Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Keine Öffnung nach dem Lockdown

Bayerischer Gasthof schließt nach 380 Jahren: „Der Politik bin ich nicht böse“

Blick auf das Schild des Brauerei-Gasthofs Hümmer
+
Blick auf das Schild des Brauerei-Gasthofs Hümmer

In einem fränkischen Traditionsgasthaus bleiben auch nach dem Corona-Lockdown die Türen geschlossen. Der Familienbetrieb macht endgültig dicht - nach knapp 380 Jahren.

Breitengüßbach - Es wurde gekocht und geschmaust, geratscht und getratscht: Nach knapp 380 Jahren Familienbetrieb schließt ein beliebter Gasthof in Oberfranken für immer. „Corona hat uns nicht Pleite gemacht, aber zum Umdenken bewegt“, sagte Thomas Hümmer, Inhaber des Brauerei-Gasthofs Hümmer in Breitengüßbach. Der Familienbetrieb steht stellvertretend für ein Schicksal, das in Zeiten der Corona-Pandemie auf mehrere Gastronomen zukommen könnte.

Seit 1642 begrüßte die Familie ihre Gäste mit deftiger, fränkischer Küche - egal, ob zu Taufen oder 90. Geburtstagen. Die Entscheidung, dass die Türen auch nach dem Lockdown geschlossen bleiben werden, fiel der Familie nicht leicht. „Wir haben sehr, sehr lange mit allen Beteiligten geredet“, sagte Hümmer.

Schon seit Jahren macht sich in der Gastronomie-Branche der Fachkräftemangel bemerkbar. Die Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Lockdown samt laufender Fixkosten erschweren die Situation.

Dabei wurde der Brauerei-Gasthof erst 2012 für eine dreiviertel Million Euro umgebaut. „Der Politik bin ich nicht böse“, sagte Hümmer. „Schließlich gibt es kein Handbuch: „Wie gehe ich mit der Corona-Pandemie um.““

Ab Oktober soll der Gasthof an eine Senioren-Tagespflege verpachtet werden. Ein Großteil des Inventars sei bereits versteigert, sagte der 39 Jahre alte gelernte Koch. Zumindest für Kindergartenkinder und Schüler in der Region, die der Familienbetrieb beliefert, will Hümmer den Kochlöffel weiter schwingen.

dpa

Kommentare