Bombe am Bahnhof Mühldorf

Video: So erlebten die Betroffenen die Evakuierung

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen
  • Martin Weidner
    Martin Weidner
    schließen

Mühldorf- Am Mittwochnachmittag war am Bahnhof eine Bombe entdeckt worden. Nachdem 1500 Menschen ihre Häuser verlassen hatten, wurde die Fliegerbombe am späten Abend erfolgreich entschärft.

UPDATE 7 Uhr - So erlebten die Betroffenen die Evakuierung

UPDATE 22. Mai - 6.20 Uhr - Meldung der Polizei

Nach einem Bombenfund im Bereich des Mühldorfer Bahnhofes mussten am Mittwoch 1500 Bewohner evakuiert werden. Gegen 15.30 Uhr wurde bei Baggerarbeiten im Gleisbereich, etwa 500 Meter vom Bahnhof entfernt. eine 50 Kilogramm schwere Fliegerbombe gefunden. Das Objekt lag etwa 50 cm tief im Erdreich. Die alarmierte Mühldorfer Polizei traf sofort erste Absperrmaßnahmen. Ein Sprengmeister stellte fest, dass zur gefahrlosen Entschärfung ein Räumradius von 300 Meter erforderlich sei. Im Sperrgebiet mussten ca. 1500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Landrat Georg Huber begab sich selbst zum Einsatzort, um die Maßnahmen zu koordinieren. Örtlicher Einsatzleiter war Kreisbrandrat Harald Lechertshuber. Die Feuerwehren Mühldorf, Altmühldorf, Mössling, Töging, Waldkraiburg und Mettenheim übernahmen die Evakuierung, während Kräfte der PI Mühldorf und Unterstützungskräfte von der Bereitschaftspolizei die Zugangsstraßen sperrten. Die Bundespolizei übernahm die Absperrung des Bahnhofbereichs, der Tennisanlage und des Wertstoffhofes. Für betroffene Bewohner, die privat nicht unterkommen konnten, wurde ein Shuttle-Bus eingerichtet. Sie konnten in der Zeit bis zur Entschärfung in zwei Turnhallen bleiben. Mühldorfs Erste Bürgermeisterin, Marianne Zollner, informierte sich persönlich am Einsatzort und kümmerte sich anschließend um die Evakuierten. Das Rote Kreuz versorgte die Personen mit Getränken und kümmerte sich um die medizinische Versorgung. Um 23.30 Uhr hatte der Spuk ein Ende: Der Sprengmeister hatte die Bombe erfolgreich entschärft und die Bewohner konnten wieder in ihre Wohnungen zurück. Die Versorgung während des mehrstündigen Einsatzes übernahm das THW. Insgesamt waren 257 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Rotem Kreuz, Landespolizei und Bundespolizei im Einsatz.

UPDATE 0.10 Uhr: Bombe ist entschärft

Einsatzleiter Harry Lechertshuber

Aufatmen in Mühldorf: Am späten Abend konnte die Fliegerbombe von Spezialisten entschärft werden. Gegen 23.30 Uhr konnten die Anwohner in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Die Entschärfung sei problemlos verlaufen und habe nur rund 25 Minuten gedauert, sagte Einsatzleiter Harry Lechertshuber.

UPDATE 22.30 Uhr: Über 1.500 Personen mussten Häuser verlassen

Beim Fliegerbombenfund am Mühldorfer Bahnhof versammelten sich alle Einsatzleiter der verschiedenen Organisationen, der Sprengmeister sowie der Mühldorfer Landrat Georg Huber und die Mühldorfer Bürgermeisterin Marianne Zollner gegen 18.30 Uhr im Besprechungscontainer des THW Mühldorf, um über weitere Maßnahmen zu beraten. 

Ergebnis daraus war, dass mit Unterstützung der Feuerwehr und des THW alle Gebäude im Umkreis von 300 Metern um die Bombe evakuiert wurden. Da zunächst für die anstehende Evakuierung nicht genügend Einsatzkräft vor Ort waren, entschloss man sich kurzerhand die Feuerwehren aus Mettenheim, Altmühldorf sowie zusätzliche Kräfte der Mühldorfer Wehr und des THW hinzuzuziehen. Auch das Personal des Roten Kreuz wurde aufgestockt. 

Bombenfund in Mühldorf (2)

Die Personen, welche aus ihren Gebäuden gebracht werden mussten, konnten zwischenzeitlich in einer großen Turnhalle an der Töginger Straße untergebracht werden. Ein Shuttlebus hierfür wurde ebenfalls organisiert. Die Bereitschaftspolizei in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei übernahm die Verkehrsabsperrung. Gegen 22 Uhr waren die Evakuierungsmaßnahmen weitestgehendst abgeschlossen. 

Insgesamt sind im betroffenen Umkreis 1563 Bewohner gemeldet, davon 500 in der Schillerstraße, 225 Bewohner in der Martin-Greif-Straße, 219 Bewohner in der Bahnhofstrasse und im Bereich der Münchener Strasse von der Hausnummer 30 bis 57 sind 195 Bewohner gemeldet. Der Rest in anderen Straßen. 

