein Ehepaar in Rottach-Egern die 16 schlimmsten Stunden ihres Lebens durchstehen. Zwei Männer waren in das Haus eingedrungen und hatten die Eheleute mit Pfefferspray und Schlägen überwältigt. Sie wurden gefesselt und erst am nächsten Morgen von Nachbarn gefunden. Die Täter entkamen mit Beute in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Der Fall hatte deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. Über DNA-Spuren kam die Polizei den beiden Tätern aus Nordrhein-Westfalen aber auf die Schliche.

Zwei Jahre zuvor ereignete sich ganz in der Nähe am Tegernsee ein weiterer ähnlich gelagerter Fall. In Bad Wiessee fesselten Einbrecher im September 2012 vier Hausbewohner brutal und erbeuteten bei ihrem Einbruch hochwertigen Schmuck. Die Opfer konnten sich wenig später selbst befreien und die Polizei alarmieren.

Pfarrer in Todesangst

Todesangst hatten auch ein Pfarrer (73) und dessen Haushälterin (51) in Böbing (Landkreis Weilheim-Schongau). Zwei maskierte Täter hatten sich im Juli 2012 gewaltsam Zutritt zum Pfarrhaus verschafft, die Opfer mit Pistolen bedroht und gefesselt. Die Täter entkamen zunächst mit Scheckkarten und Bargeld, wurden aber rund einen Monat später von der Polizei geschnappt.

Rund einen Monat zuvor war es in Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim) zu einem ähnlichen Fall gekommen. Auch hier war ein Pfarrer brutal überfallen worden. Die beiden Täter wurden einige Monate später in Niederbayern verhaftet und anschließend zu zehn bzw. elf Jahren Haft verurteilt. Sie wollten mit den Überfällen ihre Drogensucht finanzieren.

mw

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