Schüler soll jahrelang gedealt haben

Dealerei: Burghauser vor Gericht

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Burghausen/Mühldorf - Über Jahre soll ein Burghauser Schüler mit Drogen gedealt und viele tausend Euro verdient haben. Was ihn vor dem Gefängnis retten könnte:

Ein heute 20-jähriger Burghauser soll über mehrere Jahre hinweg mit Drogen gedealt haben. Wegen Handels mit Betäubungsmitteln in fast 40 Fällen muss sich der Schüler, der zu Beginn der ihm vorgeworfenen Taten noch minderjährig war, am Dienstag vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Mühldorf verantworten.

Ecstasy mit 70 Prozent Gewinn verkauft

Sowohl mit Marihuana und Haschisch als auch mit Ecstasy soll der junge Mann Handel getrieben haben - teilweise mit enormem Gewinn. So verkaufte der Burghauser mehrere hundert Ecstasy-Pillen mit einer Gewinnspanne von rund 70 Prozent. Insgesamt soll der 20-Jährige mit dem Verkauf von Drogen eine hohe fünfstellige Summe eingenommen haben.

Fast 30 Folgeverfahren kamen ins Rollen

Der Verteidiger des jungen Mannes, Rechtsanwalt Erhard Frank, hofft, dass sein Mandant trotz dieser Vorwürfe lediglich zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wird: "Er ist nicht vorbestraft und hat sogar ein überschießendes Geständnis abgelegt", so Frank. Der Burghauser Schüler hat die Ermittler mit seiner Aussage auf die Spur mehrerer Personen gebracht, die ebenfalls in Geschäfte mit Drogen verwickelt sein sollen. Beinahe 30 Folgeverfahren kamen dank der Aussage des 20-Jährigen ins Rollen. Gemäß Paragraf 31 des Betäubungsmittelgesetzes kann das Gericht die Strafe mildern, wenn der Täter durch seine Aussage wesentlich dazu beträgt, dass andere Taten aufgedeckt werden.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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