Verbot von Agrargiften gefordert

BN: Zu viel Gift auf Bayerns Feldern

Nürnberg - Der Bund Naturschutz beklagt eine zunehmende Belastung der Natur in Bayern mit Agrargiften. Diese würden großen Schaden in der Landschaft anrichten.

„Nur eine bessere Agrarförderpolitik, ein dauerhaftes Verbot von Agrargiften, die Mensch und Umwelt gefährden, und der Ausbau des ökologischen Landbaus kann den gefährlichen Trend umkehren“, sagte der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner am Freitag laut Mitteilung. In Deutschland würden jedes Jahr mehrere zehntausend Tonnen Giftwirkstoffe zur Bekämpfung von Wildpflanzen, Schadinsekten, Pilzkrankheiten und Nagetieren in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Pflanzenschutzmittel bringen nach Auffassung des BN massive schädliche Auswirkungen für Umwelt und Artenvielfalt mit sich.

Ein weiteres Problem für die Artenvielfalt sieht der BN in einer Monotonisierung der Agrarlandschaft. „Verluste von Wildpflanzen, Bienen und weiteren Nutzinsekten wie auch der dramatische Rückgang von Amphibien und Feldvögeln sind bedenkliche Entwicklungen, die von der Agrarpolitik nicht einfach so hingenommen werden dürfen“, sagte Mergner. Die Naturschützer fordern daher ein Umdenken und sprechen sich für den EU-Plan aus, mit dem die Kommission sieben Prozent der Äcker als ökologische Vorrangflächen ausweisen will. Dies würde zu einer sichtbaren Verbesserung der Artenvielfalt führen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

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