Bob-Prozess wird neu aufgerollt

+
Hans-Jörg Schwarzer (l.) will einen Freispruch für seinen Mandanten Peter H. erreichen.

Traunstein - Am 11. Oktober 2010 hat Richter Christian Liegl den Bob-Funktionär Peter H. wegen fahrlässiger Körperverletzung in vier Fällen verurteilt. Am Donnerstag beginnt die Berufungsverhandlung.

120 Tagessätze a 30 Euro lautete nach einem dreitägigen Prozess am Amtsgericht Laufen letztlich das Urteil für Peter H. Er soll schuld daran sein, dass im November 2009 zwei russische Bobs auf der Kunsteisbahn am Königssee ineinander krachten. Eine Athletin sitzt nach wie vor im Rollstuhl.

Lesen Sie auch:

Bob-Prozess: rote Ampel entscheidend

Wie der Rechtsanwalt von Peter H., Hans-Jörg Schwarzer, bereits nach der Urteilsverkündung im Oktober prophezeit hatte, hat er Berufung gegen das Urteil eingelegt. Jetzt muss am Landgericht Traunstein die komplette Beweisaufnahme noch einmal aufgerollt werden. Auch die Zeugen werden erneut befragt.

"Wir haben neue Beweise", kündigte Schwarzer gegenüber BGLand24 an. Der Anwalt erhofft sich einen Freispruch für seinen Mandanten. "Am Donnerstag wird der Prozess eröffnet, der Angeklagte angehört, dann geht es zum Augenschein an die Bobbahn und nach der Begehung wird in Traunstein voraussichtlich bis sieben Uhr weiterverhandelt."

Bilder vom Unglücksort:

Bilder vom Unglücksort

Ein Urteil soll nach bisherigen Informationen am 31. März fallen. Schwarzer hofft auf eine neue Auffassung des tragischen Bob-Unfalls am Königssee durch das Landgericht. Auftakt für die Verhandlung ist am Donnerstag um 9 Uhr. Am 21., 25. und 31. März soll die Verhandlung dann fortgesetzt werden. BGLand24 wird vor Ort sein und ausführlich über die Verhandlung berichten.

Christine Zigon

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser