Burghauser Konzern muss massiv sparen

"Hammer" bei Wacker Chemie: 1.000 Jobs sollen wegfallen

Solarflaute reißt Wacker Chemie in Verlustzone
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Burghausen/München - Die Firma "Wacker Chemie" will in den nächsten Jahren kräftig sparen und plant deswegen einen massiven Stellenabbau. Rund 1.000 Jobs - möglicherweise auch in der Region - sollen wegfallen.

Insgesamt sollen rund 250 Millionen Euro eingespart werden. Die Organisation soll als Reaktion auf das "schwierige Geschäftsumfeld" verschlankt werden, wie der Chemiekonzern am Mittwoch, 20. Februar, nun in München mitteilte. Den Einsparungen sollen bis Ende 2022 mehr als 1.000 Stellen in der Verwaltung und in nicht operativen Bereichen zum Opfer fallen. Der Schwerpunkt des Stellenabbaus liege mit 80 Prozent in Deutschland, womit hierzulande mindestens 800 der aktuell insgesamt rund 10.000 Stellen wegfallen werden. Weltweit sind 14.500 Mitarbeiter beim Konzern beschäftigt. Wacker plant nach Möglichkeit auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

2019 machte dem Unternehmen das schwierige Geschäft mit dem Solarindustriegrundstoff Polysilizium wegen chinesischer Billigkonkurrenz schwer zu schaffen. Aber auch die Silikon-Sparte rund um Schmier- und Dämmstoffe etwa für die Auto- und die Bauindustrie stand unter Druck. Konzernchef Rudolf Staudigl hatte daher bereits ein Sparprogramm in Aussicht gestellt.

dpa/mw

Quelle: innsalzach24.de

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