Crowdfunding für zweite CD und erste US-Tour

"7 Mazes": Alternative Metal aus Burghausen erobert Amerika

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Burghausen - Aus einem Schicksalsschlag etwas Großes machen: Max Roxton ist das gelungen. Mit seiner alternative Metal Band "7 Mazes" gehts nächstes Jahr auf Tour nach Amerika. Eine zweite CD wollen die vier auch rausbringen. Damit das alles finanziell funktionieren kann, setzten die Burghauser auf Crowdfunding.

Mir hat es den Boden unter den Füßen weggerissen“, erzählt der heute 28-jährige Max Roxton, Leader der Band „7 Mazes“ aus Burghausen. Vor zweieinhalb Jahren war sein Vater an einem Herzinfarkt gestorben. „Plötzlich merkst Du, wie zerbrechlich Du bist.“ Dabei war er doch einer von den harten Jungs, zumindest musikalisch: Max machte schon immer mehr in Rock und Metal als in anderen musikalischen Genres.

„Es ging einfach nicht mehr“

Max Roxton von "7 Mazes"

Der Musiker hatte sich auf den familiären Schicksalsschlag vor zweieinhalb Jahren hin erst einmal zurückgezogen. Selbst das Musikmachen, das er so liebt, hatte er an den Nagel gehängt. „Es ging einfach nicht mehr.“ Wie es ohne seinen Vater weiter gehen soll und „geht das überhaupt?“. Das beschäftigte den Absolventen der Akademie Deutsche POP in München zu dieser Zeit mehr als alles andere. Schon immer ein sehr reflektierender Mensch, setzte sich Max jetzt mit dem Thema Tod auseinander.

„Ich hatte teilweise Todesangst.“

Fünf Monate gingen ins Land bis Max Roxton wieder angefangen hat, die Gitarre in die Hand zu nehmen und Songs zu schreiben, doch seine Musik und insbesondere seine Texte hatten sich verändert: Der Burghauser beschäftigte sich nun mehr mit der Grenze zwischen Leben und Tod, stellte sich Fragen wie, wann es für ihn die Zeit wäre, zu gehen. „Ich hatte zu der Zeit damals teilweise Todesangst.“ Das will er in seinen Songs aufarbeiten und mehr noch: Max will zum Nachdenken anregen, zu mehr Offenheit, auch mal über den Tod zu reden.

„Warum wird der Tod so totgeschwiegen?“

Mit dieser und mehr Fragen hat sich Max Roxton monatelang rumgequält und er wirkt im Gespräch mit innsalzach24.de sehr authentisch, wenn er sagt, er wolle mit seiner Musik etwas gegen das Tabu-Thema Tod tun. Im März 2016 hat er eine Band gegründet. Die vier nennen sich „7 Mazes“: 

  • Max Roxton (Lead Vocals, Guitar) 
  • Bo Jahson (Bass, Backing Vocals) 
  • Daniel Davis (Lead Guitar, Backing Vocals) 
  • Daniel Gravel (Drums)

"7 Mazes": Alternative Metal aus Burghausen erobert Amerika

Sie machen in Rock und Metal. Max ist der Kopf. Angefangen mit der Idee, den Menschen mit der Musik zu sagen, dass es auch mal gut und heilend sein kann, Schwächen, Sorgen, Nöte und Ängste zuzugeben, kam schnell ein erstes Album heraus: eine Bestätigung für Max, dass er auf dem richtigen Weg ist.

„So ein Ereignis verändert Dich“

"7 Mazes" auf der Bühne

Dass Max etwas von Musik versteht sieht man an einem anderen Projekt: Mit einem DJ aus Österreich durfte er einen großen Erfolg feiern. Der Titel schaffte es bei den alpenländischen Nachbarn auf Anhieb von 0 auf Platz 18 in den österreichischen Singlecharts. Gelernt ist eben gelernt. Die Rezepte der Popmusik hat er studiert und bedient sich selbst auch im Rock und Metal schon mal gern dessen, was ihn die Dozenten der Akademie Deutsche POP lehrten. Was der familiäre Schicksalsschlag mit ihm gemacht hat, kann man an den Songtiteln aus dem ersten Album von „7 Mazes“ lesen und man kann es aus den Songs hören: Sie heißen „Lite It Up“, „Wish You Well“ oder „All I´ve Lost“.

Der Anruf aus Amerika

Er wollte etwas Großes aus der Situation machen und das ist ihm auch gelungen. Auf einmal bekam Max einen Anruf aus Amerika. Über verschiedene Internetkanäle, die der Burghauser mit den Arbeiten von „7 Mazes“ bedient, ist die Musik dort angekommen. Einschlägige Medien in punkto Musik interessierten sich für die noch junge Band. Das ging in Folge sogar so weit, dass „7 Mazes“ nächstes Jahr an der Ostküste der USA auf Tour gehen werden. Acht Konzerte werden sie spielen. Hier ist das erste Interview der vier Burghauser mit "Honest Brutality":

Der Aufruf zum Crowdfunding

Reich sind die vier von „7 Mazes“ bisher nicht geworden. Die Tour in Amerika müssen sie auch aus eigener Tasche bezahlen. Dennoch wollen sie weiter machen. Ein neues Album steht auch an. So etwas ist nicht billig  ohne Plattenvertrag. Roxton und seine Mitstreiter gehen dafür den Weg des Crowdfundings. Soll heißen: „7 Mazes“ suchen finanzielle Unterstützer. Hier ist die Erklärung der vier:

Erster Ziel bei dieser Crowdfunding-Aktion ist es, 4.500 Euro zusammen zu bekommen. "Diese Summe wird mindestens benötigt um die Aufnahmen des Albums zu realisieren", erklären die vier auf der Crowdfundingseite

Zweites Ziel sind 7.500 Euro: "In dieser Summe ist Recording, Mastering und Pressung enthalten. Alles darüber hinaus ermöglicht uns eine anständige PR und hilft uns enorm bei der Tour."

Bis jetzt sind 1530 Euro zusammengekommen. Das Crowfunding läuft noch bis Freitag, 23.59 Uhr. Wird das erste Ziel nicht erreicht, erhalten alle Unterstützer ihr Geld zurück. 

Quelle: innsalzach24.de

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