Seitens der Einsatzleiter wurden insgesamt 257 Einsatzkräfte gezählt. Davon hatte die Feuerwehr 100 im Einsatz, das THW 35, das BRK 65 und die Polizei 57.

UPDATE 19.40 Uhr:

Diese Aufnahme der Bombe vom Bahnhof Mühldorf hat die Polizei soeben veröffentlicht

Jetzt wird auch in Mühldorf evakuiert. Bis 22 Uhr sollen alle Gebäude im Umkreis von 300 Metern um den Fundort geräumt sein. Betroffen davon sind u.a. auch mehrere Hochhäuser, das Bahnhofsgelände, der Wertstoffhof und der Tennisplatz. Inzwischen wurden zahlreiche Feuerwehren nachalarmiert, die die Evakuierung in kleinen Teams durchführen sollen.

Die Bürger werden gebeten nach Möglichkeit bei Verwandten unterzukommen. Besteht dazu keine Möglichkeit, können auch die Turnhallen der Berufsschule und des Gymnasiums aufgesucht werden.

Läuft alles nach Plan sollen die Entschärfung der Bombe gegen 22 Uhr beginnen und etwa eine Stunde dauern. Gibt es dabei keine Zwischenfälle, sollten die Bürger bereits in der Nacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können.

UPDATE 18.40 Uhr:

Heinrich Scho nahm es gelassen: „Genau dafür sind wir ja vor Ort. Erst einmal besteht kein Grund zur Aufregung.“ Scho ist Räumstellenleiter der Firma Terrasond, die wiederum im Auftrag der Südostbayernbahn die Bauarbeiten zum zweigleisigen Ausbau auf dem Bahnhofsgelände begleitet.

Um kurz nach 15 Uhr hatte die ferromagnetische Sonde von Schos Kollegen Stefan Keemann Alarm geschlagen. Keine Viertelstunde später stand zweifelsfrei fest, dass im Gleisbett eine amerikanische Fliegerbombe lag. Unentdeckt hatte sie 69 Jahre lang sämtlichen Erschütterungen der vorbeifahrenden Züge stand gehalten.

„Die Bombe besitzt zwei Aufschlagzünder und ist mit 70 Zentimetern Länge, 25 Zentimetern Durchmesser sowie einem Gewicht von rund 50 Kilogramm ein eher kleines Modell“, sagte Scho. Zum Vergleich: Die Fliegerbombe, die am Nachmittag fast zeitgleich bei Bauarbeiten am Bahnhof in Rosenheim entdeckt worden ist, wiegt  250 Kilogramm.

Die Fundstelle, die in Sichtweite der Walzmühle, etwa 500 Meter westlich des Bundespolizei-Geländes liegt, wurde großräumig abgesperrt, der Zugverkehr lief zunächst störungsfrei weiter. „Wir haben die Bombe wieder leicht abgedeckt, damit sie sich nicht zu sehr erhitzt“, erklärte Scho.

Gegen 18 Uhr kam Bürgermeisterin und Landrat zusammen, um mit dem Führungsstab das weitere Vorgehen zu besprechen. Gegen 19 Uhr wird der Sprengmeister aus Nürnberg erwartet. Dann soll auch entschieden werden, ob und ggf. in welchem Radius evakuiert werden muss/soll. Die Entschärfung der Fliegerbombe soll nach Möglichkeit noch am Abend erfolgen.

UPDATE 17.14 Uhr:

Die Einsatzleitung ist jetzt am Mühldorfer Bahnhof aufgebaut. Die Bombe scheint sicher zu liegen, solange sie nicht angefasst wird. Um 18 Uhr sollen sich die Einsatzleitung, der Sprengmeister und die Bürgermeisterin zu einer Besprechung treffen. Es soll geklärt werden, ob und wenn ja, was evakuiert werden soll.

Bombenfund in Mühldorf (1)

UPDATE 17.02 Uhr:

Ein Entschärfungs-Experte aus Nürnberg wird sich die Bombe ansehen. Der Zünder ist anscheinend zugänglich, die Bombe soll angeblich heute noch entschärft werden.

Erstmeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd:

Heute Nachmittag, gegen 15 Uhr, wurde am Bahnhof in Rosenheim im Rahmen von Bauarbeiten eine 250 kg schwere Fliegerbombe und kurz darauf am Bahnhof in Mühldorf nach erstem Augenschein eine 50 kg Fliegerbombe aufgefunden. Der Baubetrieb wurde an beiden Örtlichkeiten unverzüglich eingestellt und das Sprengstoffkommando verständigt. Derzeit ist der Zugverkehr in beiden Bereichen noch möglich. Über evtl. Evakuierungsmaßnahmen wird nach Begutachtung durch das Sprengstoffkommando entschieden.

Erstmeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Erstmeldung Innsalzach24.de:

Zufälle gibt´s, die gibt´s eigentlich gar nicht. Ungefähr zeitgleich wurden am Rosenheimer und am Mühldorfer Bahnhof jeweils eine Bombe gefunden. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bestätigte den Bombenfund auf Nachfrage von innsalzach24.de. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Fliegerbombe.

Der Zugverkehr läuft momentan planmäßig weiter.

Weitere Informationen folgen!

Quelle: innsalzach24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser