Weihnachten in der Heimat endet im Gefängnis

Bundespolizisten ziehen am Münchner Flughafen mehrfach gesuchten Profi-Dieb aus dem Verkehr

Profi-Dieb von Bundespolizisten festgenommen
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Trotz eines erheblichen Rückgangs der Passagierzahlen nehmen Bundespolizisten am Münchner Flughafen immer noch beinahe täglich mit Haftbefehl gesuchte Personen fest und führen diese anschließend der Strafverfolgung zu.

Flughafen München - Am Donnerstagabend (10.Dezember) schnappten Bundespolizisten einen mehrfach gesuchten Profi-Dieb am Münchner Flughafen.

Die Pressemeldung der Bundespolizei im Wortlaut:

Seit Jahren schon bestreitet er wohl seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen. Mehrfach war er auch erwischt worden. Allerdings konnte der Georgier offenbar immer wieder untertauchen und weitermachen. Im Sommer 2015 war er auf jeden Fall wegen seiner vermutlichen Lieblingsbeschäftigung zu drei Monaten Haft verurteilt worden. Knapp vier Jahre später haben die Strafverfolgungsbehörden in Nordrhein-Westfalen mit Haftbefehl nach dem Dieb gesucht. Bundespolizisten haben ihn nun am späten Donnerstagabend (10. Dezember) bei der Ausreise nach Tiflis kontrolliert, die Fahndungsnotiz entdeckt und den Gesuchten aus dem Verkehr gezogen. Nach einer Nacht bei der Bundespolizei im Erdinger Moos kann sich der Verurteilte nun in München-Stadelheim weihnachtlich einrichten.

Der Georgier wollte aus seinem „Einsatzgebiet“ in der Metropolregion Rhein-Ruhr über München in sein Geburtsland fliegen. In München haben Bundespolizisten seine Reise aber frühzeitig beendet. Der 39-Jährige hatte nämlich einen offenen Haftbefehl im Gepäck.

Jahrelang hatte der Georgier in der Nordeifel gewohnt und war den Polizeibehörden in Rheinland-Pfalz und NRW immer wieder durch Diebstähle und andere Straftaten aufgefallen, immer wieder festgenommen worden. Zumindest eine Tat aus dieser Karriere blieb bis heute ungesühnt. Nach dem der heute 39-Jährige vor knapp sechs Jahren wieder einmal erwischt und angezeigt worden war, hatte ihn ein Richter am Amtsgericht in Grevenbroich wegen Diebstahls im Sommer 2015 zu drei Monaten Haft verurteilt. Nachdem der Verurteilte diesen Richterspruch ebenso wenig ernst genommen hatte, wie die Eigentumsverhältnisse und die Gesetze in Deutschland grundsätzlich, hatte die Staatsanwaltschaft in Mönchengladbach die Polizeibehörden im Januar 2019 deutschlandweit mit der Suche nach dem Untergetauchten beauftragt.

Diesem Auftrag kamen Bundespolizisten am Münchner Flughafen jetzt nach und verhafteten den gesuchten 39-Jährigen bei seinem Zwischenstopp im Erdinger Moos. Aufgrund der vorgerückten Stunde musste der Georgier eine Nacht bei der Bundespolizei verbringen, bevor ihn die Beamten am heutigen Morgen in die Münchner Justizvollzugsanstalt brachten, wo er nun die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel verbringen wird.

Die Meldung der Bundespolizei

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