AM HAUPTBAHNHOF MÜNCHEN AUS S-BAHN GEWORFEN

Verhaftet: Ganz München suchte den 17-jährigen S-Bahn-Schubser

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München - Ende November kam es in einer S3 am Hauptbahnhof zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Mehrere Jugendliche attackierten einen 63-Jährigen. Nun konnte ein 17-jähriger tatverdächtiger Schüler aufgrund einer Öffentlichkeitsfahndung gefasst werden. Wer und vor allem ob jemand die 1.000 Euro Belohnung erhält, entschiedet sich erst noch.

UPDATE: Donnerstag, 14.50 Uhr: Pressemitteilung Polizei

Am Mittwoch (27. Dezember) gab die Bundespolizeiinspektion München eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bild zu einer gefährlichen Körperverletzung an die Medien. Gesucht wurde auf Beschluss des Amtsgerichtes München nach einem rothaarigen jungen Mann, der am Dienstagabend, 21. November, kurz nach 20 Uhr, einen 63-Jährigen körperlich attackiert und anschließend aus der S-Bahn gestoßen hatte.

Bei der Bundespolizei gingen nach medialen Veröffentlichungen des Bildes sowie einer Sachverhaltsschilderung zahlreiche Hinweise zu mehreren Personen ein. In der Regel handelte es sich dabei um vorsichtige Hinweise; viele der Mitteiler zeigten sich bemüht, keinen Falschen verdächtigen zu wollen. Zudem waren auch Hinweise aus dem persönlichen Umfeld des Gesuchten darunter.

17-jähriger Schüler tatverdächtig

Im Laufe des Vormittages konnten die Ermittler dem, auf dem überlassenen Foto Abgebildeten Personalien und Identität zuweisen. Es handelt sich um einen 17-jährigen Schüler aus München.

Die Münchner Bundespolizei bedankt sich bei den Mitteilern und den Medien für die Unterstützung der Fahndung, die zur Ergreifung des Täters führte. Bezüglich der ausgelobten Belohnung wurden die eingehenden Hinweise dokumentiert. Die Unterlagen werden der Staatsanwaltschaft München I übergeben, die das weitere Prozedere übernehmen wird.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

Erstmeldung:

Der abgebildete, bisher unbekannte Mann, war am Dienstagabend, 21. November, kurz nach 20 Uhr, zusammen mit mehreren ihn offensichtlich begleitenden Personen, am Hauptbahnhof in eine Richtung Mammendorf verkehrende S-Bahn eingestiegen. Beim Einsteigevorgang kam es zwischen ihm und einem 63-Jährigen, ebenfalls Einsteigenden, zu einem verbalen Streit. Dieser eskalierte dahin gehend, dass unter Beteiligung des Gesuchten, der Mann aus Olching erst körperlich attackiert und dann gewaltsam aus der S-Bahn gestoßen wurde.

Der Olchinger stürzte zu Boden und blieb liegen. Die S-Bahntüren schlossen sich, und die voll besetzte S-Bahn fuhr ab. Am Haltepunkt Hirschgarten verließ der Gesuchte, zusammen mit einer größeren Personengruppe, darunter auch mindestens zwei nicht volljährige, ca. 16/17-jährige Mädchen, die S3. Der 63-Jährige war, nachdem sich Reisende um ihn gekümmert hatten, mit Kopfverletzungen in eine Münchner Klinik transportiert worden.

Die Bundespolizei geht nach den bisherigen Ermittlungen davon aus, dass die Personengruppe, die sich aus Deutschen im Alter von 17 bis 19 Jahren zusammensetzte, auf dem Weg in eine Diskothek am Hirschgarten war, in der eine "Party School" und ein "Neonfestival" veranstaltet wurde.

Die Bundespolizei fahndet mit den anhängenden Bildern nach dem Unbekannten, der auffällig rote Haare hat, ca. 180 cm groß und etwa 17 bis 19 Jahre alt ist.

Hinweise zu dem Gesuchten erbittet die Bundespolizei unter der Rufnummer 089/515550-111. Zum Vergrößern auf den Pfeil im oberen rechten Eck klicken.

Bereits am 11. Dezember hatte die Bundespolizei über den Vorfall berichtet. Nach Erscheinen von Medienberichten hatte sich eine Zeugin bei den Münchner Ermittlern der Bundespolizei gemeldet, die mit ihrem Handy Fotos des Täters und seiner Begleiter gemacht hatte. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I und auf Beschluss des Amtsgerichtes München bittet die Bundespolizei nun Bevölkerung und Medien um Unterstützung. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat ein Münchner Bürger eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilung Bundespolizei München

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